Veröffentlicht: 18.06.2019

G20-Treffen in Japan – Der Bitcoin rückt in den Fokus

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Einführung

Am 8. und 9. Juni kamen die Zentralpräsidenten und Finanzminister der G20-Staaten in der japanischen Stadt Fukuoka zusammen. Aus dem Gipfeltreffen resultiert eine Communique, welche insgesamt in 14 Beschlüsse unterteilt ist. Einer dieser Beschlüsse thematisiert den Umgang mit Kryptowährungen.

Scholz und Altmeier mit von der Partie

Zu dem G20-Verbund (Gruppe der Zwanzig) gehören die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer der Welt. Die aktuelle G20 erwirtschaftet über 85 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. 19 Mitgliedsstaaten und die Europäische Union bilden das Kollektiv der G20. Der G20-Gipfel wird jährlich in wechselnden Austragungsorten ausgetragen. Deutschland richtete den G20-Gipfel im Jahr 2017 aus, welcher vielen Menschen durch zahlreiche Proteste und Demonstrationen im Gedächtnis geblieben ist.Olaf Scholz und Peter Altmeier repräsentierten in diesem Jahr die deutsche Vertretung.

Der Bitcoin rückt in den Fokus

In dem Beschluss heben die Minister den Vorteil der technologischen Funktionsweisen von Kryptowährungen hervor, und schließen die eigenen Nutzen der Blockchain-Technologie dabei nicht kategorisch aus. So können die Krytowährungen einen „signifikanten Vorteil für das Finanzsystem“ mit sich bringen und auch in der breiten Ökonomie für Neuerungen genutzt werden.

Bitcoin muss auf Dauer reguliert werden

In dem Paper wird punktuell auf die drei Hauptprobleme von Kryptowährungen eingegangen, welche die Minister als Risiko ausmachen. Oberste Priorität hat dabei der Verbraucher- und Investorenschutz. In der Vergangenheit gab es oftmals Meldungen über Schneeballsysteme, Shitcoins, Exit Scams oder andere Methoden mit denen viele unerfahrene Verbraucher getäuscht werden konnten. Des Weiteren müsse man die Möglichkeit der Geldwäsche und der damit verbundenen Terrorfinanzierung langfristig in den Griff bekommen.

Lösungsansätze

Die FATF (Financial Action Task Force) gilt als höchstes Regulierungsgremium für Geldangelegenheiten weltweit. In dem Beschluss wird das Gremium weit oben genannt und könnte die wichtigste Rolle in der Bekämpfung von Kriminalität im Kryptobereich übernehmen. Bei der Regulierung von Finanzgeschäften arbeitete die FATF in der Vergangenheit mit schwarzen Listen, auf denen Länder, die die festgelegten Regeln nicht einhalten, aufgeführt werden. Jedoch gibt es bis dato nur wenige Ausnahmen, in denen die FATF-Standards von Ländern missachtet worden sind.

IOSCO 

Neben der FATF wird in dem Beschluss der mögliche Einsatz der IOSCO (International Organization of Securities Commissions) genannt. Die IOSCO konzentriert sich ebenfalls auf die Einhaltung von internationalen Standards im internationalen Finanzsektor und spezialisiert sich dabei in erster Linie auf der Wertpapierhandel. Diese Qualifikationen lassen sich voraussichtlich exzellent auf den Kryptohandel übertragen.

FSB

Als dritte Institution soll das FSB (Financial Stability Board) den Kampf gegen Cyberkriminalität und Geldwäsche im Kryptobereich aufnehmen. Das FSB kombiniert dabei die Aufgabenfelder der FATF und der IOSCO und sorgt für eine internationale Stabilität im Finanzsektor. 

Kein Bitcoin-Verbot geplant

Die gute Nachricht für Anhänger von Kryptotechnologien ist, dass die G20 sowohl den Bitcoin, als auch andere Assets, vorerst nicht verbieten und durchaus die Vorteile und möglichen Use Cases im Auge behalten. Es bleibt abzuwarten, wie die G20 bei einem steigenden, prozentualen  Anteil der Kryptowährungen gegenüber dem FIAT-Geld reagieren. 

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