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    Krypto-Steuer vor Reform, Strategy verkauft Bitcoin, Märkte reagieren auf US-Inflation

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    15.07.2026 57 mal gelesen 2 KommentareGoogle-News
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    Die geplante Reform der Krypto-Besteuerung sorgt in Deutschland für Diskussionen. Gewinne aus Kryptowährungen könnten künftig wie Kapitalerträge mit rund 26,4 Prozent besteuert werden. Ob die einjährige Steuerfreiheit entfällt und ob es Bestandsschutz für bestehende Coins gibt, ist noch offen.
    Der Haushaltsentwurf 2027 ist noch kein Gesetz und muss erst durch Bundestag und Gesetzgebung. Anleger stehen deshalb vor vielen offenen Fragen zu Haltefristen, Verlustverrechnung und technischer Umsetzung. Auch ein steuerfreier Verkauf mit anschließendem Neukauf wird als mögliche Strategie diskutiert, ist aber mit Kosten und rechtlichen Unsicherheiten verbunden.
    Gleichzeitig sorgt Strategy für Unruhe am Bitcoin-Markt. Das Unternehmen, früher als MicroStrategy bekannt, verkaufte zunächst 32 und später 3.588 Bitcoin, um Liquidität, Dividenden und Zinszahlungen abzusichern. Damit wird die bisherige strikte HODL-Strategie deutlich flexibler.
    Die Kehrtwende ist relevant, weil Strategy rund 844.000 Bitcoin hält und in diesem Jahr einen großen Teil der institutionellen Nachfrage ausgemacht hat. Künftig können die Bitcoin-Reserven auch für weitere Verkäufe oder Kapitalmaßnahmen genutzt werden. Experten sehen darin vor allem ein Signal für höhere Unsicherheit und stärkere Abhängigkeit von Finanzierungsbedingungen.
    Für kurzfristige Unterstützung sorgten bessere US-Inflationsdaten. Die Gesamtinflation sank von 4,2 auf 3,5 Prozent, die Kerninflation von 2,9 auf 2,6 Prozent. Bitcoin stieg auf rund 64.700 US-Dollar, während auch Ethereum und mehrere Altcoins zulegten. Trotzdem bleibt der Markt wegen Steuerplänen, institutionellen Verkäufen und makroökonomischen Risiken besonders schwankungsanfällig.

    Steuerpläne, Bitcoin-Verkäufe und neue Impulse von den US-Märkten prägen den aktuellen Kryptomarkt. Der Pressespiegel zeigt, warum Anleger jetzt besonders auf politische Entscheidungen, institutionelle Strategien und Inflationsdaten achten sollten.

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    Krypto-Steuer, Bitcoin-Verkäufe und neue Marktimpulse: Der Pressespiegel

    Geplante Neuregelung der Krypto-Besteuerung sorgt für Diskussionen

    Die taz berichtet über die geplante Überarbeitung der Besteuerung von Kryptowährungen. Bisher bleiben Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin und anderen Kryptowährungen für Privatpersonen steuerfrei, wenn die digitalen Vermögenswerte mindestens ein Jahr gehalten wurden.

    Wer vor Ablauf dieser Haltefrist verkauft, kann bislang eine Freigrenze von 1.000 Euro Gesamtgewinn aus allen privaten Veräußerungsgeschäften innerhalb eines Jahres nutzen. Wird diese Grenze überschritten, wird der gesamte Gewinn mit dem individuellen Einkommensteuersatz versteuert, der bis zu 45 Prozent betragen kann. Eine automatische Abführung der Steuer erfolgt beim Handel mit Kryptowährungen in der Regel nicht; Anleger müssen steuerpflichtige Gewinne selbst ermitteln und in der Einkommensteuererklärung angeben.

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    Das Bundeskabinett beschloss am 6. Juli den Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2027. Darin wird angekündigt, Gewinne aus Kryptowerten künftig den Einkünften aus Kapitalvermögen zuzuordnen. Damit wären sie steuerlich Aktiengewinnen gleichgestellt, für die ein pauschaler Steuersatz von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer gilt.

    Die Änderung ist laut taz noch nicht beschlossen. Der Haushaltsentwurf muss nach dem Sommer den Bundestag durchlaufen. Zusätzlich wäre eine Änderung des Einkommensteuergesetzes erforderlich, für die zunächst ein ausformulierter Gesetzesvorschlag erstellt werden müsste.

