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Bitcoin zwischen Dominanzverlust, Fed-Druck und institutioneller Öffnung: Der aktuelle Pressespiegel zeigt, wie Zinspolitik, Tokenisierung und neue Bankangebote den Kryptomarkt verändern. Während Analysten eine wachsende Bedeutung alternativer Netzwerke erwarten, rücken Bitcoin-Reserven, Sparkassen und die Reaktion der Märkte auf die US-Notenbank in den Fokus.
Bitget-Analyst erwartet schrittweisen Verlust der Bitcoin-Dominanz
Ryan Lee, Chief Analyst von Bitget Research, sieht Bitcoin weiterhin als Reservewährung und Liquiditätsanker der Kryptoindustrie. Im Gespräch mit tippinpoint.ch erklärt er jedoch, dass sich die Märkte langfristig schrittweise von der Bitcoin-Dominanz lösen könnten, sobald Smart-Contract-Netzwerke, DeFi und tokenisierte reale Vermögenswerte eigene Cashflows und Gebühreneinnahmen erzielen.
Nach Einschätzung von Lee hat der vierte Bitcoin-Zyklus seinen Höhepunkt bereits erreicht. Bitcoin notierte am 7. Oktober 2025 bei 124’774 Dollar; derzeit befinde sich der Markt in der Bärenphase. Sollte sich die historische Entwicklung wiederholen, könnte der Tiefpunkt noch drei bis vier Monate entfernt liegen, etwa im Oktober 2026, mit einem möglichen Rückgang auf 40'000 bis 50’000 Dollar. Als Gegenargument nennt Lee den bereits beobachteten Rückgang von 48 Prozent sowie die institutionelle Nachfrage über ETFs.
Beim Boom tokenisierter Vermögenswerte sieht Lee einen wesentlichen Unterschied zwischen der Anwendungsebene und der Blockchain-Infrastruktur. Der wirtschaftliche Wert fliesse vor allem an Emittenten wie Blackrock, Circle und Ondo, während Netzwerke wie Ethereum oder Solana wegen des Wettbewerbs von über 100 Netzwerken und niedriger Gebühren kaum Preismacht ausüben könnten.
Für Anleger empfiehlt Lee, nicht ausschließlich die technische Struktur eines Tokens zu betrachten. Entscheidend seien der zugrunde liegende Vermögenswert und die damit verbundenen Rechte, etwa Eigentumsansprüche, Umsatzbeteiligungen oder Stimmrechte. Die Tokenisierung könne Marktzugang, Liquidität und operative Effizienz verbessern, verändere jedoch nicht automatisch das Risiko-Rendite-Profil des Basiswerts.
Bei der Infrastruktur erwartet Lee kein vollständiges Verdrängen geschlossener durch offene Systeme. Wahrscheinlicher sei ein mehrschichtiges Modell mit genehmigungsgebundenen Netzwerken für institutionelle Abwicklungen und öffentlichen Blockchains wie Ethereum und Solana für Privatkunden, DeFi und globale Liquidität. Als Beispiele für die Annäherung nennt er den JPM Coin auf Canton und Base sowie Chainlink CCIP.
Die gegenwärtige Pilotphase der Tokenisierung bezeichnet Lee kurzfristig als fragmentiert. Über die Hälfte der tokenisierten Vermögenswerte weist demnach nur minimale wöchentliche On-Chain-Aktivität auf; identische Vermögenswerte würden chainübergreifend mit Preisunterschieden von ein bis drei Prozent gehandelt. Gleichzeitig arbeiten GL1, SWIFT und die DTCC an Standards und Interoperabilität.
Zum digitalen Euro sagt Lee, dieser sei nicht als Konkurrenz zu Kryptowährungen konzipiert. Er solle digitales Bargeld ersetzen, keine Rendite bieten, eine Obergrenze von 3000 Euro pro Konto haben, nicht programmierbar und zentral gesteuert sein. Die eigentlichen Konkurrenten seien Visa, Mastercard und PayPal; der zentrale Wettbewerb finde zwischen dem digitalen Euro und auf Euro lautenden Stablecoins statt.
