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Zwischen KI-Rechenzentren, Bitcoin-Mining, ETF-Zuflüssen und Blockchain-Sicherheitsrisiken nimmt der Kryptomarkt unterschiedliche Richtungen. Der Pressespiegel zeigt, welche Chancen und Belastungsproben Riot Platforms, XRP, MANTRA, Advanced Blockchain und Krypto-KI-Projekte derzeit prägen.
Riot Platforms zwischen KI-Infrastruktur, Bitcoin-Mining und neuen Analystenzielen
Riot Platforms treibt nach Angaben von Börse Express und Ad-hoc-news.de den Wandel vom Bitcoin-Miner zum Betreiber von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz voran. Im Mittelpunkt stehen ein 20-Jahres-Vertrag über 191 Megawatt am Standort Rockdale in Texas, eine neue Kreditlinie über 573 Millionen US-Dollar von Morgan Stanley sowie die zunehmende Unterstützung durch institutionelle Investoren und Analysten.
Der Vertrag mit Anthropic soll laut Börse Express vertraglich zugesicherte Einnahmen von rund 9,1 Milliarden US-Dollar bringen. Durch mögliche Verlängerungsoptionen könnte dieser Betrag auf bis zu 16,1 Milliarden US-Dollar steigen. Die ersten 96 MW sollen bis Dezember 2027 betriebsbereit sein, die vollständige Inbetriebnahme der 191 MW ist für Juni 2028 vorgesehen.
Zusätzlich arbeitet Riot an einem kleineren Geschäft mit AMD. Dabei wurden bereits 25 MW fertiggestellt, während weitere 50 MW kontrahiert sind. Ad-hoc-news.de berichtet, dass Riot zusammen mit dem AMD-Vertrag insgesamt 241 Megawatt an Rechenzentrumskapazität verbindlich verplant hat.
Als weiteren möglichen Wachstumstreiber nennt Ad-hoc-news.de den Corsicana-Campus. Für die gesamte Fläche liegt eine unverbindliche Absichtserklärung mit einem einzigen Interessenten vor. Bei vollständigem Ausbau könnte der Standort laut CEO Jason Les mehr als eine Milliarde Dollar Jahresmiete generieren; die Absichtserklärung bindet jedoch keine Partei.
Die finanzielle Ausgangslage beschreibt Börse Express mit liquiden Mitteln von mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar. Darin enthalten seien rund 548,9 Millionen US-Dollar in bar sowie 11.380 Bitcoin, die zum Bewertungszeitpunkt etwa 666 Millionen US-Dollar wert waren.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Neue Kreditlinie | 573 Millionen US-Dollar |
| Anthropic-Vertrag | 20 Jahre |
| Rechenzentrumskapazität für Anthropic | 191 MW |
| Vertraglich zugesicherte Einnahmen | rund 9,1 Milliarden US-Dollar |
| Mögliche Einnahmen mit Verlängerungsoptionen | bis zu 16,1 Milliarden US-Dollar |
| Verbindlich verplante Gesamtkapazität mit AMD | 241 MW |
Bei der operativen Entwicklung zeigt sich laut Börse Express weiterhin eine Übergangsphase. Im zweiten Quartal stieg der Gesamtumsatz um 14 Prozent auf 174,2 Millionen US-Dollar, gleichzeitig entstand ein Nettoverlust von 237,2 Millionen US-Dollar. Der Erlös aus dem Bitcoin-Mining sank auf 113,7 Millionen US-Dollar, während sich die Einnahmen im Engineering-Bereich auf 37,3 Millionen US-Dollar verdreifachten.
Die Aktie beendete den Handel laut Börse Express bei 17,04 Euro und lag damit 5,3 Prozent unter dem Vortag. Das Papier notierte rund 36 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 26,52 Euro. Ad-hoc-news.de meldete dagegen einen Anstieg um gut 5 Prozent auf 20,38 Dollar und verwies auf ein 52-Wochen-Hoch von 30,32 Dollar.
