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Bitcoin zwischen Erholung und Crash-Warnungen: Während der Kurs nahe 80.000 US-Dollar notiert und einzelne Altcoins kräftig zulegen, verschärfen Experten ihre Warnungen vor Systemrisiken, Zinsdruck und einem möglichen Einbruch auf 50.000 US-Dollar. Der Pressespiegel beleuchtet die wichtigsten Treiber, Prognosen und Gefahren für den Kryptomarkt.
Bitcoin zwischen Systemrisiken, Erholung und Crash-Warnungen
Der Kryptomarkt steht im Zeichen gegensätzlicher Einschätzungen. Während Bitcoin nahe der Marke von 80.000 US-Dollar notiert und einzelne Kryptowährungen in der Handelswoche deutlich zulegen konnten, warnen Marktbeobachter zugleich vor strukturellen Risiken, einer möglichen geldpolitischen Belastung und einem erneuten starken Kursrückgang.
WiWo: Co-Pierre Georg warnt vor Risiken für das Kryptosystem
Die WirtschaftsWoche berichtet über die kritische Einschätzung von Co-Pierre Georg, dem 44-jährigen Leiter des Centre for Digital Economics der Frankfurt School of Finance. Georg erklärt, dass er zunächst skeptisch gegenüber Bitcoin gewesen sei, durch die intensivere Beschäftigung mit der Kryptowährung jedoch zu einer noch kritischeren Haltung gelangt sei.
Als ein zentrales Risiko nennt Georg das US-Unternehmen Strategy, das in den vergangenen Jahren massiv Bitcoin gekauft habe. Das Geschäftsmodell, wiederholt neues Kapital aufzunehmen und in Bitcoin zu investieren, sei lange Zeit vom Markt akzeptiert worden, geriet laut Georg jedoch ins Stocken, als der Kryptomarkt einbrach. Um weiteres Kapital von Anlegern zu erhalten, habe Strategy eine hochverzinsliche Vorzugsaktie ausgegeben, deren Zinsen weiter steigen.
Die Dividendenrendite dieser Vorzugsaktie liege mittlerweile bei etwa zwölf Prozent. Georg betont gegenüber der WirtschaftsWoche, dass hohe Zinsen bei einer Investition nicht unbedingt positiv seien, sondern vor allem ein Zeichen für ein hohes Risiko darstellen könnten.
Strategy habe zuletzt wiederholt Bitcoin verkauft, um den Druck abzufedern. Für Georg liegt das Problem jedoch weniger in kurzfristigen Kursausschlägen als in einem möglichen konstanten Verkaufsdruck. Der Indexanbieter MSCI prüfe, ob Unternehmen wie Strategy, deren Geschäftsmodell im Grunde im Kauf von Bitcoin bestehe, aus seinen Indizes ausgeschlossen werden sollten. Ein solcher Schritt könnte dazu führen, dass Strategy aus vielen ETFs herausfällt und der mechanische Kaufdruck nachlässt.
Georg geht nicht davon aus, dass Strategy schnell pleitegeht. Sollten sich die Kurse jedoch nicht stabilisieren, könnten die rund 840.000 Bitcoin des Unternehmens nach und nach auf den Markt kommen.
Als besonders schwerwiegendes Szenario bezeichnet Georg Probleme beim Stablecoin-Emittenten Tether. Tether sei der größte Emittent von Stablecoins. Diese Kryptowährungen sind an den Wert einer Fiatwährung wie den Dollar gekoppelt und sollen nicht im Kurs schwanken.
Nach Darstellung der WirtschaftsWoche wird nur ein sehr kleiner Anteil des Stablecoin-Volumens für Zahlungen genutzt. Der größte Teil diene dem Market-Making und damit der Liquiditätsversorgung von Kryptobörsen. Sollte Tether die Bindung des Stablecoins an den Dollar verlieren, könnten auf den Kryptobörsen unterschiedliche Preise entstehen. Im Zweifel könnten Börsen Auszahlungen stoppen.
Georg verweist zudem darauf, dass Anleger bereits in der Vergangenheit nicht an ihre Kryptowährungen gelangt seien, weil Börsen nicht liquide gewesen seien. Ein solcher Cocktail könne selbstverstärkende Effekte auslösen und weitere Anleger aus dem Markt treiben. Problematisch sei aus seiner Sicht außerdem, dass Tether zu lange keine vollständige Wirtschaftsprüfung gehabt habe, die die Anlage der Einlagen bestätigt.