    Innerhalb der Koalition gibt es unterschiedliche Positionen. Union und SPD stimmten dem Haushaltsentwurf im Kabinett gemeinsam zu, während sich die Bundestagsfraktion von CDU und CSU in der Vergangenheit gegen eine Abschaffung der Haltefrist ausgesprochen hatte. Die SPD möchte die Regelung dagegen bereits seit Längerem abschaffen.

    Offen ist außerdem, ob es Übergangsregelungen oder Bestandsschutz für bereits erworbene Kryptowährungen geben wird. Denkbar wäre, dass sogenannte Altbestände weiterhin nach den bisherigen Regeln verkauft werden dürfen, dauerhaft oder innerhalb einer gesetzlich festgelegten Übergangsfrist.

    International verweist die taz auf unterschiedliche Modelle. Portugal ist demnach das einzige andere EU-Land, in dem Kryptogewinne nach einer einjährigen Haltefrist vollständig steuerfrei sind. Österreich versteuert Gewinne aus Kryptowerten seit 2022 pauschal mit 27,5 Prozent, während in den meisten anderen EU-Ländern Gewinne unabhängig von der Haltedauer besteuert werden.

    Befürworter der Reform erwarten zusätzliche Einnahmen und möglicherweise einen geringeren bürokratischen Aufwand. Kritiker sehen dagegen einen Bruch mit der bisherigen Einordnung von Kryptowährungen als „anderes Wirtschaftsgut“, da Bitcoin und andere Kryptowährungen weder Dividenden noch Stimmrechte oder andere Gesellschafterrechte wie Aktien vermitteln.

    „Wer mit Kryptowerten Gewinne erzielt, soll künftig ebenso seinen Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen wie derjenige, der seinen Arbeitslohn oder Aktienerträge versteuert.“ – Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2027, zitiert von der taz

    Infobox – taz: Die geplante Neuregelung ist noch nicht beschlossen. Im Mittelpunkt stehen die mögliche Abschaffung der einjährigen Haltefrist, die Zuordnung zu den Einkünften aus Kapitalvermögen und die ungeklärte Frage eines Bestandsschutzes.

    Merkur beschreibt mögliche Optionen für Bitcoin-Anleger

    Der Merkur ordnet die geplante Krypto-Steuer in die Konsolidierung des Bundeshaushalts 2027 ein. Der Bundeshaushalt weist laut Bericht eine Lücke von rund 15 Milliarden Euro auf, die die Bundesregierung durch mehrere Maßnahmen schließen will.

    Der Bericht nennt unter anderem Veränderungen bei Krankenversicherung, Rente, Elterngeld und Unterhaltsvorschuss. Beim Krypto-Steuerprivileg soll die bisherige Möglichkeit entfallen, Gewinne nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr vollständig steuerfrei zu realisieren.

    Nach Darstellung des Merkur könnten Kryptogewinne künftig wie Kapitalerträge behandelt werden. Die Abgeltungsteuer liege dann pauschal bei 26,375 Prozent inklusive Solidaritätszuschlag; zusätzlich könne Kirchensteuer anfallen. Bisher orientiere sich die Besteuerung bei steuerpflichtigen Verkäufen am persönlichen Einkommensteuersatz nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes, der für Spitzenverdiener 42 Prozent erreichen könne.

    Der Haushaltsentwurf sei noch kein Gesetz. Eine Abstimmung im Bundestag stehe aus und könnte nach der parlamentarischen Sommerpause im September erfolgen. Für Anleger entstehe dadurch nach Einschätzung des Berichts ein Zeitfenster, in dem bestehende Positionen steuerlich geprüft werden könnten.

    Der Merkur beschreibt als mögliche Vorgehensweise den sogenannten Reload-Ansatz. Dabei könnten Anleger, die Kryptowährungen bereits länger als ein Jahr halten, diese steuerfrei verkaufen und direkt wieder kaufen. Dadurch würden die steuerlichen Anschaffungskosten auf den aktuellen Marktwert angehoben. Transaktionskosten fielen dabei an.

    Ein Bestandsschutz für bereits gehaltene Werte wird als weitere Möglichkeit genannt. Der Bericht verweist darauf, dass es bei der Abschaffung der Spekulationsfrist bei Aktien im Jahr 2009 eine Übergangsregelung für bereits gehaltene Werte gegeben habe. Ob dies auch für Kryptowährungen gelten würde, sei offen.

    Der Artikel thematisiert außerdem rechtliche und technische Fragen. Der Bundesfinanzhof habe Kryptowerte in seinem Beschluss IX R 3/22 aus dem Jahr 2023 als „sonstige Wirtschaftsgüter“ eingestuft und damit rechtlich auf eine Ebene mit Gold gestellt. Eine künftige Besteuerung wie bei Aktien könnte daher in Widerspruch zur höchstrichterlichen Rechtsprechung geraten.

