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    Strategy-Aktie steigt, während Verwässerung und Liquiditätssicherung im Fokus stehen

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    21.07.2026 131 mal gelesen 5 KommentareGoogle-News
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    Die Strategy-Aktie legte am 20. Juli 2026 kräftig zu und schloss bei 100,23 US-Dollar, ein Plus von 5,7 Prozent. Damit setzte sich die positive Entwicklung vom Nachmittag fort. Trotzdem liegt der Kurs noch weit unter dem 52-Wochen-Hoch von 454,33 US-Dollar.
    Hinter dem Kursanstieg steht eine umstrittene Finanzierungsstrategie: Strategy verkaufte neue Aktien im Wert von 263,5 Millionen US-Dollar, kaufte in der vergangenen Woche aber keinen weiteren Bitcoin. Dadurch stieg die USD-Reserve auf 3,2 Milliarden US-Dollar, während der Bitcoin-Bestand bei 843.775 BTC blieb.
    Die Kapitalaufnahme verwässert bestehende Aktionäre. Durch zwei Juli-Emissionen kamen rund 7,6 Millionen neue Aktien hinzu, die Verwässerung lag innerhalb von zwei Wochen bei knapp 2 Prozent. Im Gegenzug soll die zusätzliche Liquidität Dividendenzahlungen und Zinsen von jährlich rund 1,76 Milliarden US-Dollar absichern.
    Strategy will mit der Reserve verhindern, Bitcoin zur Finanzierung laufender Verpflichtungen verkaufen zu müssen. Zuvor hatte das Unternehmen bereits 3.588 BTC unter dem eigenen Anschaffungspreis veräußert, während fallende Kurse hohe Buchverluste verursachten. Die aktuelle Reserve soll nun etwa 22 Monate reichen.
    Für Anleger bleibt Strategy ein hochriskantes Paket aus Bitcoin-Engagement, Schulden und Kapitalmarktfinanzierung. Institutionelle Investoren halten zwar fast 60 Prozent der Anteile, doch die Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs und weiteren Aktienemissionen bleibt bestehen. Die nächsten wichtigen Zahlen folgen am 30. Juli 2026 mit den Ergebnissen für das zweite Quartal.

    Die Strategy-Aktie legte am 20.07.2026 kräftig zu, obwohl das Unternehmen zur Liquiditätssicherung neue Aktien ausgab und vorerst auf weitere Bitcoin-Käufe verzichtete. Der Pressespiegel beleuchtet den Spannungsbogen zwischen Kursfantasie, Verwässerung, milliardenschwerer Bitcoin-Reserve und steigendem Finanzierungsdruck.

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    Strategy-Aktie zwischen Kursanstieg, Verwässerung und Liquiditätssicherung

    Die Strategy-Aktie, ehemals MicroStrategy, stand am 20.07.2026 im Mittelpunkt mehrerer Berichte. Im Fokus standen ein kräftiger Kursanstieg im NASDAQ-Handel, der Verkauf neuer Aktien zur Stärkung der Liquiditätsreserve sowie die unveränderte Bitcoin-Position des Unternehmens.

    Strategy-Aktie gewinnt am Montagabend 5,7 Prozent

    Nach Angaben von finanzen.ch stieg die Strategy-Aktie am Montagabend in der NASDAQ-Sitzung um 5,7 Prozent auf 100,23 USD. Um 20:26 Uhr notierte das Papier damit deutlich im Plus und gehörte zu den erfolgreicheren Titeln im NASDAQ Composite Index, der zu diesem Zeitpunkt bei 25'641 Punkten stand.

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    Im Tagesverlauf kletterte die Aktie laut finanzen.ch bis auf 100,46 USD. Zum Handelsstart lag der Kurs bei 95,55 USD, während der Tagesumsatz zuletzt 1'890'413 Aktien erreichte.