Ripple habe laut Lee in bestimmten Zahlungskorridoren einen praktischen Nutzen bewiesen. Überweisungen zwischen Japan und den Philippinen könnten in weniger als einer Sekunde abgewickelt werden; das Netzwerk verarbeite monatlich rund 15 Milliarden Dollar mit über 300 institutionellen Partnern. Viele Partner nutzten jedoch die Technologie, ohne XRP einzusetzen, und das Volumen sei nur ein Bruchteil des täglichen SWIFT-Volumens.
Die Bereinigung des Tokenmarktes sei nicht erst zu erwarten, sondern bereits im Gange. Über die Hälfte aller jemals geschaffenen Kryptowährungen sei inaktiv, während Börsen jedes Quartal Hunderte von Token aus dem Handel nähmen. Da die Erstellung neuer Token inzwischen kostenlos und sofort möglich sei, dürften spekulative Mikro-Token dennoch dauerhaft Teil des Marktes bleiben.
Bitcoin-Treasury-Unternehmen wie Strategy beschreibt Lee als gehebeltes, institutionelles Bitcoin-Engagement über die Aktienmärkte. Das Modell habe sich in Hausse-Phasen bewährt, sei bei fallenden Kursen jedoch mit Risiken verbunden, weil das Schwungrad günstigen Kapitals bei einem Aktienkurs nahe oder unter dem Nettoinventarwert zum Stillstand kommen könne.
„Bitcoin ist nach wie vor die Reservewährung und der Liquiditätsanker der Branche.“ – Ryan Lee, zitiert von tippinpoint.ch
Zusammenfassung: Laut tippinpoint.ch könnte Bitcoin seine Dominanz schrittweise verlieren, während der wirtschaftliche Nutzen der Tokenisierung vor allem bei Emittenten und Anwendungen anfällt. Der digitale Euro wird als Konkurrenz zu Zahlungsdienstleistern und Euro-Stablecoins eingeordnet, nicht als Ersatz für Bitcoin.
Fed belässt Leitzins bei 350-375 Basispunkten
Die US-Notenbank Federal Reserve hat den Leitzins laut Börse Online in der Spanne von 350-375 Basispunkten belassen. Eine Zinserhöhung, über die bis kurz vor der Entscheidung spekuliert worden war, blieb aus.
Die Entscheidung fiel im Fed-Board mit 9 zu 3 Stimmen. Die drei abweichenden Mitglieder sprachen sich für eine Zinserhöhung aus. Im Statement betonte die Fed, dass die Inflation weiterhin über dem 2-Prozent-Ziel liege und teilweise durch Angebotsschocks, einschließlich des Energiesektors, beeinflusst werde.
Nach Angaben von Börse Online stieg die Wahrscheinlichkeit für zwei Zinserhöhungen im laufenden Jahr laut Fed Watch Tool leicht von 36 auf 38 Prozent. Dieses Szenario sei damit weiterhin das aktuell wahrscheinlichste.
Die erste Reaktion der Märkte fiel dennoch positiv aus. Die US-Börsen, die zuvor schwach gewesen waren, legten leicht zu, während die Renditen einjähriger US-Staatsanleihen nachgaben. Bitcoin und Gold konnten gewinnen; USD/EUR notierte leicht schwächer.
Zusätzliche Aufmerksamkeit richtete sich auf die Quartalszahlen von Meta und Microsoft. Beide Unternehmen sollten um 22 Uhr ihre Ergebnisse vorlegen, die laut Börse Online ebenfalls deutliche Auswirkungen auf den weiteren Börsenverlauf haben könnten.
| Entscheidung und Markterwartungen | Wert |
|---|---|
| Leitzinsspanne | 350-375 Basispunkte |
| Abstimmung im Fed-Board | 9 zu 3 Stimmen |
| Wahrscheinlichkeit für zwei Zinserhöhungen | 36 auf 38 Prozent |
| US-Inflation im Juni, CPI auf Jahresbasis | +3,5 Prozent |
| Erwartung der Analysten für den CPI | 3,8 Prozent |
| Kernrate ohne Essen und Energie | 2,6 Prozent |
| Erwartung für die Kernrate | 2,8 Prozent |
Zusammenfassung: Börse Online berichtet von einem unveränderten Fed-Leitzins und einer zunächst positiven Reaktion bei Bitcoin, Gold und den Aktienmärkten. Zugleich bleibt der geldpolitische Kurs wegen der erhöhten Inflation und des weiterhin hawkishen Fed-Statements angespannt.