    Auch die technische Umsetzung eines Abgeltungssteuerregimes sei anspruchsvoll. Anschaffungskosten müssten automatisiert übermittelt, Depots gemeldet und Fristen verwaltungsseitig nachgehalten werden. Zusätzlich zweifelt der Bericht an den erwarteten Einnahmen. In Österreich seien statt erwarteter 300 Millionen Euro Mehreinnahmen nur 34 Millionen Euro erzielt worden, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet habe.

    Infobox – Merkur: Der Haushaltsentwurf ist noch nicht rechtskräftig. Genannt werden als offene Punkte der mögliche Bestandsschutz, die Verlustverrechnung, die technische Umsetzung und die tatsächlichen Einnahmen aus der Krypto-Besteuerung.

    Bitcoin Suisse richtet Angebot an vermögende deutsche Krypto-Anleger

    Finanzen100 berichtet über den Start der Schweizer Kryptohandelsplattform Bitcoin Suisse in Deutschland. Das Unternehmen aus Zug will gezielt neue Kunden gewinnen und richtet sich dabei nicht an breite Anlegergruppen, sondern an vermögende Privatkunden mit größeren Beständen in Bitcoin, Ethereum und anderen Digitalwährungen.

    Grundlage für den Markteintritt ist ein Tochterunternehmen in Liechtenstein, das laut Bericht eine Micar-Lizenz erhalten hat. Diese Lizenz erlaubt es, Kryptowährungen in Europa anzubieten und digitale Vermögenswerte im Auftrag von Kunden zu verwahren.

    „Die Micar-Lizenz ist für uns ein echter Gamechanger.“ – Andrej Majcen, zitiert von Finanzen100

    Bitcoin Suisse will sich mit einem spezialisierten Angebot vom Wettbewerb abheben. Im Fokus stehen Anleger mit sechsstelligen Krypto-Beständen sowie Dienstleistungen rund um Verwahrung und weitere digitale Vermögenswerte.

    Zum Angebot gehört auch Staking. Dabei hinterlegen Anleger Kryptowährungen und erhalten dafür eine Vergütung in Form digitaler Einheiten. Der Markteintritt erfolgt laut Finanzen100 allerdings in einem schwierigen Umfeld, da Kryptowährungen wie Bitcoin in den vergangenen Wochen teilweise drastisch gefallen seien.

    Infobox – Finanzen100: Bitcoin Suisse startet in Deutschland mit einer Micar-Lizenz aus Liechtenstein. Zielgruppe sind vermögende Privatkunden mit sechsstelligen Krypto-Beständen; neben Verwahrung wird auch Staking angeboten.

    Strategy beendet strikte HODL-Strategie und verkauft Bitcoin

    The Market – Analysen und Hintergründe aus der Wirtschaft berichtet über die Kehrtwende von Michael Saylor und seinem Unternehmen Strategy, dem ehemals als MicroStrategy bekannten Bitcoin-Vehikel. Strategy war jahrelang einer der größten Käufer von Bitcoin und hatte das Prinzip vertreten, die Kryptowährung niemals zu verkaufen.

    Anfang Juni verkaufte das Unternehmen 32 Bitcoin im Wert von rund 2,5 Mio. $. Die Menge entsprach bei einem Bestand von rund 844’000 Bitcoin lediglich 0,004% des gesamten Bestands. Dennoch löste allein das Signal laut Bericht Unruhe am Kryptomarkt aus.

    Bitcoin fiel innerhalb weniger Tage um rund 18% und näherte sich erstmals seit Herbst 2024 wieder der Marke von 60’000 $. Später verkaufte Strategy 3588 Bitcoin und stellte ein neues „Digital Credit Capital Framework“ vor. Dieses erlaubt ein aktives Kapitalmanagement und damit auch weitere Verkäufe von Bitcoin.

    Das Framework sieht eine Dollar-Barmittelreserve vor, die mindestens zwölf Monate der erwarteten Dividenden- und Zinszahlungen abdeckt. Die Reserve beträgt aktuell rund 2,55 Mrd. $. Zusätzlich wurde ein „BTC Monetization Program“ eingeführt, das zunächst Bitcoin-Verkäufe von bis zu 1,25 Mrd. $ zur Unterstützung der Liquidität vorsieht.

