IWF meint: Kryptowährungen könnten die Nachfrage nach Fiatwährungen reduzieren

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Der stellvertretende Direktor des Kapitalmarkt Departments vom internationalen Währungsfond, Dong He, äußerte sich in einer detaillierten Analyse über das Dasein von Kryptowährungen und deren Einfluss auf Zentralbanken, sowie Fiatwährungen.

Volatilität

Bitcoin und Co. haben auf Grund der Volatilität ein starkes Imageproblem. Der Wert der Kryptowährungen basiert, weil sie als Wertpapiere gehandelt werden, auf der Wertschätzung und demnach der Nachfrage der Investoren. Diese Investoren spekulieren auf den Wert, wodurch der Kurs schwankt. Dieses Problem gilt bei einer Fiatwährung nicht. Der Wert dieser Währung wird aktiv durch Zentralbanken und deren Geldpolitik beeinflusst. Problematisch sei laut Dong He außerdem die Skalierbarkeit von Kryptowährungen. Sei diese Problematik gelöst und werden die Währungen mehr zum Handel gegen Waren und Dienstleistungen genutzt, würde der Kurs sich stabilisieren. Einen Kompromiss stellen schon sogenannte Stablecoins dar, die an den Wert einer Fiatwährung gebunden sind und durch ein spezielles System verteilt werden.

Transaktionen

Die Vorteile einer Krypto-Transaktion sind die Geschwindigkeit und die Anonymität. Sie werden zudem Peer-to-Peer durchgeführt und sind unabhängig von zentralen Organen oder dritten Parteien. Dadurch, dass die Ledger gesichert ist und die Transaktionen verifiziert werden. Krypto-Transaktionen kommen laut He nah an die Anonymität des Fiat-Bargelds heran.

Deflation

Dadurch dass es nur eine begrenzte Menge an Bitcoins gibt, ist die Kryptowährung gegen Inflation resistent. He bemängelt dennoch, dass Bitcoin und Co. nicht genügend Funktionen erfüllt, die ein stabiles monetäres System haben sollte. Dies sei vor allem der fehlende Schutz vor einer strukturellen Deflation und die Eigenschaft, flexibel Geldnachfrage-Schocks abzufangen. Fangen Investoren an, Kryptowährungen zu horten, statt sie im Umlauf zu bringen, wirkt sich dies auch negativ auf die Bewegung im Markt aus. Ähnliches war bei der Weltwirtschaftskrise zu beobachten.

Zentralbanken und Geldpolitik

Derzeit beeinflussen Zentralbanken durch ihre Zinspolitik den Finanzmarkt der Fiatwährungen. Falls Kryptowährungen zukünftig eine größere Rolle als Rechnungseinheit spielen, müssten laut He Zentralbanken die Fiatwährungen durch weitere Maßnahmen stabilisieren. Eine Möglichkeit sei das Anpassen der Fiatwährungen an den Zahn der Zeit. Denkbar seien nationale Kryptowährungen. Des Weiteren hätten Zentralbanken nur die Möglichkeit, den Markt für Kryptowährungen stärker zu regulieren. Dies spiegelt das Verhalten der meisten Zentralbanken wider.


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