Die strategische Neuausrichtung stößt bei institutionellen Investoren auf Interesse. Das Duquesne Family Office von Stanley Druckenmiller baute im zweiten Quartal 2026 laut Börse Express eine neue Position von 754.800 Aktien auf. Der Hedgefonds Citadel erhöhte sein Engagement im zweiten Quartal um 229 Prozent.
Auch die Analysten passten ihre Kursziele an. Morgan Stanley hob das Kursziel laut Ad-hoc-news.de von 36 auf 43 Dollar an und bestätigte die Einstufung „Overweight“. JPMorgan erhöhte das Kursziel von 20 auf 22 Dollar und verwies auf attraktive Konditionen des Anthropic-Vertrags. Börse Express nennt für Morgan Stanley ein Kursziel von 43 US-Dollar, für JPMorgan 22 US-Dollar sowie ein durchschnittliches Analysten-Kursziel von 32,17 US-Dollar.
Gleichzeitig bleibt das klassische Mining-Geschäft belastet. Die Bitcoin-Netzwerk-Hashrate sank laut Ad-hoc-news.de um etwa 21 Prozent, während die Margen schrumpften. Für die langfristige Energieversorgung prüft Riot zudem gemeinsam mit Terrestrial Energy den Einsatz kleiner modularer Reaktoren; vorgesehen ist eine potenzielle Gesamtkapazität von bis zu 4 Gigawatt an Standorten in Texas und Kentucky.
„AI Landlord“ – Riot Platforms positioniert sich laut Börse Express als Vermieter von Rechenkapazität an KI-Unternehmen.
Infobox: Riot Platforms verbindet ein wachsendes KI-Infrastrukturgeschäft mit dem weiterhin belasteten Bitcoin-Mining. Die wichtigsten Eckpunkte sind der Anthropic-Vertrag über 191 MW, mögliche Einnahmen von bis zu 16,1 Milliarden US-Dollar und die neue Kreditlinie über 573 Millionen US-Dollar.
XRP steigt nach Trump-Treffen und ETF-Zuflüssen
XRP legte laut Börse Express am Samstag um 18 Prozent zu und notierte bei 1,50 US-Dollar. Innerhalb von sieben Tagen stieg die Kryptowährung um rund 40 Prozent, auf Monatssicht lag das Plus bei 31 Prozent. Seit Jahresbeginn blieb hingegen ein Minus von 18 Prozent.
Der Kurs lag damit 38 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,09 US-Dollar. Börse Express führt die Bewegung auf zwei zeitgleiche Ereignisse zurück: US-Finanzminister Scott Bessent kündigte eine Verdopplung der langlaufenden Anleiherückkäufe des Finanzministeriums von 2 auf 4 Milliarden Dollar je Operation an, während Präsident Trump den Ripple-CEO Brad Garlinghouse im Weißen Haus empfing.
Die Anleiherückkäufe sollen vom 9. September bis 4. November laufen. Nach der Ankündigung sank die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen von 5,34 auf 5,196 Prozent, während der Dollar auf ein Drei-Monats-Tief fiel.
Parallel dazu forderte Trump den Kongress öffentlich zur Verabschiedung des CLARITY Act auf. Der Gesetzesentwurf soll die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC für digitale Assets klären. Die Cloture-Abstimmung im Senat ist laut Börse Express für den 15. September angesetzt.
| Entwicklung | Angabe |
|---|---|
| Tagesplus | 18 Prozent |
| Aktueller Kurs | 1,50 US-Dollar |
| Sieben-Tage-Entwicklung | rund 40 Prozent Plus |
| Monatsentwicklung | 31 Prozent Plus |
| Jahresentwicklung | 18 Prozent Minus |
| 50-Tage-Durchschnitt | 1,09 US-Dollar |
Die institutionelle Nachfrage unterstützte die Rallye. Spot-XRP-ETFs verzeichneten am Donnerstag Nettozuflüsse von 13,24 Millionen Dollar und damit den dritten positiven Tag in Folge. Bitwise-Kunden kauften laut Börse Express an einem Tag rund 16,89 Millionen Dollar XRP; die verwalteten Vermögen der Fonds stiegen auf über eine Milliarde Dollar, verglichen mit 933 Millionen Dollar am 14. August.