Den eigenen Angaben zufolge machten Bitcoin bei Tether nur drei Prozent der Einlagen aus. Etwa drei Viertel der Einlagen lägen in US-Staatsanleihen und Cash. Georg unterstellt Tether nicht grundsätzlich falsche Zahlen, hält den Anteil an US-Staatsanleihen in wirklichen Stresssituationen jedoch nicht für ausreichend. Entscheidend sei die Kapitalisierung im Verhältnis zu den Risiken; nach gängigen Eigenkapitalregeln wäre Tether demnach extrem niedrig kapitalisiert.
Eine Einschätzung zum fairen Bitcoin-Wert hält Georg für schwierig, weil dafür auch die tatsächliche Nutzung der Kryptowährung betrachtet werden müsse. Ursprünglich sei Bitcoin als Zahlungsinstrument gedacht gewesen. Laut den von der WirtschaftsWoche wiedergegebenen Industriedaten liegt das globale Zahlungsvolumen pro Jahr in der Größenordnung von 700 bis 850 Millionen Dollar. Allein durch Anlagebetrug habe die Forschung Bitcoin-Zahlungen in Höhe von 2,6 Milliarden Dollar über drei Jahre identifiziert.
Die von Chainanalysis genannte Quote, wonach nur ein Prozent aller Krypto-Transaktionen einen kriminellen Bezug habe, bezeichnet Georg als eine der größten Selbstlügen der Kryptoindustrie. Bei dieser Berechnung werde durch Transaktionen geteilt, wodurch auch Market-Making und andere technische Transaktionen einbezogen würden. Für einen Vergleich müssten Zahlungen mit Zahlungen verglichen werden.
Georg widerspricht außerdem der Sichtweise, dass die Mehrheit der Bitcoin-Nutzer Bitcoin ausschließlich als Anlageobjekt oder Wertspeicher betrachte. Bitcoin habe als Zahlungsmethode für illegales Glücksspiel begonnen und sei als Zahlungsmittel des Darknets groß geworden. Nach aktueller Forschung werde Bitcoin weiterhin in großem Stil für Verbrechen genutzt. Wer heute Bitcoin und andere Kryptowährungen kaufe, stelle aus seiner Sicht Liquidität für diese illegalen Zahlungen zur Verfügung.
Die gesellschaftlichen Nebenwirkungen würden nach Georgs Einschätzung noch nicht ausreichend diskutiert. Dazu gehörten neben Betrug und Sanktionsumgehung auch besonders schwere Straftaten. Georg führt zahlreiche Fälle und Ermittlungen an, die belegten, dass Darknet-Seiten mit kinderpornographischem Material über Bitcoin bezahlt worden seien. Einen Vergleich mit Bargeld lehnt er ab, weil Kinderpornografie und Anlagebetrug aus seiner Sicht keine Bargeldgeschäfte seien.
„Wer heute Bitcoin und Co. kauft, stellt aus meiner Sicht Liquidität für diese illegalen Zahlungen zur Verfügung.“
Zusammenfassung WiWo: Co-Pierre Georg sieht bei Bitcoin und dem Kryptosystem erhebliche Risiken. Im Mittelpunkt stehen mögliche Verkaufszwänge bei Strategy, eine mögliche Tether-Krise, eine aus seiner Sicht unzureichende Kapitalisierung sowie die Nutzung von Kryptowährungen für illegale Zahlungen.
finanzen.net: Bitcoin legt in KW 35 um 1,54 Prozent zu
finanzen.net hat die Kursentwicklung ausgewählter Kryptowährungen in Kalenderwoche 35/26 ausgewertet. Grundlage waren die Kurswerte zum US-Dollar zwischen dem 23.08.2026 und dem 28.08.2026; der Stand der Auswertung ist der 28.08.2026.