    KennzahlWert
    Kurs um 20:26 Uhr100,23 USD
    Tagesveränderung5,7 Prozent
    Tageshoch100,46 USD
    Startkurs95,55 USD
    Tagesumsatz1'890'413 Aktien
    NASDAQ Composite25'641 Punkte

    Das 52-Wochen-Hoch wurde am 19.07.2025 bei 454,33 USD erreicht. Das 52-Wochen-Tief folgte am 27.06.2026 bei 81,81 USD. Vom aktuellen Kursniveau aus wären laut finanzen.ch 353,29 Prozent nötig, um das 52-Wochen-Hoch wieder zu erreichen; das 52-Wochen-Tief liegt 18,38 Prozent unterhalb des aktuellen Kursniveaus.

    Für das laufende Jahr wird eine Dividende von 0,000 USD je Aktie prognostiziert, nachdem im Vorjahr ebenfalls 0,000 USD je Wertpapier ausgeschüttet wurden. Für das am 31.03.2026 beendete Quartal meldete Strategy einen Verlust je Aktie von -38,25 USD nach -16,49 USD im Vorjahresquartal. Der Umsatz belief sich auf 124.30 Mio. USD, verglichen mit 111.07 Mio. USD im Vorjahreszeitraum; dies entsprach einer Steigerung um 11,91 Prozent.

    Die Veröffentlichung der Ergebnisse für Q2 2026 wird am 30.07.2026 erwartet. Für Q2 2027 rechnen Experten mit einer Veröffentlichung am 05.08.2027. Die Analysten-Schätzung für den Gewinn je Aktie im Jahr 2026 liegt bei 8,55 USD.

    Infobox: Die Strategy-Aktie schloss den Handel laut finanzen.ch mit 100,23 USD und einem Plus von 5,7 Prozent. Gleichzeitig weisen die Quartalszahlen einen Verlust je Aktie von -38,25 USD aus; die Q2-2026-Ergebnisse werden am 30.07.2026 erwartet.

    Nachmittagshandel: Aktie zunächst 0,5 Prozent im Plus

    Bereits am Montagnachmittag berichtete finanzen.ch von einer positiven Kursbewegung. Um 16:28 Uhr lag die Aktie in der NASDAQ-Sitzung 0,5 Prozent im Plus bei 95,30 USD und zählte damit zu den Gewinnern im NASDAQ Composite Index, der zu diesem Zeitpunkt bei 25'667 Punkten notierte.

    Zwischenzeitlich stieg der Anteilsschein auf 96,80 USD. Zur Startglocke wurde die Aktie bei 95,55 USD gehandelt, während bis zu diesem Zeitpunkt 475'804 Strategy-Aktien den Besitzer wechselten.

    KennzahlWert
    Kurs um 16:28 Uhr95,30 USD
    Tagesveränderung0,5 Prozent
    Zwischenzeitliches Hoch96,80 USD
    Startkurs95,55 USD
    Gehandeltes Volumen475'804 Aktien
    NASDAQ Composite25'667 Punkte

    finanzen.ch verwies ebenfalls auf das 52-Wochen-Hoch von 454,33 USD vom 19.07.2025 und das 52-Wochen-Tief von 81,81 USD vom 27.06.2026. Ein Anstieg von 376,76 Prozent wäre demnach erforderlich, um vom damaligen Kursniveau aus wieder das 52-Wochen-Hoch zu erreichen; das 52-Wochen-Tief könnte die Aktie mit einem Verlust von 14,15 Prozent erneut erreichen.

    Die Dividenden-Schätzung für das laufende Jahr liegt laut finanzen.ch bei 0,000 USD je Aktie, nachdem im Vorjahr 0,000 USD ausgewiesen wurden. Die am 05.05.2026 veröffentlichten Zahlen für das Quartal bis zum 31.03.2026 enthielten einen Verlust je Aktie von -38,25 USD. Im Vorjahresquartal hatte Strategy einen Verlust je Aktie von -16,49 USD gemeldet.

    Der Quartalsumsatz betrug 124.30 Mio. USD. Gegenüber den 111.07 Mio. USD aus dem Vorjahresquartal ergab sich eine Steigerung um 11,91 Prozent. Die Experten-Prognose für das EPS 2026 liegt im Durchschnitt bei 8,55 USD je Strategy-Aktie.

    Infobox: Am Nachmittag notierte Strategy bei 95,30 USD und 0,5 Prozent im Plus. Der Handel entwickelte sich bis zum Abend weiter positiv und führte zu einem Kurs von 100,23 USD.

