Was ist Ethereum?

In Ethereum, FAQ, Währung

Einleitung

Ethereum konnte in kurzer Zeit für große Aufmerksamkeit sorgen. Viele wissen aber überhaupt nicht, worum es sich dabei handelt. Oft wird Ethereum einfach nur als eine weitere Kryptowährung wie Bitcoin verstanden. Zwar verwendete die Plattform tatsächlich zum Teil ähnliche Technologien, verfolgt aber insgesamt ein anderes Konzept.

Datenschutz von Anfang an

Das Prinzip von Ethereum dreht sich zu großen Teilen um den Schutz von Daten. Heute werden solche in allen erdenklichen Formen auf großen Serverfarmen von internationalen Unternehmen wie Google, Microsoft oder Facebook gespeichert. Diese zentrale Speicherung wird von den Firmen auch gerne als “die Cloud” verkauft. Für den Nutzer ergeben sich zwar Nachteile beim Datenschutz, aber eben auch Vorteile bei der Verwendung. Erst durch zentrale Hosting-Services wurde es für viele Privatpersonen und kleine Unternehmen überhaupt erst möglich, eigene Inhalte in hoher Qualität hosten zu können.
Die Schattenseite besteht darin, dass die Kontrolle über die eigenen Daten verloren gehen kann. Nicht nur gab es genügend Beispiele, in denen sich Dritte unbefugt Zugang verschafft haben. Auch die großen Unternehmen selbst standen oft in der Kritik, weil sie die Daten ungefragt weiterreichten oder sie anders als vereinbart verwendeten. Ein bekanntes Beispiel ist der Umgang von Facebook mit Whatsapp. Nach dem Kauf des Messengers wurde eigentlich versprochen, die Daten unter den beiden Plattformen nicht miteinander abzugleichen. Genau das ist dann aber trotzdem geschehen.
Die Zentralisierung des Internets ist so manchem ein Dorn im Auge. Brian Behlendorf, einer der Entwickler des Apache Web Servers, bezeichnet es sogar als die Ursünde des Internets. Techniken wie die Blockchain sollen dabei helfen, das Internet wieder zu dezentralisieren. Genau hier setzt auch Ethereum an. Bitcoin soll das Finanzsystem aufrütteln, Ethereum hingegen möchte im Internet Mittelsmänner vollkommen unnötig machen. Die Vision sieht vor, dass es keine riesigen Unternehmen mehr geben soll, die Daten hosten oder Verträge überwachen.

Was ist Ethereum und wie funktioniert es?

Ethereum selbst schickt sich an, als eine Art dezentraler Computer zu fungieren. Das aktuell vorherrschende Client-Server-Modell soll damit im besten Fall ersetzt werden. Realisiert wird das System durch eine Blockchain. Ein Server oder eine Cloud wird ersetzt durch Tausende von “Nodes”. Eine Node kann von jedem freiwillig aufgesetzt werden und dient als eine Kontrollinstanz. Bei Bitcoin werden damit etwa Transaktionen überprüft und gespeichert. Auch bei Ethereum kommt das gleiche Prinzip zum Einsatz, um Transaktionen der eigenen Währung Ether zu kontrollieren. Die Nutzer bezeichnen die Währung auch gerne als Treibstoff für das System, denn ohne geht es nicht.
Ethereum geht noch einen Schritt weiter und setzt in seinem Netzwerk sogenannte “Smart Contracts” auf. Das sind kleine Programme, die im Netzwerk ablaufen und verschiedene Aufgaben übernehmen können. in den meisten Fällen werden damit Transaktionskonditionen geregelt. Die Smart Contracts sind auch der Grundbaustein für DApps. Diese Bezeichnung steht für dezentrale Anwendungen, die während ihrer Laufzeit auf die richtige Funktion überprüft werden können. Statt der Nutzer sollen auf diesem Wege die Programme gläsern und maximal transparent werden.

Ethereum für alle

Wichtig bei dem System ist auch die Tatsache, dass grundsätzlich jeder teilnehmen kann. Selbst Privatnutzer können problemlos eine eigene Node betreiben und verfügen dann über die gleiche Funktionalität wie jeder andere. Damit sind sie auch in der Lage, mit der bestehenden Infrastruktur Dienstleistungen anzubieten. Was fehlt ist ein großer, zentraler Anbieter, der den Handel in irgendeiner Weise steuern oder beeinflussen könnte. Für die Durchführung vertrauenswürdiger Zahlungen ist die Blockchain mit der Währung Ether verantwortlich. Es ist also kein Apple oder Google mehr nötig, um Zahlungen garantieren zu können. Auch müssen solchen Anbietern keine hohen Beteiligungen mehr gezahlt werden.
Noch dazu gelangen die eigenen Daten nicht mehr in die Hand von Dritten. Ethereum will es ermöglichen, dass nur noch der Besitzer seine Daten kontrollieren, ändern oder löschen kann. Dabei wollen die Macher sich nicht auf Gesetze verlassen, sondern diesen Grundsatz per Code realisieren, sodass er sich nicht einfach umgehen lässt. Jede noch so kleine Änderung wird an alle Nodes weitergegeben, welche diese absegnen müssen. Das System reguliert sich selbst und verlässt sich nicht auf Unternehmen oder Einzelpersonen als Kontrollinstanz.

Was ist Ethereum in der Zukunft?

Noch ist Ethereum am Anfang seiner Reise und es liegt noch ein weiter Weg vor dem System, um die ursprüngliche Vision zu realisieren. Die Entwickler wollen Ethereum in Zukunft stetig verbessern und durch neue Funktionen erweitern. Ob damit tatsächlich irgendwann einmal die heutigen zentralen Systeme abgelöst werden können, steht noch in den Sternen. Hoffnung macht die Entwicklung beim Internet of Things. Gerade bei der Kommunikation von Maschinen sind Smart Contracts eine elegante Lösung und das deutsche Start-up slock.it hat genau dafür auch schon Lösungen parat. In jedem Fall sind die DApps eine interessante Entwicklung und es lohnt sich, diese weiter im Auge zu behalten.
 

 

Aktueller Ethereum Kurs

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