Kryptokredit anders definiert

Cypher

New member
Hi Leute,

der erste Thread hier in diesem Subforum beschäftigt sich mit den Anbietern von Kryptokrediten, wie Nexo, Bondora, und co. Ich habe mir die Websites mal kurz angeschaut und so wie es aussieht, geht es bei dem Thema darum, einen Kredit in Fiat zu bekommen, für den man seine Kryptowährungen als Sicherheit hinterlegt.

Nun, beim Begriff Kryptokredit dachte ich zuerst an etwas anderes. Die Sicherheiten lassen wir mal außen vor. Wenn ich zur Bank gehe, kann ich dort einen Kredit in Form von Fiat Geld bekommen. Kryptokredit klingt für mich so, als ob ich einen Kredit in Form einer Kryptowährung bekommen kann.

Auch wenn sich der erste Thread nicht damit beschäftigt, sowas gibt's ja auch. Julian Hosps Firma Cake macht ja sowas in die Richtung. Man hinterlegt seine Coins bei Cake und bekommt dafür eine Rendite. Doch was passiert damit? Irgendwo muss der Cashflow und die Rendite ja her kommen. Wenn ich das richtig verstehe, werden die Coins verliehen, also ein Kryptokredit so wie ich ihn für mich definiert hätte. Stimmt das, oder bin ich da komplett auf dem Holzweg?

Wenn das so ist, stelle ich mir die Frage, wozu ich einen solchen Kryptokredit aufnehmen sollte. Ich muss ihn ja schließlich inkl. Zinsen zurück zahlen. Mir kommen dabei zwei Szenarien in den Sinn, und beide machen wenig Sinn bzw. sind wahrscheinlich viel zu riskant.

Szenario 1 wäre, ich erwarte fallende Kurse und verkaufe die Coins gegen Fiat oder einen Stablecoin. Wenn die Kurse um mehr als die Kreditzinsen gefallen sind, kann ich die Coins zurück kaufen, den Kredit tilgen, und habe damit Rendite gemacht. Aber falls die Kurse steigen und im schlimmsten Fall nie wieder auf meinen Einstiegspreis zurück fallen, bin ich geliefert. Das Risiko ist viel zu groß.

Szenario 2 wäre, ich benutze die Coins auf Derivate-Plattformen, wie BitMEX, um damit zu traden. Das läuft ansich auf das gleiche hinaus, wie Szenario 1, aber ich kann auf steigende und fallende Kurse spekulieren. Gewinn- und Verlustfall wären wie beschrieben. Wiederum ist das Risiko viel zu groß.

Ich muss aber zugeben, dass ich über das zweite Szenario schon nachgedacht habe. Das würde sich aber nur auszahlen, wenn ich einen Kryptokredit aufnehme, der wesentlich höher ist (sagen wir Faktor 10) als das was ich von meinem Gehalt über ein paar Monate beiseite legen kann, um damit zu traden. Je höher der Kredit, desto höher das Risiko und desto leichtsinniger wäre das.

Welche Gründe gibt es noch für einen Kryptokredit so wie ich ihn definiere? Wofür könnte man ihn noch verwenden? Spontan fällt mir noch ein, sollte ich die Coins in Fiat wechseln, um damit irgendwas zu bezahlen, wäre ein möglicher Grund, falls die Konditionen wesentlich besser sind als bei einem klassischen Bankkredit, etwa niedrigere Zinsen oder lockerere Genehmigung.

Ich bin gespannt auf eure Meinung!
 

admin

Alexander Weipprecht
Teammitglied
Wenn das so ist, stelle ich mir die Frage, wozu ich einen solchen Kryptokredit aufnehmen sollte. Ich muss ihn ja schließlich inkl. Zinsen zurück zahlen.
Die Idee ist einfach, du willst deine Bitcoin nicht verkaufen, brauchst aber gerade Geld. Du zahlst lieber 20% Zinsen im Jahr auf einen Kredit bei dem du deine Bitcoin als Sicherheitseinlage hinterlegst, als deine Coins zu verkaufen. Das machst du dann, wenn du von einem stärkeren Wachstum beim Bitcoin als 20% ausgehst.

Wofür könnte man ihn noch verwenden?
Das kommt darauf an...es gibt unterschiedliche Gründe für einen Kredit.
 

Cypher

New member
Die Idee ist einfach, du willst deine Bitcoin nicht verkaufen, brauchst aber gerade Geld. Du zahlst lieber 20% Zinsen im Jahr auf einen Kredit bei dem du deine Bitcoin als Sicherheitseinlage hinterlegst, als deine Coins zu verkaufen. Das machst du dann, wenn du von einem stärkeren Wachstum beim Bitcoin als 20% ausgehst.

Ja, die Idee hinter einem Fiat Kredit mit Cryptos als Sicherheit ist einfach. Ich spreche von einem Kredit in Crypto. also von geborgten Bitcoin.
 

KryptoHarry

New member
Die Idee ist einfach, du willst deine Bitcoin nicht verkaufen, brauchst aber gerade Geld. Du zahlst lieber 20% Zinsen im Jahr auf einen Kredit bei dem du deine Bitcoin als Sicherheitseinlage hinterlegst, als deine Coins zu verkaufen. Das machst du dann, wenn du von einem stärkeren Wachstum beim Bitcoin als 20% ausgehst.


Das kommt darauf an...es gibt unterschiedliche Gründe für einen Kredit.

Ich habe dasselbe Prinzip auch schon bei Gold gesehen (SilverBullion). Jemand besitzt physischen Gold, will es nicht hergeben, aber braucht unbedingt FIAT-Geld. Der Verleiher hat kein Risiko, weil er einfach das Gold bekommt, wenn der Kreditnehmer nicht zurückzahlen kann. Bleibt eben das Risiko, ob der Anbieter/die Plattform vertrauenswürdig ist.
 

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