Bhutan beauftragt 3iQ mit Verwaltung von Bitcoin-Reserven
Die Investmentgesellschaft 3iQ Corp. hat laut Investing.com Deutsch eine Partnerschaft mit der Gelephu Mindfulness City in Bhutan bekannt gegeben. 3iQ soll künftig einen Teil der Bitcoin-Bestände der Sonderverwaltungszone verwalten und in der Stadt im Süden Bhutans eine Niederlassung errichten.
Das Mandat umfasst die Verwaltung von Fonds, die durch einen Teil der Bitcoin-Reserven der Gelephu Mindfulness City unterlegt sind. Im Dezember 2025 hatte Bhutan angekündigt, bis zu 10.000 Bitcoin aus den nationalen Beständen für die Entwicklung der Gelephu Mindfulness City bereitzustellen.
Die jetzt geschlossene Partnerschaft stellt laut Investing.com Deutsch die erste Allokation eines Teils dieser Reserven dar. 3iQ-CEO Pascal St-Jean bezeichnete die Übertragung als bedeutende Verantwortung und verwies auf die institutionelle Disziplin sowie die globale Erfolgsbilanz des Unternehmens.
Jigdrel Singay, Board Director der Gelephu Mindfulness City, erklärte, die Kooperation sei ein wichtiger Schritt beim Aufbau des Digital-Asset-Managements. 3iQ solle als institutioneller Gründungspartner beim Aufbau eines Fonds-Ökosystems in der Sonderverwaltungszone helfen.
3iQ wurde 2012 gegründet und verwaltet Anlagen in digitalen Vermögenswerten. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Coincheck Group N.V. und hat börsengehandelte Produkte auf Bitcoin und Ethereum an globalen Börsen aufgelegt.
Die Gelephu Mindfulness City ist eine Sonderverwaltungszone im Süden Bhutans. Ihr Ziel ist die Schaffung eines Wirtschaftszentrums. Beide Organisationen kündigten an, in den kommenden Monaten weitere Meilensteine bekannt zu geben.
| Angaben zur Partnerschaft | Wert |
|---|---|
| Angekündigte Bitcoin-Reserve für Gelephu Mindfulness City | bis zu 10.000 Bitcoin |
| Gründung von 3iQ | 2012 |
| Standort der Gelephu Mindfulness City | Süden von Bhutan |
Zusammenfassung: Investing.com Deutsch berichtet, dass 3iQ erstmals einen Teil der für Gelephu vorgesehenen Bitcoin-Reserven verwalten soll. Die Partnerschaft verbindet die staatlich unterstützte Entwicklung der Sonderverwaltungszone mit einem institutionellen Digital-Asset-Management.
Sparkassen planen Krypto-Angebot ab Oktober
Die Sparkassen-Finanzgruppe will laut BTC-ECHO ab Oktober erstmals Kryptowährungen anbieten. Damit öffnet sich einer der größten Bankenverbünde Europas für Bitcoin und weitere digitale Vermögenswerte.
Stefan Marotzke, Pressesprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, erläuterte gegenüber BTC-ECHO, weshalb der Verband den Schritt jetzt geht. Für viele Deutsche sei die Hausbank der erste Ansprechpartner bei Geldanlagen, wodurch das Angebot der Sparkassen eine größere Reichweite im Kryptomarkt ermöglichen könnte.
BTC-ECHO nennt als zentrale Themen des Vorhabens die angebotenen Kryptowährungen zum Start, die Rolle der MiCA-Regulierung und die Frage, welche Kunden das Angebot nutzen können. Die Regulierung habe den Weg für das Angebot geebnet.
Mit dem Einstieg gelangt der Handel mit Bitcoin und weiteren Kryptowährungen in einen etablierten deutschen Bankensektor. Der genaue Umfang des Angebots und die konkreten Zugangsvoraussetzungen werden im Beitrag als zentrale Fragen für Anleger hervorgehoben.
Zusammenfassung: BTC-ECHO berichtet über den geplanten Start eines Krypto-Angebots der Sparkassen-Finanzgruppe ab Oktober. MiCA wird als regulatorische Grundlage genannt; das Angebot soll Kryptowährungen für Kunden eines großen deutschen Bankenverbunds zugänglich machen.