    Aktienverkäufe stärken die USD-Reserve

    BeInCrypto berichtete, dass Strategy in der vergangenen Woche MSTR-Aktien im Wert von 263,5 Millionen USD verkauft und keinen Bitcoin gekauft habe. Der Bitcoin-Bestand blieb demnach in der zweiten Woche in Folge bei 843.775 BTC unverändert, während der Kassenbestand auf 3,2 Milliarden USD stieg.

    Über das eigene At-the-Market-Programm gab Strategy 2,73 Millionen neue Aktien direkt am Markt aus. Ein Aktienrückkaufprogramm über 1 Milliarde USD blieb laut BeInCrypto ungenutzt. Bereits eine Woche zuvor hatte das Unternehmen auf diesem Weg 466,7 Millionen USD eingenommen.

    Die Mittel fließen in das Digital Credit Capital Framework. Dieses Rahmenwerk besteht seit Juni und soll Dividendenzahlungen für Vorzugsaktien sowie Zinszahlungen auf Schulden absichern. Laut Unternehmensmitteilung belaufen sich diese Zahlungen pro Jahr auf etwa 1,76 Milliarden USD. Die Reserve von 3,2 Milliarden USD reicht damit für ungefähr 22 Monate, während der Vorstand lediglich einen Bestand für 12 Monate verlangt.

    „Strategy bleibt Bitcoin als wichtigstem Treasury-Reserve-Asset verpflichtet. Gleichzeitig benötigt Digital Credit Liquidität, Disziplin und aktives Kapitalmanagement“, sagte Michael Saylor laut BeInCrypto.

    BeInCrypto stellte die Aktienverkäufe als Kompromiss für die MSTR-Investoren dar. Aktionäre besitzen demnach einen kleineren Anteil am Unternehmen, erhalten dafür aber eine stärkere Liquiditätsbasis. Durch zwei Kapitalerhöhungen im Juli kamen etwa 7,6 Millionen neue Aktien hinzu. Dies entsprach einer Verwässerung von knapp 2 Prozent innerhalb von zwei Wochen auf eine Aktienzahl von 327 Millionen laut April-Meldung.

    Weitere 23,5 Milliarden USD könnten über das ATM-Programm noch aufgebracht werden. Der frühe Handel deutete laut BeInCrypto darauf hin, dass Anleger diesen Kompromiss akzeptierten: Der MSTR-Kurs lag am Montag vorbörslich bei 96,22 USD und damit 1,45 Prozent über dem vorherigen Schlusskurs von 94,85 USD. Die Aktie blieb jedoch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 437 USD.

    • Verkaufte MSTR-Aktien: 263,5 Millionen USD
    • Bitcoin-Bestand: 843.775 BTC
    • USD-Reserve: 3,2 Milliarden USD
    • Jährliche Dividenden- und Zinszahlungen: etwa 1,76 Milliarden USD
    • Abdeckung der Reserve: ungefähr 22 Monate
    • Verwässerung: knapp 2 Prozent innerhalb von zwei Wochen
    • Weitere mögliche Mittelaufnahme über das ATM-Programm: 23,5 Milliarden USD

    Infobox: Strategy stellte laut BeInCrypto den Ausbau der Liquiditätsreserve über zusätzliche Bitcoin-Käufe. Der Bitcoin-Bestand blieb bei 843.775 BTC, während die USD-Reserve 3,2 Milliarden USD erreichte.

    Bitcoin-Käufe, Buchverluste und Verkäufe zur Dividendenzahlung

    BeInCrypto verwies außerdem auf die Kostenbasis der Bitcoin-Bestände. MicroStrategy habe laut einer Mitteilung vom Juli durchschnittlich 75.476 USD pro Bitcoin bezahlt und insgesamt rund 63,7 Milliarden USD investiert.

    Der Bitcoin-Kurs lag zum Zeitpunkt des Berichts bei etwa 64.700 USD. BeInCrypto bezeichnete dies als fast 48 Prozent weniger als das Hoch von Oktober 2025. Im letzten Quartal seien dadurch Buchverluste von 8,32 Milliarden USD entstanden.

