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EZB-Zinspause: Für Bitcoin bleibt die Fed der wichtigere Taktgeber

Dominic Weibel, Head of Research bei Bitcoin Suisse, kommentiert den aktuellen EZB-Zinsentscheid: 
 
Der EZB-Leitzins bleibt vorerst unverändert. Der Ton wird jedoch restriktiver, und für September bleibt eine erneute Straffung plausibel.
Die EZB-Entscheidung spielt auch für die Kryptomärkte eine Rolle. Geopolitische Spannungen wirken über höhere Energiepreise und fragilere Lieferketten tendenziell inflationär und schränken damit den Spielraum für Zinssenkungen in Europa sowie den USA ein. Für Risikoanlagen wie Bitcoin bedeutet das kurzfristig Gegenwind.
 
Entscheidend ist jedoch, welche Zentralbank das Steuer in der Hand hält. Die letzten Zinsentscheide zwischen 2021 und 2026 zeigen, dass sich Bitcoin an Fed-Terminen im Median rund doppelt so stark wie an EZB-Terminen bewegte. Das lässt sich strukturell auch gut nachvollziehen. So wird Bitcoin weltweit primär in US-Dollar bewertet, ein wachsender Teil der institutionellen Liquidität sitzt in den USA, und die US-Geldpolitik wirkt unmittelbar auf Dollarfinanzierung, Treasury-Renditen und die Frage, wie attraktiv Risikoanlagen im Vergleich zu sicheren Zinsen überhaupt noch sind. Die EZB ist damit ein wichtiges Signal für den europäischen Wirtschaftsraum, für Bitcoin jedoch eher ein indirekter Impuls. Ihr Einfluss läuft vor allem über den Euro-Dollar-Wechselkurs, die globale Risikobereitschaft und ihren Beitrag zur internationalen Liquidität.
 
Über einzelne Zentralbankentscheide hinweg ist unsere Einschätzung, dass anhaltender Inflationsdruck langfristig die Knappheitsstory von Bitcoin und Gold stärkt. Kurzfristig bleibt jedoch die globale Liquidität der entscheidende Faktor.
 
Bild-Quelle: Bitcoin Suisse
 
Über Bitcoin Suisse
 
Bitcoin Suisse ist ein führender Premium-Anbieter von Krypto-Finanzdienstleistungen für institutionelle Kunden, Krypto-Stiftungen, Family Offices, Vermögensverwalter und vermögende Privatpersonen. Das Unternehmen wurde 2013 von Krypto-Natives gegründet, hat seinen Hauptsitz in Zug und beschäftigt mehr als 200 Mitarbeitende. Bitcoin Suisse ist in der Schweiz, in Deutschland, Liechtenstein, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und auf Bermuda präsent. www.bitcoinsuisse.com
 
Pressekontakt
 
Lukas Mettler
Media Relations Lead, Bitcoin Suisse
+41 76 502 02 99

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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Kommentare (2)

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  1. Anonymous

    Interessanter Punkt mit dem Fed-Fokus. Viele schauen bei europäischen Anlegern vermutlich zuerst auf die EZB, aber für Bitcoin ist der Dollar eben doch die wichtigere Sprache. Gerade die Treasury-Renditen und die US-Liquidität merkt man am Kryptomarkt oft schneller als irgendeiner Formulierung aus Frankfurt. Trotzdem würde ich den Einfluss der EZB nicht ganz kleinreden: Über den Euro-Dollar-Kurs und die allgemeine Stimmung kann auch eine Zinspause hierzulande ordentlich Bewegung auslösen. Spannend finde ich vor allem den Gegensatz zwischen kurzfristigem Gegenwind und langfristiger Knappheitsstory. Wenn die Inflation wegen Energiepreisen und geopolitischen Problemen hartnäckig bleibt, klingt Bitcoin als begrenztes Gut natürlich attraktiver. Nur hilft diese Erzählung wenig, wenn gleichzeitig die Liquidität abgezogen wird und Anleger lieber in sichere Staatsanleihen gehen. Genau da liegt für mich der Haken: Die Theorie kann stimmen, aber der Markt handelt kurzfristig oft ziemlich gnadenlos nach Finanzierungskosten und Risikoappetit. Die genannten Bewegungen an Fed-Terminen wären deshalb wirklich interessant, wenn man sie noch nach Marktphasen aufschlüsseln würde. In einem Bullenmarkt reagiert Bitcoin wahrscheinlich anders als in einer Phase voller Angst. Der Median über mehrere Jahre ist ein guter Hinweis, aber nicht automatisch eine sichere Regel für den nächsten Entscheid. Am Ende bleibt wohl die alte Krypto-Weisheit: Makro zählt, aber manchmal macht Bitcoin trotzdem einfach sein eigenes Ding. Und wer dann auf den perfekten Einstieg wartet, schaut am Ende wieder nur hinterher.

  2. Anonymous

    Was mir in der Diskussion noch fehlt, ist der Blick auf die unterschiedliche Kommunikation: Die Fed-Entscheide werden weltweit viel stärker verfolgt und oft schon Wochen vorher eingepreist, während die EZB eher über den Euro und europäische Aktien wirkt. Gerade deshalb wäre spannend, ob Bitcoin an EZB-Tagen wirklich direkt reagiert oder ob die Bewegung nur durch parallel laufende Dollar- und US-Rendite-Themen entsteht.

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