Veröffentlicht: 17.11.2019

Der Kryptowochenrückblick – Facebook startet Pay System

Wochenrückblick – Einführung

Lieber Leser, diese und weitere spannende Krypto-News der Woche haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst:

Das Krypto-Magazin berichtete zu Beginn der Woche von Facebooks neuem Zahlungssystem „Facebook Pay„. Dieses wird vom Unternehmen unabhängig vom Libra Coin auf den Markt gebracht und wurde im Laufe dieser Woche auf dem amerikanischen Markt implementiert.

Es handelt sich dabei um ein Zahlungssystem, welches in der Facebook und der zugehörigen Messenger App verwendet werden kann. Durch die strategische Partnerschaft mit PayPal und Stripe können Nutzer Kreditkarten, Debitkarten und ihr Paypal-Konto in Facebook Pay registrieren. Zukünftig soll eine Zahlungsfunktion auch in den konzernzugehörigen Apps Instagram und Whatsapp zur Verfügung stehen.

Facebook Pay könnte ein strategischer Schachtzug im Kontext der öffentlichen Libra Debatte sein, um dennoch in den Markt der Zahlungsdienstleister einzutreten.

Echtzeitüberweisungen auf Bitcoin.de möglich

Seit Donnerstag bietet Bitcoin.de SEPA-Echtzeitüberweisungen für Verkäufer an. Das bedeutet, dass die Transaktionszeit der Fiatwährung sich auf einige Sekunden verkürzt. Im Zuge dessen profitieren auch die Käufer der Kryptowährungen. Sie erhalten diese schneller, da sich auch die Frist der Zahlungsanweisung verkürzt.

Die Option begrenzt sich zunächst auf Verkäufer, deren Bank den Dienst der Instant-SEPA-Überweisung anbietet. Beim Verkauf auf der Plattform können sie dies dann ausweisen. Das Limit der Echtzeitüberweisungen liegt derzeit noch bei 15.000€ pro Transaktion, soll sich ab Juli 2020 jedoch auf 100.000€ erhöhen.

Deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht warnt vor bulgarischem CFD-Portal

Die BaFin hat mit einem Beschluss vom 4. November entschieden, dass die Dienste von 5capital.com eingestellt werden sollen. Das Urteil ist derzeit vollziehbar, jedoch noch nicht bestandsfähig.

Es handelt sich bei der Plattform um eine Handelsplattform des Unternehmens 21 TEX. Dieses bietet den Handel von CFDs, also Differenzkontrakten, Devisen, Kryptowährungen und Aktien an. Problematisch dabei ist, dass es Einlagengeschäfte vollzieht. Das bedeutet, dass 5capital Gelder von Nutzern als Einlagen der Plattform annimmt. Dies ist aus gesetzlicher Sicht verboten.

Bundestag veranlasst Gesetz für Kryptowerte

Ausgehend von der im September von der deutschen Bundesregierung ausgearbeiteten Blockchain-Strategie gelten Kryptowerte seit dem 14. November vor dem Gesetz als offizielle Finanzinstrumente.

Unter Kryptowerte fallen Kryptowährungen und Security Token. Diese Regulierung geht aus den aktuellen EU-Änderungsrichtlinien für Geldwäsche hervor. Für in Deutschland ansässige Wallet-Betreiber und Kryptobörsen bedeutet dies ab dem 01.01.2020 die Pflicht für eine offizielle Erlaubnis zur Verwahrung von Kryptowerten seitens der BaFin. Es besteht jedoch die Möglichkeit zur Nutzung einer Übergangsfrist. Diese ermöglicht den Betreibern das Einreichen eines Antragwunsches bis zum 31.03.2020 und das Einreichen des vollständigen Antrags bis zum 30.11.2020. Erst danach sei das Vorlegen der BaFin Lizenz notwendig.

Logistikdienstleister UPS startet Blockchain-Projekt für Lieferketten

Die Blockchaintechnologie ist für viele Unternehmen in der Logistikbranche die Chance zur Weiterentwicklung ihrer Dienstleistungen. Mittels transparenter Datenübertragung auf eine Blockchain können Nutzer Trackingdaten verifiziert abrufen.

UPS hat sich nun ebenfalls die Technologie zunutze gemacht und in Kooperation mit Blockchain-Verifizierungsplattform HerdX eine nachverfolgbare Lieferkette für Steaks erstellt. Die Ware wurde von den USA nach Japan geliefert. Die Endnutzer im Steakhouse konnten mittels QR-Code alle Sendungsdaten von der Datenbank abrufen. Diese enthalten beispielsweise die Temperaturdaten der Lieferkette und sollen dem Endnutzer eine Qualitätssicherung gewährleisten. Die Besonderheit dabei ist, dass die Daten rein maschinell erstellt und auf der Blockchain hochgeladen werden. Sie sind nicht manipulierbar und könnten beispielsweise auch für Gesundheitsbehörden von besonderem Interesse sein.

Mittlerweile springen viele Lebensmittelunternehmen auf den Zug der Blockchaintechnologie auf und starten eigene Blockchainprojekte. In China sind zum Teil sogar QR-Codes auf gängigen Supermarktprodukten zu finden.

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