    Im Juni musste Strategy laut BeInCrypto 3.588 BTC zu einem Kurs von etwa 60.000 USD verkaufen, um Dividenden zahlen zu können. Damit erfolgte der Verkauf unter den eigenen Anschaffungskosten. Die aufgebaute Reserve soll verhindern, dass ein solcher Verkauf zur Finanzierung von Dividenden erneut notwendig wird.

    Die Einschätzungen zur veränderten Strategie fielen unterschiedlich aus. Der Bitwise-CIO Matt Hougan vertrat laut BeInCrypto die Ansicht, dass die Phase als dominanter Bitcoin-Käufer für das Unternehmen vorbei sei. Grayscale erklärte dagegen, kontrollierte Bitcoin-Verkäufe könnten den Bitcoin-Kurs stabilisieren, statt ihn zu belasten. Michael Saylor hält die Übernahme von Bitcoin durch Unternehmen weiterhin für unvermeidbar.

    Infobox: Die Quellen beschreiben einen Zielkonflikt zwischen weiteren Bitcoin-Käufen und der Sicherung von Dividenden- und Zinszahlungen. Die Liquiditätsreserve soll Verkäufe von Bitcoin unter den eigenen Anschaffungskosten verhindern.

    Bitcoin-Treasuries im Vergleich: Twenty One, Metaplanet und Strive

    BTC-ECHO richtete den Blick auf Unternehmen, die eine ähnliche Bitcoin-Treasury-Strategie wie Strategy verfolgen. Genannt wurden Twenty One, Metaplanet und Strive, die bei Finanzierung und Wachstum teilweise unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

    Michael Saylor habe mit Strategy die Vorlage für börsennotierte Bitcoin-Treasuries geschaffen. Nach wachsender Kritik und ersten Verkäufen werde laut BTC-ECHO zunehmend untersucht, wie sich andere Unternehmen mit vergleichbarem Ansatz entwickeln und ob bei ihnen ähnliche Entwicklungen und Sorgen auftreten.

    Im Mittelpunkt des Beitrags standen die aktuellen Entwicklungen bei Twenty One, Metaplanet und Strive sowie die Chancen und Risiken ihrer Treasury-Modelle. Zudem verglich BTC-ECHO die Bitcoin-Strategien und Finanzierungsmodelle der Unternehmen.

    • Twenty One, Metaplanet und Strive verfolgen ähnliche Bitcoin-Strategien wie Strategy.
    • Die Unternehmen unterscheiden sich teilweise bei Finanzierung und Wachstum.
    • Der Beitrag untersucht Chancen und Risiken der jeweiligen Treasury-Modelle.
    • Verglichen werden Bitcoin-Strategien und Finanzierungsmodelle.

    Infobox: BTC-ECHO erweitert den Blick über Strategy hinaus und stellt Twenty One, Metaplanet und Strive als Unternehmen mit ähnlichen Bitcoin-Treasury-Ansätzen gegenüber. Unterschiede sieht die Quelle insbesondere bei Finanzierung und Wachstum.

    Institutionelle Investoren und die Bitcoin-Bilanz

    Ad-hoc-news.de berichtete, dass institutionelle Anleger fast 60 Prozent der MicroStrategy-Anteile halten. Als jüngstes Beispiel wurde D.A. Davidson & CO. genannt, das ein Aktienpaket im Wert von rund 3,9 Millionen Dollar erworben habe.

    Die Beteiligung unterstreiche laut Ad-hoc-news.de das Vertrauen professioneller Anleger in die Doppelstrategie des Konzerns. MicroStrategy bleibe ein Ziel für Investmentfirmen und Hedgefonds, die eine indirekte Wette auf den Kryptomarkt suchten.

    Das Unternehmen kombiniere weiterhin sein Softwaregeschäft mit der Funktion als Bitcoin-Holding. Im ersten Quartal 2026 habe MicroStrategy weitere 89.599 Bitcoin für rund 7,3 Milliarden Dollar gekauft. Insgesamt lägen inzwischen mehr als 818.000 Einheiten der Kryptowährung in der Unternehmenskasse.