Auch On-Chain-Daten deuteten auf eine hohe Nachfrage größerer Marktteilnehmer hin. Großanleger kauften innerhalb von 96 Stunden mehr als 300 Millionen XRP. In Südkorea stieg das Handelsvolumen auf der Börse Upbit um 273 Prozent auf 1,84 Milliarden Dollar, während XRP zum meistgehandelten Asset wurde.
Ripple arbeitet derweil an einem institutionellen Kreditmarkt auf dem XRP Ledger. Gemeinsam mit Clearpool und Cicada Partners soll ein Markt entstehen, der RLUSD als Kreditasset nutzt. Clearpool stellt die Infrastruktur bereit, Cicada übernimmt Kreditvergabe und Kreditmanagement, während Ripple sich als Limited Partner zu gleichen Konditionen beteiligt.
Für die Umsetzung sind laut Börse Express Zustimmungen der Validatoren zu den Amendments XLS-66 und XLS-65 notwendig. Erforderlich sind 80 Prozent Zustimmung, aktuell liegt die Quote bei rund 40 Prozent. Auch die am 6. August veröffentlichte Version 3.3.0 des XRP Ledger enthält Funktionen wie vertrauliche Transfers für institutionelle Zwecke und gebündelte Transaktionen, die noch nicht live sind und ebenfalls die Zustimmung der Validatoren benötigen.
Im juristischen Hintergrund verweist Börse Express auf den Rückzug der Berufung durch die SEC im Mai sowie einen Vergleich mit Ripple über rund 50 Millionen Dollar. Dieser Betrag liegt unter der Zivilstrafe von 125 Millionen Dollar, die Richterin Torres im August 2024 verhängt hatte.
Infobox: XRP profitiert von einem Tagesplus von 18 Prozent, ETF-Zuflüssen und erhöhtem Handelsvolumen in Südkorea. Als nächste wichtige Termine gelten der Start der Anleiherückkäufe am 9. September und die Cloture-Abstimmung zum CLARITY Act am 15. September.
MANTRA-Token fällt nach Exploit auf Rekordtief
Der MANTRA-Token fiel laut CoinDesk und Cryptonews.net um bis zu 18,5 Prozent auf ein Rekordtief. Der Kurs erreichte 0,004126 USD, bevor die MANTRA-Blockchain die Blockproduktion stoppte und Transaktionen, Endpunkte, Einzahlungen sowie Auszahlungen einfrierte.
Nach Angaben von CoinDesk sank MANTRA von 0,005060 $ auf das Allzeittief von 0,004126 $. Anschließend erholte sich der Kurs auf etwa 0,0044 $, blieb jedoch innerhalb von 24 Stunden um rund 10 Prozent im Minus. Das Handelsvolumen stieg gleichzeitig um fast 600 Prozent auf 24 Millionen $.
Der zuletzt aufgezeichnete Block wurde laut CoinDesk um etwa 23:13 Uhr UTC erzeugt. Das geschah wenige Minuten nach dem Erreichen des Tiefststands um etwa 23:10 Uhr UTC am Donnerstag. Rund eine halbe Stunde später kündigte MANTRA den Stopp in einem Beitrag auf X an.
MANTRA erklärte zunächst, das Netzwerk vorsorglich angehalten und alle Endpunkte sowie Transaktionen eingefroren zu haben. Ein- und Auszahlungen an betroffenen Börsen wurden ebenfalls ausgesetzt.