Bitcoin belegte mit einem Plus von 1,54 Prozent den sechsten Platz. Ether beziehungsweise Ethereum kam auf ein Plus von 1,25 Prozent und lag damit auf Platz acht. Deutlich stärker entwickelten sich Solana mit 11,12 Prozent auf Platz drei, Monero mit 11,76 Prozent auf Platz zwei und VeChain mit 19,27 Prozent auf Platz eins.
| Platz | Kryptowährung | Entwicklung |
|---|---|---|
| 30 | Stellar | -9,27 Prozent |
| 29 | Cardano | -8,54 Prozent |
| 28 | Bitcoin Cash | -8,44 Prozent |
| 27 | Dogecoin | -7,31 Prozent |
| 26 | Ripple | -7,19 Prozent |
| 25 | Polkadot | -6,88 Prozent |
| 24 | Toncoin | -6,62 Prozent |
| 23 | Litecoin | -6,54 Prozent |
| 22 | SHIBA INU | -4,79 Prozent |
| 21 | Tezos | -4,76 Prozent |
| 20 | Ethereum Classic | -4,17 Prozent |
| 19 | Avalanche | -3,11 Prozent |
| 18 | Worldcoin | -2,88 Prozent |
| 17 | Neo | -1,88 Prozent |
| 16 | Tron | -0,90 Prozent |
| 15 | Wrapped TRON | -0,78 Prozent |
| 14 | Binance Coin | -0,40 Prozent |
| 13 | Dai | -0,02 Prozent |
| 12 | USD Coin | 0,01 Prozent |
| 11 | Tether | 0,01 Prozent |
| 10 | Uniswap | 0,09 Prozent |
| 9 | Ethereum | 1,25 Prozent |
| 8 | Chainlink | 1,53 Prozent |
| 7 | Bitcoin | 1,54 Prozent |
| 6 | Lido stETH | 1,72 Prozent |
| 5 | Wrapped Bitcoin | 1,80 Prozent |
| 4 | Solana | 11,12 Prozent |
| 3 | Monero | 11,76 Prozent |
| 2 | VeChain | 19,27 Prozent |
Das Ranking zeigt eine breite Spannweite zwischen den einzelnen Kryptowährungen. Während Stellar mit einem Minus von 9,27 Prozent das Schlusslicht bildete, erreichte VeChain mit einem Plus von 19,27 Prozent die beste Entwicklung unter den ausgewählten Werten.
Infobox finanzen.net: Die Auswertung für den Zeitraum vom 23.08.2026 bis zum 28.08.2026 weist Bitcoin mit 1,54 Prozent im Plus aus. VeChain führte das Ranking mit 19,27 Prozent an, während Stellar mit -9,27 Prozent die schwächste Entwicklung zeigte.
n-tv.de: Bitcoin verharrt knapp unter 80.000 US-Dollar
n-tv.de berichtet, dass Bitcoin knapp unter der wichtigen Marke von 80.000 US-Dollar notiert. Die Märkte warteten demnach auf die Rede des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh bei einem Symposium in Jackson Hole.
Die jüngste Rally der Kryptowährung stimmt die Bullen laut n-tv.de zwar hoffnungsvoll, Analysten warnen jedoch davor, bereits von einem nachhaltigen Sieg zu sprechen. Regulatorischer Rückenwind und Rückkäufe von Staatsanleihen hätten die Anleiherenditen und den Dollar gedrückt und dadurch Zuflüsse in nicht-zinstragende Vermögenswerte gefördert.
Javier Molina von eToro mahnt, den Squeeze bei Bitcoin-Shorts nicht mit dem Beginn einer neuen Phase struktureller Nachfrage zu verwechseln. Nach seiner Einschätzung müssten mehrere Faktoren bestätigen, ob der Aufwärtstrend dauerhaft sei. Dazu gehörten die Stärke des Dollars, die Zinssätze und die ETF-Zuflüsse.
Auch die Entwicklung im Bereich künstliche Intelligenz könne eine Rolle spielen. Sollte die Nervosität über die Investitionsausgaben den Nasdaq nach unten ziehen, werde dies laut Molina wahrscheinlich auch Bitcoin treffen.
„Es sei jedoch wichtig, den Squeeze bei Bitcoin-Shorts nicht mit dem Beginn einer neuen Phase struktureller Nachfrage zu verwechseln.“
Zusammenfassung n-tv.de: Bitcoin befindet sich knapp unter 80.000 US-Dollar, doch Analysten sehen die Rally noch nicht als bestätigt an. Dollarstärke, Zinsen, ETF-Zuflüsse und die Entwicklung des Nasdaq gelten als entscheidende Einflussfaktoren.
OnVista: Short Squeeze und US-Schuldenprobleme treiben Bitcoin und Gold
OnVista beschreibt im BISON Monatsrückblick für August 2026 einen bewegten Markt, der durch Probleme bei den US-Staatsschulden und einen massiven Short Squeeze ausgelöst worden sei. Mirco von Bitcoin2Go und Richard „Richy“ Dittrich von der Gruppe Börse Stuttgart diskutierten dabei die Frage, ob der Bullrun zurück sei.