    KennzahlWert
    Anteil institutioneller Anleger und Hedgefondsfast 60 Prozent
    Aktienpaket von D.A. Davidson & CO.rund 3,9 Millionen Dollar
    Bitcoin-Käufe im ersten Quartal 202689.599 Bitcoin
    Ausgaben für diese Käuferund 7,3 Milliarden Dollar
    Bitcoin-Bestandmehr als 818.000 Einheiten

    Zur Finanzierung der Zukäufe nutze das Management regelmäßig Kapitalerhöhungen über Stamm- und Vorzugsaktien. Parallel dazu sei ein neuer Rahmen für digitales Kreditkapital geschaffen worden, der Liquidität für Dividenden und Zinszahlungen sichern und eine gezielte Monetarisierung der Bitcoin-Bestände ermöglichen soll.

    Ad-hoc-news.de bezifferte die Marktkapitalisierung auf rund 30 Milliarden Euro und den Aktienkurs auf 83,17 Euro. Seit Jahresbeginn habe der Kurs rund 37 Prozent an Wert verloren. Ende Juli stünden die Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 an; sie sollen Aufschluss darüber geben, wie sich die jüngsten Milliarden-Zukäufe auf die Bilanzstruktur auswirken.

    Infobox: Laut Ad-hoc-news.de halten institutionelle Anleger und Hedgefonds fast 60 Prozent der ausstehenden Anteile. Im ersten Quartal 2026 kaufte das Unternehmen 89.599 Bitcoin für rund 7,3 Milliarden Dollar und verfügte über mehr als 818.000 Bitcoin.

    Einschätzung der Redaktion

    Die zentrale Bedeutung liegt im Wandel vom aggressiven Bitcoin-Käufer zum kapitalmarktorientierten Treasury-Unternehmen: Die Liquiditätssicherung reduziert zwar das kurzfristige Verkaufsrisiko, erhöht aber zugleich die Abhängigkeit von laufenden Aktienemissionen und damit den Verwässerungsdruck.

    Für Anleger bleibt Strategy deshalb eine hochriskante Kombination aus Bitcoin-Engagement, Fremdkapital und Kapitalmarktfinanzierung. Ein steigender Aktienkurs kann die Finanzierung erleichtern, ersetzt jedoch weder operative Ertragskraft noch eine belastbare Absicherung gegen fallende Bitcoin-Kurse.

    Infobox: Die Liquiditätsreserve stärkt die kurzfristige Stabilität, während Verwässerung, hohe Zahlungsverpflichtungen und die starke Abhängigkeit vom Bitcoin-Markt das langfristige Risiko erhöhen.

    Quellen:

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    Was mir in den bisherigen Kommentaren noch fehlt, ist die Frage, wie belastbar diese ganze Konstruktion eigentlich bei einem längeren Seitwärtsmarkt ist. Ein Kursanstieg von 5,7 Prozent an einem Tag sieht natürlich erstmal gut aus, sagt aber wenig darüber aus, ob das Geschäftsmodell auch dann trägt, wenn Bitcoin nicht bald wieder deutlich zulegt. Am Ende hängt bei Strategy ja ziemlich viel an der Stimmung am Kryptomarkt und an der Bereitschaft der Anleger, immer neues Kapital bereitzustellen.

    Die 3,2 Milliarden Dollar Reserve klingen beeindruckend, aber bei jährlichen Dividenden- und Zinszahlungen von rund 1,76 Milliarden Dollar ist das eben kein riesiger Sicherheitspuffer. Zweiundzwanzig Monate können schnell kürzer werden, wenn zusätzliche Kosten dazukommen oder die Finanzierung über den Kapitalmarkt schwieriger wird. Und genau da liegt für mich der Knackpunkt: Eine Reserve ist nur dann wirklich beruhigend, wenn danach auch ein realistischer Plan existiert, wie die laufenden Verpflichtungen dauerhaft bezahlt werden sollen.