Später teilte das Projekt mit, ein Angreifer habe eine Schwachstelle in einer „upstream dependency“ ausgenutzt. Dabei handelt es sich um Software, die von MANTRA Chain verwendet, jedoch außerhalb des Netzwerks selbst entwickelt wurde.
„Wir haben die Schwachstelle identifiziert und bereiten nun die Veröffentlichung eines gepatchten Updates vor“, teilte das MANTRA-Team mit.
Die Validatoren blieben offline, während die Entwickler die Fehlerbehebung vorbereiteten und testeten. Für den Neustart ist eine Koordination mit der Gruppe der Betreiber erforderlich, die Transaktionen verifizieren und den Betrieb der Blockchain sicherstellen.
MANTRA verfolgt nach eigenen Angaben die Geldbewegungen und arbeitet mit Börsen zusammen. Der vollständige Umfang des Vorfalls, die konkret ausgenutzte Software, die Funktionsweise des Angriffs und die Frage, ob Vermögenswerte verloren gingen, waren laut CoinDesk und Cryptonews.net noch nicht bekannt gegeben beziehungsweise bestätigt.
Der Ausfall betrifft öffentliche Endpunkte der Chain, Validatoren, Brückenoperationen und die von MANTRA verwalteten Verbindungen zur Kommunikation mit anderen Blockchains. Der Vorfall folgt auf den Einbruch des ehemaligen OM-Tokens um mehr als 90 Prozent im April 2025, bei dem mehr als 5 Milliarden US-Dollar an Marktwert vernichtet wurden.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Rückgang auf Rekordtief | 18,5 Prozent |
| Ausgangskurs | 0,005060 $ |
| Rekordtief | 0,004126 $ |
| Erholter Kurs | etwa 0,0044 $ |
| Handelsvolumen | 24 Millionen $ |
| Anstieg des Handelsvolumens | fast 600 Prozent |
Infobox: MANTRA stoppte die Blockproduktion nach einem Exploit in einer extern entwickelten Softwareabhängigkeit. Der Token fiel auf 0,004126 USD beziehungsweise 0,004126 $, während der vollständige Umfang des Vorfalls und mögliche Vermögensverluste noch nicht bestätigt waren.
Advanced Blockchain vor Hauptversammlung und strategischer Neuausrichtung
Die Aktie der Advanced Blockchain AG stieg laut Börse Global um 12 Prozent auf 1,18 Euro. Der Kurssprung erfolgte im Vorfeld der ordentlichen Hauptversammlung am 27. August in Frankfurt am Main und wurde neben spekulativen Positionierungen mit einem freundlichen Umfeld für Blockchain-Unternehmen in Verbindung gebracht.
Als unterstützenden Faktor nennt Börse Global Berichte von Reuters über eine zunehmende Adaption der Blockchain-Technologie durch US-Finanzinstitute. Unter dem Schlagwort „Wall Street on Blockchain“ würden klassische Finanzprozesse verstärkt auf dezentrale Protokolle übertragen.
Bereits am 7. August kreuzte der Aktienkurs laut der Quelle die 38-Tage-Linie nach oben. Marktbeobachter werteten dies als mögliches Signal für eine kurzfristige Trendwende nach einer Phase erhöhter Volatilität.
Im Beteiligungsportfolio liegt ein Schwerpunkt auf Real-World-Assets und der Tokenisierung realer Sachwerte. Das Portfoliounternehmen Panoptic startete am 15. Juni die Plattform-Version v2. Diese ermöglicht den On-Chain-Handel mit tokenisierten Anteilen, darunter Beteiligungen an Unternehmen wie SpaceX.
Advanced Blockchain meldete außerdem am 1. Juni den Abschluss einer Darlehensvereinbarung zur Finanzierung des laufenden operativen Geschäfts. Angaben zum genauen Volumen und zu den Konditionen wurden laut Börse Global nicht veröffentlicht. Am 15. April gab das Unternehmen per Ad-hoc-Mitteilung eine Veränderung innerhalb des Vorstands bekannt.