Bitcoin reagiert nach Fed-Entscheidung zunächst positiv, fällt später zurück
Die Federal Reserve hat den Leitzins laut Blocktrainer unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 % belassen. Vor der Entscheidung war eine Beibehaltung nur zu circa 70 % eingepreist; eine Zinserhöhung war mit circa 30 % berücksichtigt.
In der ersten Reaktion erholten sich die Märkte, und auch Bitcoin konnte zunächst zulegen. Nach der Pressekonferenz setzte jedoch ein Abverkauf ein, der Bitcoin auf neue Tagestiefs führte.
Vor der Sitzung hatten die Märkte unter stärkerem Abgabedruck gestanden. Der Nasdaq 100 verlor seit Mittwoch vergangener Woche mehr als 6 %. Der südkoreanische Aktienindex KOSPI fiel seit Wochenauftakt um mehr als 15 % und lag damit rund 40 % unter dem Mitte Juni erreichten Allzeithoch.
Als Belastungsfaktoren nennt Blocktrainer Zweifel an der Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit KI-bezogener Investitionen sowie die Eskalation im Irankonflikt. Die daraus resultierenden höheren Energiepreise erhöhten die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsschritte.
Vor der Notenbanktagung lag laut Polymarket die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung in diesem Jahr bei 78 %, nachdem sie Mitte Juli 51 % betragen hatte. Nach der Entscheidung sank sie von 78 auf 63 %.
Bitcoin hatte am Dienstag der Vorwoche bei knapp 67.000 US-Dollar gehandelt und fiel am folgenden Tiefpunkt auf circa 62.650 US-Dollar. Vor der Fed-Sitzung erholte sich BTC und bewegte sich zwischen 63.500 und 64.000 US-Dollar.
Die Entscheidung war nicht einstimmig: Drei der zwölf stimmberechtigten FOMC-Mitglieder, Beth Hammack, Neel Kashkari und Lorie Logan, votierten für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Bei der Sitzung im Juni, bei der der Leitzins ebenfalls unverändert blieb, hatte noch Einstimmigkeit geherrscht.
Nach der Pressekonferenz verlor der Nasdaq 100 seine zwischenzeitlichen Gewinne und rutschte auf den niedrigsten Stand seit dem 30. April. Der Rückgang seit dem Allzeithoch lag damit bei fast 12 %. Gleichzeitig stiegen die Renditen von US-Staatsanleihen deutlich an.
Die Erwartungen für die nächste Sitzung im September wurden dennoch etwas optimistischer. Vor der Entscheidung lag die eingepreiste Wahrscheinlichkeit, dass der Leitzins dann in der aktuellen Spanne bleibt, bei weniger als 20 %; danach waren es circa 40 %.
Blocktrainer verweist zudem auf die US-Inflationsrate für Juni von 3,5 %, die weiterhin über dem 2-%-Ziel der Federal Reserve liegt. Für Bitcoin bleibe die US-Geldpolitik entscheidend, da BTC in der Vergangenheit besonders stark von Zinssenkungen und zusätzlicher Liquidität profitiert habe.
Als mögliche Perspektive wird die Erwartung von Robbie Mitchnick von BlackRock genannt, dass Bitcoin gegen Ende des Jahres wieder Momentum gewinnen könnte, wenn die US-Staatsschulden im Rahmen der Midterm-Wahlen erneut in den Fokus der Marktteilnehmer rücken.
| Markt- und Fed-Daten | Wert |
|---|---|
| Leitzinsspanne | 3,50 bis 3,75 % |
| Wahrscheinlichkeit keiner Zinsänderung vor der Sitzung | 70 % |
| Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung vor der Sitzung | 30 % |
| Bitcoin-Niveau am Dienstag der Vorwoche | knapp 67.000 US-Dollar |
| Bitcoin-Tiefpunkt | circa 62.650 US-Dollar |
| Bitcoin vor der Sitzung | zwischen 63.500 und 64.000 US-Dollar |
| Nasdaq-100-Rückgang seit Mittwoch der Vorwoche | mehr als 6 % |
| KOSPI-Rückgang seit Wochenauftakt | mehr als 15 % |
| KOSPI-Rückgang seit dem Allzeithoch | rund 40 % |
| Bitcoin-Preis nach der Fed-Veröffentlichung | 64.500 US-Dollar |
| US-Inflationsrate im Juni | 3,5 % |
Zusammenfassung: Blocktrainer beschreibt eine zunächst positive, nach der Pressekonferenz jedoch negative Bitcoin-Reaktion auf den unveränderten Fed-Leitzins. Inflation, Energiepreise, Anleiherenditen und die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen bleiben die wichtigsten marktbewegenden Faktoren.