    Dass die Aktie trotz der Verwässerung steigt, überrascht mich nicht unbedingt. Viele Anleger kaufen vermutlich weniger das Softwareunternehmen als vielmehr eine Art gehebelte Bitcoin-Wette. Solange sie daran glauben, dass der Bitcoin-Bestand pro Aktie langfristig weiter steigt oder der Markt die Aktie mit einem Aufschlag bewertet, wird eine Kapitalerhöhung erstmal als notwendiges Übel akzeptiert. Das kann funktionieren, solange die Nachfrage nach neuen Aktien groß genug bleibt. Aber wenn die Stimmung kippt, wird aus diesem Vorteil sehr schnell ein Problem.

    Besonders wichtig finde ich deshalb den Unterschied zwischen der absoluten Bitcoin-Menge und dem Bitcoin-Wert je Aktie. Mehr Bitcoin im Unternehmen klingt immer positiv, aber wenn gleichzeitig sehr viele neue Aktien ausgegeben werden, profitieren die einzelnen Aktionäre möglicherweise deutlich weniger als gedacht. Die knapp zwei Prozent Verwässerung in nur zwei Wochen sind zwar nicht automatisch dramatisch, zeigen aber die Richtung. Und das ATM-Programm mit weiteren 23,5 Milliarden Dollar möglichem Volumen hängt da wie ein ziemlich großes Damoklesschwert über der Aktie.

    Auch die widersprüchlichen Angaben zum Bitcoin-Bestand im Artikel sollte man nicht einfach überlesen. Einmal ist von 843.775 BTC die Rede, an anderer Stelle von mehr als 818.000 Einheiten. Vielleicht liegt es an unterschiedlichen Berichtszeitpunkten oder Quellen, aber bei einem Unternehmen, dessen komplette Bewertung so stark an der Bitcoin-Bilanz hängt, möchte man da schon ganz genaue und einheitliche Zahlen sehen. Transparenz ist gerade bei solchen komplexen Finanzierungsmodellen keine Nebensache.

    Der Verkauf von 3.588 Bitcoin zur Dividendenzahlung war für mich ein Warnsignal. Nicht weil ein einzelner Verkauf gleich den Untergang bedeutet, sondern weil er zeigt, dass die schöne Treasury-Story praktisch mit ganz normalen Liquiditätsproblemen kollidieren kann. Wenn man Bitcoin als langfristige Reserve bezeichnet, sollte man ihn eben möglichst nicht unter dem eigenen Einstandspreis verkaufen müssen. Die neue Dollar-Reserve ist daher sinnvoll, kommt aber auch ein Stück weit als Reparaturmaßnahme daher.

    Dass institutionelle Investoren fast 60 Prozent halten, würde ich ebenfalls nicht automatisch als Gütesiegel verstehen. Große Anleger können eine Aktie genauso schnell wieder reduzieren, wenn sich die Risiko-Rendite-Erwartung verändert. Institutionelles Interesse bedeutet also nicht, dass die Aktie sicher ist, sondern eher, dass auch professionelle Investoren diese besondere Bitcoin- und Finanzierungswette interessant finden. Das ist ein Unterschied, den man als Privatanleger im Kopf behalten sollte.

    Unterm Strich sehe ich Strategy inzwischen weniger als klassischen Bitcoin-Käufer, sondern als hochkomplexes Finanzprodukt mit Aktienkurs, Bitcoin-Bestand, Schulden, Vorzugsaktien und laufendem Kapitalbedarf. Das kann bei steigenden Kursen hervorragend aussehen und enorme Fantasie erzeugen. Bei fallenden oder stagnierenden Kursen wirken dieselben Mechanismen aber schnell gegen die Aktionäre. Für mich wäre deshalb nicht der Tagesanstieg entscheidend, sondern ob das Unternehmen in den nächsten Quartalen zeigen kann, dass es auch ohne ständig neue Aktien auszugeben stabil bleibt.