Die Aktie hatte im bisherigen Jahresverlauf 54 Prozent verloren. Trotz des aktuellen Kursanstiegs lag sie weiterhin deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 3,69 Euro, das im September des vergangenen Jahres erreicht wurde.
Cryptonews.net verweist zusätzlich auf eine frühere Erholung, über die Börse Express berichtet habe. Demnach legte die Aktie um 9,8 Prozent auf 1,10 Euro zu, nachdem sie am Vortag mit 0,90 Euro ein neues 52-Wochen-Tief markiert hatte.
Im Mittelpunkt der geplanten Neuausrichtung steht laut Börse Express die Strategie „ABAG 2.0“. Zusammen mit dem Analysewerkzeug „ABX Analytics“ sollen zusätzliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge generiert werden. Außerdem soll die Handelslizenz im Emirat Dubai stärker monetarisiert werden, unter anderem durch die selektive Begleitung von Tokenisierungsprojekten.
Der geprüfte Jahresabschluss für 2025 wies laut Cryptonews.net einen Umsatzanstieg von 0,23 Millionen Euro auf 0,31 Millionen Euro aus. Gleichzeitig erhöhte sich der Jahresfehlbetrag von 1,78 Millionen Euro im Vorjahr auf 3,48 Millionen Euro. Wertberichtigungen von insgesamt 1,5 Millionen Euro betrafen Forderungen gegenüber der nakamo.to GmbH aus Remscheid und der Incredulous Labs Ltd. mit Sitz auf Zypern.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Kursanstieg | 12 Prozent |
| Aktueller Kurs | 1,18 Euro |
| Hauptversammlung | 27. August |
| Rückgang im Jahresverlauf | 54 Prozent |
| 52-Wochen-Hoch | 3,69 Euro |
| Umsatz 2025 | 0,31 Millionen Euro |
| Jahresfehlbetrag 2025 | 3,48 Millionen Euro |
| Wertberichtigungen | 1,5 Millionen Euro |
Infobox: Advanced Blockchain steht vor der Hauptversammlung am 27. August und meldete einen Anstieg auf 1,18 Euro. Im Fokus stehen „ABAG 2.0“, die Dubai-Handelslizenz, Panoptic v2 sowie der Umsatz von 0,31 Millionen Euro und der Jahresfehlbetrag von 3,48 Millionen Euro für 2025.
Fidelity hinterfragt die Krypto-KI-Agenten-These
BeInCrypto berichtet über eine Analyse von Fidelity Digital Assets zu den Risiken der Verbindung von KI-Agenten und öffentlichen Blockchains. Senior Research Analyst Max Wadington veröffentlichte den Bericht am 19. August.
Fidelity sieht als eines der größten Risiken das Szenario, dass KI-Agenten öffentliche Blockchains umgehen. Geschlossene Systeme großer Technologieunternehmen und Fintech-Plattformen könnten ähnliche Aufgaben übernehmen und dabei Vorteile bei Leistung, Kosten, Nutzererlebnis und regulatorischer Klarheit bieten.
Diese Einschätzung steht laut BeInCrypto der Position von Zach Pandl, dem Leiter der Grayscale-Forschung, gegenüber. Pandl erwartet, dass der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz Nachfrage erzeugen kann, die öffentliche Blockchains bedient.
Als mögliche Gewinner der KI-Nachfrage nannte Pandl Ethereum, Solana, Worldcoin und Bittensor. Die Nachfrage könne aus den Bereichen agentische Finanzen, überprüfbare Dokumentation und dezentralisierte KI kommen.
Fidelity führt mehrere weitere Risiken an. Hohe Zahlungsvolumina könnten zwar die Nutzung fördern, würden aber meist geringe Gebühren bringen und mit etablierten Finanzinstituten sowie Technologieplattformen konkurrieren.