    Strategy kann Bitcoin laut Bericht außerdem verkaufen, um Dividenden und Zinsen zu bedienen, die Barmittelreserve aufzufüllen oder Aktienrückkäufe zu finanzieren. Parallel wurden zwei Rückkaufprogramme über jeweils 1 Mrd. $ aufgelegt: eines für Stammaktien und eines für Vorzugsaktien.

    Hintergrund der Kehrtwende sind der gefallene Bitcoin-Preis und schwierigere Finanzierungsbedingungen. Bitcoin notiert mit etwas über 60’000 $ klar unter dem durchschnittlichen Kaufpreis von rund 75’000 $, den Strategy für seine Bitcoin bezahlt hat.

    Die Finanzierung der Käufe erfolgte in den vergangenen Jahren vor allem über die Ausgabe neuer Aktien, Wandelanleihen und sogenannte „Digital Credit Securities“. Bei der Vorzugsaktie STRC beträgt die Dividende derzeit 12%. Das Papier soll einen Nennwert von 100 $ halten, notiert aktuell aber mit rund 86 $ darunter.

    Auch die Ausgabe neuer Stammaktien sei weniger attraktiv geworden. Der mNAV liege derzeit bei rund 1,1, nachdem der Bewertungsmultiplikator im Winter 2024 zeitweise noch rund vier betragen habe. Dadurch kann Strategy laut Bericht weniger günstig Kapital aufnehmen, um weitere Bitcoin zu kaufen.

    Für den Markt ist insbesondere die Signalwirkung relevant. JPMorgan warnt laut The Market, dass die Finanzierungsreform die Unsicherheit am Bitcoin-Markt erhöhen könnte. Strategy habe in diesem Jahr Kryptowährungen im Wert von rund 8,2 Mrd. $ gekauft; das entspreche etwa 70% der geschätzten Nettozuflüsse in digitale Vermögenswerte seit Jahresbeginn. Das Unternehmen halte rund 4,2% des gesamten Bitcoin-Angebots.

    James Butterfill von CoinShares bewertet die Gefahr eines strukturellen Preiseinbruchs dagegen zurückhaltender. Die Marktstimmung habe einen deutlich größeren Einfluss gehabt als die tatsächlichen Verkäufe. Während der Verkauf von 32 Bitcoin mit einem Kursrückgang von knapp 18% einherging, stieg der Bitcoin-Kurs beim späteren Verkauf von 3588 Bitcoin um 4,5%.

    Eine automatische Liquidation bei einem bestimmten Bitcoin-Kurs drohe Strategy laut Bericht nicht. Das Unternehmen verfüge über unbefristete Vorzugsaktien, bei denen weder eine Pflicht zur Rückzahlung des Kapitals noch ein festes Fälligkeitsdatum bestehe.

    Die Barreserven von rund 2,55 Mrd. $ stünden jährlichen Verpflichtungen gegenüber. Die Dividendenverpflichtungen aus den Vorzugsaktien beliefen sich auf rund 430 Mio. $ pro Quartal, hinzu kämen Zinszahlungen von etwa 10 Mio. $ auf Wandelanleihen. Strategy halte rund 844’000 Bitcoin im Wert von derzeit etwa 52 Mrd. $.

    Infobox – The Market: Strategy hält an Bitcoin fest, erlaubt aber erstmals Verkäufe zur Sicherung der Liquidität. Die Kehrtwende beendet das bisherige HODL-Credo und macht die Bitcoin-Reserven zu einer flexiblen Kapitalquelle.

    US-Inflationsdaten geben Bitcoin und Altcoins Auftrieb

    BTC-ECHO berichtet von deutlichen Kursgewinnen bei Bitcoin und Altcoins nach neuen US-Inflationsdaten. Bitcoin stieg auf rund 64.700 US-Dollar und lag auf Sicht der vergangenen 24 Stunden 3,2 Prozent im Plus.

    Ethereum legte um fast fünf Prozent zu und näherte sich der Marke von 1.900 US-Dollar. XRP und Solana stiegen jeweils um mehr als drei Prozent, Hyperliquid um fast fünf Prozent und ZCash um mehr als neun Prozent. Pi führte die Gewinnerliste mit einem Plus von mehr als 17 Prozent an, während Pump.fun und Lighter jeweils über zwölf Prozent gewannen.

    Auslöser war laut BTC-ECHO ein stärker als erwarteter Rückgang der US-Inflation im Juni. Die Gesamtinflation sank von 4,2 auf 3,5 Prozent. Die Kerninflation ohne schwankungsanfällige Energie- und Lebensmittelpreise ging von 2,9 auf 2,6 Prozent zurück.