    Wer hier investiert, sollte meiner Meinung nach nicht nur eine Meinung zu Bitcoin haben, sondern auch zu Verwässerung und Zinsrisiken. Genau diese Punkte werden meiner Ansicht nach oft unterschätzt. Ein paar Prozent Kursplus ändern daran jedenfalls nichts.
    Ein Punkt, der bisher etwas untergeht, ist der Unterschied zwischen der vermeintlichen Stärke durch die riesige Bitcoin-Bilanz und der tatsächlichen Handlungsfreiheit des Unternehmens. Auf dem Papier besitzt Strategy natürlich einen gewaltigen Schatz. In der Praxis ist dieser Schatz aber nicht vollständig frei verfügbar, wenn gleichzeitig Vorzugsaktionäre, Gläubiger und andere Kapitalgeber ihre Ansprüche haben. Man kann nicht einfach jeden Bitcoin als unantastbare Reserve betrachten und gleichzeitig so tun, als hätte das Unternehmen keinerlei laufende Verpflichtungen.

    Interessant finde ich auch, wie stark hier mit verschiedenen Kennzahlen gearbeitet wird, die für Anleger leicht ein falsches Gefühl von Präzision erzeugen. Da stehen dann 843.775 Bitcoin, mehr als 818.000 Bitcoin, 3,2 Milliarden Dollar Reserve und ein möglicher zusätzlicher Finanzierungsrahmen von 23,5 Milliarden Dollar. Das klingt nach sehr viel Substanz, aber entscheidend ist doch, unter welchen Bedingungen diese Mittel tatsächlich verfügbar sind. Ein ATM-Programm ist schließlich keine Garantie dafür, dass der Markt jederzeit bereit ist, Aktien in dieser Größenordnung aufzunehmen. Es hängt vom Aktienkurs, vom Handelsvolumen und vor allem vom Vertrauen der Anleger ab.

    Genau deshalb würde ich die institutionelle Beteiligung eher als Verstärker und nicht als Sicherheitsnetz sehen. Wenn Fonds und Hedgefonds die Aktie als liquide Bitcoin-Position nutzen, kann das dem Kurs bei guter Stimmung helfen. Es kann aber genauso bedeuten, dass bei steigender Unsicherheit viele professionelle Anleger gleichzeitig durch dieselbe Tür hinauswollen. Bei fast 60 Prozent institutionellem Anteil ist das für mich kein kleines Detail. Diese Investoren haben meist klare Risikolimits und müssen nicht aus Überzeugung bis zum Ende dabeibleiben.

    Was mir ebenfalls auffällt: Das eigentliche Softwaregeschäft wirkt in der Berichterstattung fast wie eine Randnotiz. Der Umsatz ist zwar gestiegen, aber bei einem Unternehmen dieser Größenordnung reicht ein vergleichsweise kleiner operativer Umsatz nicht aus, um die Schwankungen der Bitcoin-Bilanz oder die Finanzierungskosten aufzufangen. Wenn die Aktie im Kern als Bitcoin-Proxy gehandelt wird, sollte man sie meiner Meinung nach auch so bewerten und nicht mit einem normalen Technologieunternehmen vergleichen. Das Softwaregeschäft ist dann eher ein kleiner Sockel unter einem sehr großen Finanzkonstrukt.

    Die Buchverluste von 8,32 Milliarden Dollar zeigen außerdem, wie schnell sich die Größenordnungen verändern können. Solche Verluste sind nicht automatisch zahlungswirksam, aber sie beeinflussen Bilanz, Stimmung und Finanzierungsmöglichkeiten. Gerade bei einem Unternehmen, das regelmäßig neue Aktien und Vorzugsinstrumente ausgibt, ist die Wahrnehmung am Kapitalmarkt enorm wichtig. Wenn der Markt beginnt, die Bitcoin-Position mit einem Abschlag statt mit einem Aufschlag zu bewerten, funktioniert die bisherige Wachstumslogik nicht mehr so elegant.

    Der Vergleich mit Twenty One, Metaplanet und Strive ist deshalb ziemlich spannend, auch wenn man bei den Geschäftsmodellen sicher genauer hinschauen muss. Nicht jede Bitcoin-Treasury ist automatisch dasselbe wie Strategy. Entscheidend dürfte sein, wer tatsächlich über ein tragfähiges operatives Geschäft verfügt, wer günstig an Kapital kommt und wer seine Anleger weniger stark verwässern muss. Vielleicht zeigt sich in den nächsten Jahren, dass nicht der größte Bitcoin-Bestand gewinnt, sondern das Unternehmen mit der vernünftigsten Finanzierung.