Außerdem bedeute mehr Software-Ausgabe nicht zwangsläufig mehr wirtschaftlichen Wert. Die technische Unterscheidungskraft könne schwächer werden, wenn KI die Entwicklung zunehmend zur Ware mache.
Als mögliche dauerhafte Vorteile nennt Fidelity Liquidität, Distribution, Sicherheit und Vertrauen. Sicherheit könnte an Bedeutung gewinnen, weil KI sowohl die Kosten für das Finden von Schwachstellen als auch die Kosten für das Schreiben von Code senke.
Auch Compliance, Identität und Zugriffsrechte gehören zu den zentralen Anforderungen. Systeme mit klareren Lösungen für diese Bereiche könnten sich laut Fidelity besser für den institutionellen Einsatz eignen.
- Öffentliche Blockchains könnten von geschlossenen KI-Systemen verdrängt werden.
- Zahlungsvolumen muss nicht automatisch zu einem Wertzuwachs nativer Token führen.
- Mehr Software-Ausgabe schafft laut Fidelity nicht zwangsläufig mehr wirtschaftlichen Wert.
- Sicherheit, Liquidität, Distribution und Vertrauen könnten an Bedeutung gewinnen.
- Identität und Zugriffsrechte bleiben für den institutionellen Einsatz relevant.
Fidelity gibt laut BeInCrypto keine konkreten Vorhersagen zu den einzelnen Entwicklungen ab. Die Analyse ordnet die Punkte als Risiken ein, die beeinflussen könnten, wie viel wirtschaftlichen Wert öffentliche Blockchains erfassen.
Infobox: Fidelity sieht technologische, wirtschaftliche und regulatorische Risiken für die Krypto-KI-Agenten-These. Während Grayscale Ethereum, Solana, Worldcoin und Bittensor als mögliche Gewinner nennt, betont Fidelity die Bedeutung von Sicherheit, Liquidität, Distribution, Vertrauen sowie Identität und Zugriffsrechten.
Einschätzung der Redaktion
Die Meldungen zeigen ein uneinheitliches Bild: Bei Riot Platforms ist die strategische Neuausrichtung grundsätzlich substanziell, bleibt aber wegen hoher Investitionen, Verlusten und der Abhängigkeit von einer erfolgreichen Umsetzung risikoreich. XRP profitiert derzeit stark von politischer Unterstützung, ETF-Nachfrage und spekulativem Momentum; die Nachhaltigkeit des Anstiegs hängt jedoch von regulatorischen Fortschritten und tatsächlicher institutioneller Nutzung ab.
Der MANTRA-Vorfall unterstreicht dagegen, dass technische Abhängigkeiten und unzureichend bewiesene Betriebssicherheit unmittelbare Vertrauens- und Liquiditätsrisiken schaffen. Advanced Blockchain muss die angekündigte Neuausrichtung erst durch messbare Erträge belegen. Die grundsätzliche Warnung vor überhöhten Erwartungen an KI und öffentliche Blockchains ist deshalb besonders relevant: Technologische Schlagworte ersetzen weder belastbare Geschäftsmodelle noch robuste Infrastruktur.
Kernaussage: Entscheidend ist nicht die Größe der Ankündigungen, sondern ob daraus verlässlich skalierbare Umsätze, sichere Systeme und nachhaltiger wirtschaftlicher Nutzen entstehen.
Quellen:
- Riot Blockchain Aktie: 573-Millionen-Kredit von Morgan Stanley
- MANTRA-Token stürzt um 18 % auf Rekordtief ab, nachdem Blockchain nach Exploit gestoppt wurde
- Advanced Blockchain Aktie: 12-Prozent-Sprung auf 1,18 Euro
- Riot Blockchain Aktie: Analysten überbieten sich
- XRP: 18 Prozent am Samstag nach Trump-Treffen
- Krypto-News: Advanced Blockchain, MANTRA und Riot Platforms im Fokus















