Veröffentlicht: 10.06.2019

Der Brave Browser und der Basic Attention Token – Kryptos beim Surfen verdienen

Brave Browser

Einführung Brave Browser

Die Idee hinter dem Brave Browser stammt von niemand geringerem als Brendan Eich, seinerseits Erfinder von JavaScript und Co-Founder von Mozilla und Firefox. Mit dem Brave Browser verfolgt er das Ziel, einen Gegenpol zum „broken web“ voranzutreiben und massentauglich zu machen. Um den Nutzer vor nerviger Werbung und Cookietracking zu schützen, setzt Brave mit der Kryptowährung BAT auf eine digitale Blockchain-Lösung, welche auch bei Publishern immer mehr Anklang findet. 

Brave als Problemlösung 

In einem 37 Seiten umfassenden Whitepaper werden die Vorteile des Brave Browsers verdeutlicht. Der Open-Source-Browser ist Teil des BAT-Ökosystems und steht für eine neue Vermarktungsart von digitaler Werbung. Die Dreiecksbeziehung zwischen dem Nutzer, den Werbetreibenden und den Entwicklern einer Webseite soll durch das dezentrale System transparenter und leistungsfähiger gemacht werden. Die Werbeeinblendungen sind für viele Internetnutzer ein immenser Störfaktor. Weltweit sind auf den Endgeräten der User mehr als eine halbe Milliarde Add-Blocker installiert, Tendenz steigend.

Im Durchschnitt lädt jeder Nutzer täglich über 2000 Adds und Tracker herunter, wodurch die Geschwindigkeit der Endgeräte extrem verlangsamt wird. Brave möchte die Werbeanzeigen deutlich senken und sinnvoller gestalten. Um die Privatsphäre hervorzuheben, erlaubt Brave außerdem eine Verknüpfung zum anonymen TOR-Browser.

Besonders Chrome-Nutzer werden sich bei einem Wechsel schnell zurechtfinden, da der Brave Browser auf der selben Chromium-Engine basiert und die meisten Erweiterungen enthält. Nach einer fast dreijährigen Testphase ist das Reward-Programm seit 90 Tagen live und erhält gute Resonanzen.  Erst kürzlich sorgte die L.A. Times mit der Meldung, zukünftig den Brave Browser als Publisher zu nutzen, für Furore.

Basic Attention Token als Zahlungsmittel

Mithilfe der ERC-20-basiernden Kryptowährung BAT kann der User im Brave Browser selbst entscheiden, welche Werbung ihm angezeigt wird. Durch das Anschauen einer Werbung kann er aktuell 0.05 BAT pro Spot erwerben, welche jeden Monat auf die BAT-Wallet transferiert werden. Pro Stunde kann man in der Beta-Version maximal fünf Spots pro Stunde anschauen. Dafür muss man im Vorfeld lediglich das „Brave Rewards“-Programm im Browser aktivieren.

Die Betreiber einer Webseite erhalten mit steigenden Aufrufen ebenfalls mehr BAT. Von diesem System profitieren demnach alle Parteien, bis auf ungewollte „third-party“ Add-Trackers. Ein weiterer Anreiz liegt darin, dass der User durch sein Serveverhalten im Internet aktiv BAT verdienen kann. Je mehr er den Brave Browser nutzt, desto mehr Rewards kann er für sich verbuchen. 

Ein Blick auf die Kursentwicklung

Zum Zeitpunkt dieses Artikels (09.09.2019) steht der Token bei einem Wert von 0,34 USD. Das Allzeithoch von 0,98 USD liegt exakt anderthalb Jahre zurück. Die aktuelle Marktkapitalisierung von circa 424 Millionen USD lässt den Basic Attention Token auf Platz 26 rangieren.

Der Konkurrenzkampf zwischen den Privacy Browsern ist enorm und für Brave wird es ein langer Weg, um mit den großen Browser-Optionen auf Augenhöhe mithalten zu können. Dennoch hat das Team um Brendan Eich reichlich Expertise und könnte durch das Micropayment-System langfristig bei Nutzern, die der eigenen Privatsphäre einen hohen Stellenwert einräumen, immer beliebter werden. Man sollte das Projekt von Brave und den Basic Attention Token nicht aus den Augen verlieren.

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1 Kommentar

  • Avatar Helmut schreibt:

    Ein wirklich sehr interessanter Artikel ich wusste bis heute nicht, dass sowas existiert. Ich habe aber die Vorteile davon nicht ganz verstanden. Wann macht es denn Sinn denn Brave Browser zu benutzen? Gibt es keine anderen Möglichkeit BAT zu erwerben? Zb mit Google Chrome?

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