BTC-ECHO: Fed belässt Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent
Auch BTC-ECHO berichtet, dass die Federal Reserve den Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent belassen und auf eine Zinserhöhung verzichtet hat. Bitcoin reagierte unmittelbar nach der Veröffentlichung positiv und stieg auf 64.500 US-Dollar.
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtete sich anschließend auf die Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh. Da die Inflation weiterhin über dem Zielwert von zwei Prozent liegt und die Ölpreise zuletzt deutlich gestiegen sind, bleibt der geldpolitische Ausblick angespannt.
BTC-ECHO verweist außerdem auf höhere Renditen amerikanischer Staatsanleihen. Diese erhöhen die Attraktivität sicherer Anlagen und können dadurch Druck auf Aktien und Kryptowährungen ausüben.
Bei der Sitzung veröffentlichte die Fed weder neue Konjunkturprognosen noch einen aktualisierten Dot Plot. Deshalb erhielten Aussagen von Warsh zur Inflation, zu den Ölpreisen und zur nächsten Sitzung im September besonderes Gewicht.
Für Bitcoin sei die ausgebliebene Zinserhöhung zunächst eine Entlastung. Ein überraschender Zinsschritt hätte den US-Dollar und die Anleiherenditen vermutlich gestärkt und den Kryptomarkt zusätzlich belastet.
BTC-ECHO betont jedoch, dass die erste Marktreaktion nicht endgültig sein müsse. Sollte Warsh weitere Zinserhöhungen in Aussicht stellen, könnte Bitcoin unter Druck geraten; würde er dagegen eine längere Zinspause signalisieren, könnten fallende Renditen und ein schwächerer Dollar Bitcoin kurzfristig unterstützen.
„Die erste Marktreaktion dürfte daher noch nicht endgültig sein.“ – BTC-ECHO
Zusammenfassung: BTC-ECHO sieht in der unveränderten Zinsspanne zunächst eine Entlastung für Bitcoin, weist aber auf die Bedeutung der Fed-Kommunikation hin. Inflation, Ölpreise und die Erwartungen für die September-Sitzung bestimmen demnach den weiteren geldpolitischen Rahmen.
Einschätzung der Redaktion
Die Entwicklung unterstreicht, dass sich der Kryptomarkt institutionell verbreitert, ohne dass Bitcoin kurzfristig seine zentrale Rolle verliert. Entscheidend wird sein, ob neue Netzwerke und tokenisierte Vermögenswerte tatsächlich nachhaltige Cashflows erzeugen oder überwiegend spekulative Aktivitäten bleiben.
Gleichzeitig zeigt die uneinheitliche Fed-Entscheidung, wie empfindlich digitale Vermögenswerte auf Zins- und Liquiditätserwartungen reagieren. Die institutionelle Nachfrage kann Rückgänge abfedern, ersetzt aber keine klarere geldpolitische Perspektive.
Die stärkere Einbindung durch Bhutan, Sparkassen und regulierte Anbieter erhöht die Marktakzeptanz. Sie dürfte jedoch auch die Qualitätsunterschiede zwischen tragfähigen Projekten und dauerhaft spekulativen Token deutlicher sichtbar machen.
Kernaussage: Der Markt professionalisiert sich, bleibt aber stark von Liquidität, Regulierung und realem wirtschaftlichem Nutzen abhängig.
Quellen:
- Bitget-Chefanalyst: Bitcoin wird seine Dominanz schrittweise verlieren
- Fed veröffentlicht Zinsentscheid - das bedeutet es für Aktien, Euro, Bitcoin und die Börse
- 3iQ erhält Mandat zur Verwaltung von Bitcoin-Reserven für Bhutans Gelephu City
- Bitcoin und Co. bei der Sparkasse: Kommt jetzt der Krypto-Durchbruch?
- Federal Reserve lässt den Leitzins unverändert – Bitcoin-Kurs fällt
- Fed lässt Leitzins unverändert – so reagiert Bitcoin