    Der Rückgang der Kerninflation verringerte die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank. Die von Polymarket eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli sank nach der Veröffentlichung von über 31 Prozent auf rund 7 Prozent.

    Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen fiel um sechs Basispunkte. Anleger schichteten daraufhin wieder stärker in risikoreichere Anlagen wie Technologieaktien und Krypto-Assets um.

    Hohe Zinsen belasten Bitcoin grundsätzlich, weil Bargeld und Staatsanleihen vergleichsweise sichere Erträge bieten. Nachlassender Inflationsdruck verbessert dagegen das Umfeld für Anlagen ohne laufende Ausschüttungen und mit hohen Kursschwankungen.

    Auch die Aktienmärkte reagierten positiv. Der südkoreanische Kospi stieg um 8,2 Prozent. Gleichzeitig sorgte der Ölmarkt für Unsicherheit: Der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl stieg um rund ein Prozent auf mehr als 85 US-Dollar und verzeichnete den dritten Gewinntag in Folge. In zwei Handelssitzungen verteuerte sich Rohöl um rund elf Prozent.

    Infobox – BTC-ECHO: Bitcoin stieg auf rund 64.700 US-Dollar, nachdem die US-Gesamtinflation von 4,2 auf 3,5 Prozent und die Kerninflation von 2,9 auf 2,6 Prozent gesunken war. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli fiel von über 31 Prozent auf rund 7 Prozent.

    Bitcoin-Markt bleibt zwischen Steuerdebatte, Verkäufen und Zinshoffnungen

    Die zusammengetragenen Meldungen zeigen mehrere gleichzeitig wirkende Einflussfaktoren für den Kryptomarkt. In Deutschland steht eine mögliche Änderung der Besteuerung im Mittelpunkt, während Strategy seine bisherige Verkaufsdoktrin aufgibt und Bitcoin Suisse neue vermögende Kunden gewinnen will.

    Auf der Makroseite sorgen die US-Inflationsdaten für eine Erholung bei Bitcoin und Altcoins. Gleichzeitig bleiben die Finanzierungslage von Strategy, die Entwicklung der Energiepreise und die weiteren parlamentarischen Beratungen zur Krypto-Besteuerung zentrale Themen für den Markt.

    Einschätzung der Redaktion

    Die geplante steuerliche Gleichstellung mit Kapitalerträgen wäre ein grundlegender Einschnitt für deutsche Krypto-Anleger. Entscheidend ist weniger der pauschale Steuersatz als die bislang ungeklärte Behandlung bestehender Bestände: Ohne klaren Bestandsschutz drohen erhebliche Rechtsunsicherheit und kurzfristige Marktverwerfungen.

    Die Kehrtwende von Strategy ist zugleich ein wichtiges Risikosignal. Sobald ein zentraler institutioneller Käufer Bitcoin zur Liquiditätssicherung verkaufen kann, verliert die bisherige Nachfrageerzählung an Verlässlichkeit. Die Kursreaktion dürfte damit zunehmend von Finanzierungsbedingungen und Bilanzrisiken abhängen.

    Die positiven Inflationsdaten verbessern zwar kurzfristig das Umfeld für risikoreiche Anlagen, ändern aber nichts an der erhöhten Anfälligkeit des Marktes. Steuerliche Unsicherheit, mögliche Verkäufe großer Halter und makroökonomische Erwartungen verstärken die Schwankungen und sprechen für eine deutlich selektivere Bewertung von Krypto-Investments.

    Kernaussage: Der Kryptomarkt bleibt grundsätzlich aufnahmefähig, wird aber institutionell, regulatorisch und makroökonomisch deutlich anspruchsvoller.

    Quellen:

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    Gerade der fehlende Bestandsschutz ist für mich der Knackpunkt. Wer seine Coins seit Jahren hält, sollte nicht nachträglich in eine völlig andere Regelung gedrückt werden – sonst wird aus der Reform schnell ein Vertrauensverlust. Und bei Strategy zeigt sich mal wieder, dass „HODL forever“ eben nur gilt, solange die Liquidität mitspielt.
    Zinsskeptiker_42

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    Zusammenfassung des Artikels

    Der Kryptomarkt wird von geplanten Steueränderungen, möglichen Bitcoin-Verkäufen und neuen institutionellen Angeboten geprägt. Angesichts offener Gesetzesdetails und Inflationsdaten bleiben politische Entscheidungen und Marktimpulse entscheidend.

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