Die USA hätten angekündigt, ab September weitere Anleihen-Rückkäufe zu tätigen, um die Renditen am langen Ende zu senken. Im Monatsrückblick wird erörtert, was diese Ankündigung über die finanzielle Situation der USA aussagen könnte und warum sie für Kryptoinvestoren relevant sei.
Als Ker Ereignis bezeichnet OnVista den Short Squeeze nach der Treasury-Ankündigung am 19. August. Eine Stunde danach seien knapp 1,3 Milliarden US-Dollar an Bitcoin-Shorts liquidiert worden. Im weiteren Wochenverlauf vom 19. bis zum 22. August habe sich das Volumen auf insgesamt 3,5 Milliarden an Krypto-Shorts summiert.
Daneben thematisiert der Bericht die Zuflüsse in börsengehandelte Fonds. Auch institutionelle Investoren stiegen ein, wobei die Frage offenbleibe, ob dies ein Zeichen für Nachhaltigkeit oder lediglich Ausdruck von Euphorie sei.
Weitere Themen waren die Rede von Kevin Warsh am 28. August, der Ausblick der US-Notenbank, die Konkurrenz zwischen künstlicher Intelligenz und Krypto um Kapital sowie die Umrüstung großer Miner auf KI-Rechenleistung. Außerdem wurde diskutiert, weshalb Ethereum und Solana trotz der Debasement-Story für Bitcoin so stark performten.
Der Monatsrückblick griff auch die einjährige Haltefrist in Deutschland auf. Mirco und Richy ordneten laut OnVista ein, warum Entscheidungen nicht auf Basis erwarteter Steuern getroffen werden sollten.
| Aspekt | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Anleihen-Rückkäufe | Ab September angekündigt |
| Liquidierte Bitcoin-Shorts | Knapp 1,3 Milliarden US-Dollar |
| Zeitraum der Bitcoin-Short-Liquidationen | Eine Stunde nach der Treasury-Ankündigung am 19. August |
| Liquidierte Krypto-Shorts | Insgesamt 3,5 Milliarden |
| Zeitraum | 19.-22. August |
| Veröffentlichung des Videos | 28.08.2026 um 16:30 Uhr |
Infobox OnVista: Der Bericht führt die Marktbewegung auf US-Schuldenprobleme, angekündigte Anleihen-Rückkäufe und umfangreiche Short-Liquidationen zurück. Eine Stunde nach der Treasury-Ankündigung am 19. August wurden knapp 1,3 Milliarden US-Dollar an Bitcoin-Shorts liquidiert; vom 19. bis zum 22. August summierten sich die Krypto-Shorts auf insgesamt 3,5 Milliarden.
Börse Online: Bitget-Chefin erwartet Bitcoin-Rückgang auf 50.000 US-Dollar
Börse Online berichtet, dass der Bitcoin zuletzt deutlich gestiegen und nahe an die Marke von 80.000 US-Dollar geklettert sei. Trotz des aktuellen Momentums hält Gracy Chen, CEO von Bitget, die Rally jedoch nicht für nachhaltig und erwartet weiterhin einen Crash noch in diesem Jahr.
Chen ist laut Börse Online überzeugt, dass der aktuelle Anstieg noch nicht das Ende des Bärenmarktes markiert. Deshalb halte sie selbst noch einen signifikanten Teil ihres Portfolios in Stablecoins und warte auf einen Kursrückgang.
„Ich würde sagen, 50.000 US-Dollar ist das Niveau, das ich für einen persönlichen Bitcoin-Rückkauf anpeile.“
Ein Rückgang auf 50.000 US-Dollar würde laut Chen vom aktuellen Niveau aus eine Downside von 37 Prozent bedeuten. Börse Online stellt dieser Einschätzung die deutlich optimistischere Prognose der Investmentbank Bernstein gegenüber.
Bernstein geht in seiner Modellrechnung davon aus, dass Bitcoin bis zum Ende des Jahres sein bisheriges Allzeithoch oberhalb von 125.000 US-Dollar erreichen wird. Mitte 2027 soll der Kurs bei 150.000 US-Dollar liegen, bevor 2029 ein Zyklushöchststand von etwa 300.000 US-Dollar erreicht werde.