    Auch der geplante Ergebnisbericht für das zweite Quartal wird meiner Meinung nach wichtiger sein als der Tagesanstieg vom 20. Juli. Dabei geht es nicht nur um das ausgewiesene Ergebnis je Aktie. Anleger sollten sich ansehen, wie sich die Verbindlichkeiten, die Vorzugsaktien, die Zahlungsmittel und die Zahl der ausstehenden Aktien entwickelt haben. Ein positiver Bitcoin-Effekt kann im Ergebnis spektakulär aussehen, während sich die Position der einzelnen Aktionäre trotzdem verschlechtert. Die Frage ist also nicht nur, ob Strategy reicher wird, sondern ob der Wert je Aktie und die finanzielle Stabilität mitwachsen.

    Dass der Kurs so weit unter dem früheren 52-Wochen-Hoch liegt, würde ich übrigens nicht als automatisches Schnäppchen interpretieren. Ein Rückgang von mehreren hundert Dollar kann bedeuten, dass die Aktie übertrieben gefallen ist. Er kann aber auch zeigen, dass sich die Bewertung dauerhaft verändert hat. Wer nur auf den Abstand zum alten Hoch schaut, vergleicht schnell zwei völlig unterschiedliche Marktphasen miteinander. Ein niedrigerer Kurs bedeutet nicht zwangsläufig eine niedrigere Bewertung, wenn sich die Aktienzahl und die Kapitalstruktur inzwischen deutlich verändert haben.

    Für mich bleibt daher vor allem die Frage offen, ob Strategy künftig noch genug Kapital zu vernünftigen Bedingungen aufnehmen kann, ohne die bisherigen Aktionäre immer weiter zurückzudrängen. In einem starken Bitcoin-Markt mag das Modell beeindruckend funktionieren. In einem schwachen Markt muss sich aber zeigen, ob die Reserve wirklich schützt oder nur Zeit kauft. Und Zeit ist bei 1,76 Milliarden Dollar jährlichen Zahlungen eben auch ein ziemlich teures Gut.

    Unterm Strich sehe ich hier weniger eine klassische Aktie als ein Finanzierungsmodell, dessen Erfolg stark vom Vertrauen in Bitcoin und in das Management abhängt. Das kann durchaus aufgehen, aber man sollte nicht allein wegen eines Tagesplus von 5,7 Prozent davon ausgehen, dass die schwierigsten Fragen bereits beantwortet sind. Für mich wären die nächsten Quartalszahlen, die Entwicklung der Aktienzahl und die Kosten der Finanzierung deutlich aussagekräftiger als der aktuelle Kursimpuls.
    Was mir noch auffällt: Der Vergleich mit Twenty One, Metaplanet und Strive könnte für Anleger ziemlich spannend sein. Wenn mehrere Firmen dasselbe Treasury-Modell kopieren, entscheidet am Ende vielleicht nicht nur der Bitcoin-Bestand, sondern vor allem, wer am vernünftigsten finanziert und am wenigsten verwässert.
    Die widersprüchlichen Bitcoin-Zahlen find ich auch ziemlich komisch, gerade bei so ner Firma sollte man doch wissen wieviel Coins genau im Tresor liegen. Und diese ganzen Vergleichsunternehmen wie Metaplanet oder Strive zeigen wohl, das dass Modell jetzt überall kopiert wird, was den Markt aber auch noch unübersichtlicher macht.
    Interessant finde ich auch den Vergleich mit Twenty One, Metaplanet und Strive. Wenn immer mehr Firmen dieses Modell kopieren, wird sich wohl erst zeigen, wer wirklich solide finanziert ist und nicht nur vom Hype profitiert. Gerade bei fallenden Bitcoin-Kursen dürften Unterschiede bei Schulden und Kapitalbeschaffung schnell sichtbar werden.

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    Zusammenfassung des Artikels

    Strategy-Aktie steigt um 5,7 Prozent, während neue Aktien die USD-Reserve auf 3,2 Milliarden USD erhöhen und die Bitcoin-Bestände unverändert bleiben.

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