Veröffentlicht: 15.10.2019

SEC stoppt Telegram Coin!

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US-Börsenaufsicht stoppt Token Sale

Die Securities and Exchange Comission (SEC) hat den Telegram Token Sale gestoppt. Damit sorgt sie erneut für Meldungen im Kryptospace. Vor wenigen Wochen muss Block.one, das Unternehmen hinter EOS, eine Strafe in Höhe von 24 Millionen USD zahlen. Wir schauen auf die Ereignisse.

Token Sale nicht registriert

Die SEC gilt als wachendes Organ im Kryptospace. Am 11. Oktober gab die Kommission nun bekannt, dass sie eine Verfügung gegen den Telegram Token Sale von GRAM-Token ausgesprochen habe. Laut verschiedenen Dokumenten argumentiert die Börsenaufsicht, dass der Token Verkauf weder registriert wurde, noch den Vorschriften entspricht. Der Token wurde nicht als Security-Wertpapier angemeldet. Die ursprüngliche Auslieferung der ersten Token war für den 31.10.2019 geplant. Diese Datum gilt nun als unwahrscheinlich.

SEC will „Überschwemmung“ verhindern

In einer Erklärung gibt Stephanie Avakian, die Co-Direktion der SEC-Abteilung Division of Enforcement bekannt, dass es sich bei der Entscheidung um eine „Notfallmaßnahme“ handelt. Man wolle damit verhindern, dass Telegram den gesamten amerikanischen Markt mit rechtswidrigen Token überschwemmt. In einem anderen Kommentar äußert sich ihr Mitarbeiter Steven Peikin ebenfalls zu der Situation. Seiner Meinung nach habe die SEC sich in der Vergangenheit oftmals in Bezug auf die Wertpapiergesetze geäußert. Diesen sei Telegram nicht nachgekommen.

Telegram hat über 1 Mrd. USD eingesammelt

Telegram konnte bereits im Januar 2018 über eine Milliarde USD einsammeln, um die eigene Blockchain zu entwickeln. Bis dato hat das Unternehmen mehr als 2,5 Mrd. USD durch den TON-Verkauf einnehmen können. Weltweit warten User auf den Start des Telegram Open Networks. Sollte sich der Token Sale als rechtswidrig entpuppen, könnte der Start auf unbestimmte Zeit verzögert werden.

Behörden wachen über Cryptos

Die Maßnahmen gegen Kryptowährungen kursieren in den letzten Monaten verstärkt durch die Medien. Zunächst sprach sich die EZB für harte Regulierung gegenüber Libra aus. In der Folge meldete sich Calibra-Chef und Libra Co-Creator David Marcus mit einer defensiven Haltung zu Wort und betonte, dass Libra nicht die Souveränität der nationalen Währungen bedrohen wird. In mehreren Tweets führte Marcus an, dass Libra kein neues Geld schaffen wolle, sondern das Ziel verfolge „ein besseres Zahlungsnetzwerk zu sein, das auf den bestehenden Währungen aufbaut und den Verbrauchern auf der ganzen Welt einen sinnvollen Mehrwert bietet“.

EOS, Telegram, Kik

In den folgenden Wochen wurden unter anderem Maßnahmen gegen EOS, Telegram und Kik verhängt. Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden scheinen aktuell besonders aufmerksam auf das Kryptospace zu schauen. Für viele User stellt sich die Frage, was die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen für die größte Kryptowährung, den Bitcoin, bedeuten.

Auswirkungen auf den Bitcoin

Vor einigen Monaten sprach noch viel für einen zukünftigen Zweikampf zwischen Libra und Bitcoin. In den letzten Wochen kamen jedoch überwiegend negative Nachrichten aus dem Libra-Umfeld. Zunächst äußerten Deutschland und Frankreich ernsthafte Zweifel an den Stable Coin-Projekt. Danach verabschiedeten sich PayPal , Stripe u.v.m. aus der Libra Association. Schon jetzt glauben viele User, dass Libra niemals erscheinen wird.

Der Nutzen der Dezentralität

Der Bitcoin repräsentiert keine private Einheit. Selbst bei einem hypothetischen Verbot, könnte der Bitcoin weiterhin transferiert werden. Zudem funktioniert das Bitcoin Netzwerk auf eigene Faust, ohne sich auf eine „third party“ zu berufen. Allerdings könnten die Sicherheitsorgane die großen Kryptobörsen ins Visier nehmen. Knapp zehn Jahre nach der ersten Bitcoin-Transaktion zeigt sich, dass Satoshis Schritt, anonym zu bleiben, bis heute wichtig für den Bitcoin ist.

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