Im optimistischen Szenario sieht Bernstein Bitcoin bis Mitte 2027 bei 200.000 US-Dollar und 2029 bei 500.000 US-Dollar. Börse Online weist zugleich darauf hin, dass die Investmentbank insbesondere 2025 und 2026 mit ihren Prognosen für den weiteren Bitcoin-Kursverlauf danebenlag.
| Prognose beziehungsweise Ziel | Angabe |
|---|---|
| Persönlicher Rückkaufkurs von Gracy Chen | 50.000 US-Dollar |
| Downside laut Gracy Chen | 37 Prozent |
| Bitcoin-Prognose von Bernstein bis Ende des Jahres | Oberhalb von 125.000 US-Dollar |
| Bitcoin-Prognose von Bernstein Mitte 2027 | 150.000 US-Dollar |
| Zyklushöchststand von Bernstein 2029 | Etwa 300.000 US-Dollar |
| Optimistisches Szenario Mitte 2027 | 200.000 US-Dollar |
| Optimistisches Szenario 2029 | 500.000 US-Dollar |
Zusammenfassung Börse Online: Gracy Chen erwartet bei Bitcoin noch in diesem Jahr einen Rückgang auf 50.000 US-Dollar und beziffert die mögliche Downside mit 37 Prozent. Bernstein rechnet dagegen mit einem Anstieg auf oberhalb von 125.000 US-Dollar bis Ende des Jahres und nennt für 2029 Kursziele von etwa 300.000 US-Dollar beziehungsweise 500.000 US-Dollar im optimistischen Szenario.
XTB.com: Fed-Zinsangst belastet Bitcoin und US-Indizes
XTB.com berichtet nach der Rede des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh von deutlichem Verkaufsdruck bei Bitcoin und dem S&P 500. Höhere Erwartungen an eine US-Zinserhöhung stärkten den US-Dollar und ließen die Anleiherenditen steigen, wodurch Risikoanlagen spürbar belastet würden.
Laut CME FedWatch kletterte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September auf 57,5 Prozent. Rund 1,5 Stunden nach der Warsh-Rede verzeichneten sowohl der breite S&P 500 als auch Bitcoin Verluste und Gewinnmitnahmen.
Die restriktive Rhetorik zur Preisstabilität stütze den US-Dollar und US-Staatsanleihen auf Kosten von Krypto und Aktien. XTB.com fasst die Marktreaktion damit als Zusammenspiel aus höherer Zinserhöhungswahrscheinlichkeit, Druck auf Risikoanlagen sowie Dollar- und Renditeanstieg zusammen.
- Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September stieg laut CME FedWatch auf 57,5 Prozent.
- Der S&P 500 und Bitcoin verzeichneten rund 1,5 Stunden nach der Warsh-Rede Verluste und Gewinnmitnahmen.
- Die restriktive Rhetorik zur Preisstabilität stützte den US-Dollar und US-Staatsanleihen zulasten von Krypto und Aktien.
Infobox XTB.com: Die Rede von Kevin Warsh verschob die Zinserwartungen zugunsten einer restriktiveren Geldpolitik. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September lag laut CME FedWatch bei 57,5 Prozent; Bitcoin und der S&P 500 gerieten anschließend unter Verkaufsdruck.
Einschätzung der Redaktion
Die entscheidende Erkenntnis ist nicht die kurzfristige Erholung, sondern die außergewöhnlich hohe Abhängigkeit des Kryptomarkts von Liquidität, Zinserwartungen und gehebelten Positionen. Solange diese Faktoren den Markt dominieren, bleibt Bitcoin trotz institutioneller Nachfrage ein spekulatives Risikoasset und kein verlässlich stabiler Wertspeicher.
Besonders relevant sind die möglichen Ansteckungseffekte über hoch verschuldete Marktteilnehmer und Stablecoins. Sie könnten Verkaufsdruck, Liquiditätsengpässe und Vertrauensverluste verstärken. Kursziele von 50.000 US-Dollar bis 500.000 US-Dollar verdeutlichen daher vor allem die enorme Unsicherheit, nicht eine belastbare Prognosespanne.
Kernaussage: Die Rally ist ohne nachhaltige Nachfrage und robuste Marktinfrastruktur nicht bestätigt. Anleger sollten extreme Schwankungen und systemische Risiken höher gewichten als kurzfristige Kursgewinne.
Quellen:
- Bitcoin-Kritik: Co-Pierre Georg warnt vor Systemrisiken bei Kryptowährungen
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