Warum mir 64% Verlust bei meine Kryptowährungen egal sind? Meine 8 Grundregeln?

Datum: 02.06.2022 / 12 mal gelesen

Aktuell bin ich mit einem meiner Krypto-Portfolios 64% im Minus. Aber sollte das Portfolio nicht eigentlich mehrere 1000% Gewinn erzielen? Für die schlechte Performance gibt es einige Gründe. Zum einen hat die FED den Leitzins angehoben, zum anderen hat Terra (Luna) den Markt zum Crashen gebracht. Weitere Ursachen sind Inflation und die wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund des Ukraine-Krieges.

Hier erfährst du, warum ich trotz dieser hohen Verluste die aktuelle Situation als gut bewerte und wieso ich die 64% Verlust als 2000% Gewinn in der Zukunft betrachte.

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Grund 1: Meine Strategie

Ich investiere niemals mehr als ich bereit bin zu verlieren. Das Geld, das in solchen Projekten steckt, ist demnach nur ein kleiner Teil meiner Liquidität. Mein Risiko ist also durch diesen Geldbetrag nach oben hin begrenzt. Als Anleger sollte man sich gerade im Kryptomarkt bewusst sein, dass ein Verlustrisiko immer besteht.

Grund 2: Mein Anlagehorizont

Der zweite Grund, warum ich bei solchen Projekten trotz Verlusten entspannt bin, ist mein Anlagehorizont. Dieser liegt in der Regel bei 4 Jahren. Sollte ich von einem Projekt überzeugt sein und es fällt innerhalb dieses Zeitraums, dann kaufe ich nach und investiere mehr Geld. 

Grund dafür ist, dass ich nur die Entwicklung im gesamten Zeitraum meiner Anlage betrachte. Als grundsätzliche Regel gilt: kurzer Zeithorizont - weniger Wert, langer Zeithorizont - mehr Wert. Das ist meine Perspektive, die ich meinen Projekten zugrunde lege. Ich kann bei hohen Gewinnen einen kleinen Teil schon vorab realisieren, um in neue Projekte zu reinvestieren.

Grund 3: Die Volatilität ist grundsätzlich hoch

Altcoins mit dem Potenzial auf 10.000 % Kursänderung oder mehr schwanken zwischen 10 und 50 % am Tag. Solche Verläufe sind komplett normal, gerade im aktuell schwierigen Marktumfeld aufgrund des Ukraine-Kriegs und der China-Politik. 

Kleine Projekte mit sehr viel Upside Potenzial haben auch ein entsprechend hohes Downside Potenzial. Es sollten sich also nur Leute daran wagen, die ihre Emotionen im Griff haben und solche Kurschwankungen mit ruhigem Gewissen aussitzen können.

Grund 4: Ich investiere in ein Unternehmen

Bei meinen Projekten beschäftige ich mich mit dem inneren Wert der Coins. Ich investiere also nicht in einen Kurs, sondern in ein Unternehmen. Gleichermaßen geht auch Warren Buffett vor. Er sagt, er investiere nicht in einen Dollarpreis, sondern in ein Unternehmen. Genauso sehe ich es bei Coins auch. Dazu schaue ich mir den inneren Wert eines Coins an. 

Faktoren wie in etwa die User-Base, Entwickler des Projekts, Anbindung an andere Blockchains und vieles mehr sind auschlaggebend für diese Analyse. Im Endeffekt investiere ich nur in Projekte, die aus meiner Sicht auch einen Mehrwert und Nutzen schaffen. Generell im Kryptomarkt sollte man sich immer die Frage stellen, ob man hinter dem steht, was ein Projekt beziehungsweise ein Coin macht. Erst dann kann man entscheiden, ob man investiert oder nicht.

Grund 5: Der Dominoeffekt

Wenn der komplette Markt einbricht, ziehe ich meinen Vorteil aus dem Dominoeffekt von Altcoins. Das bedeutet: Wenn der Markt einbricht, leiden folglich auch die Altcoins darunter. Diesen Zeitpunkt kann ich nutzen und günstiger nachkaufen. Der Kryptomarkt ist aber sehr volatil und kann auch schnell wieder steigen.

In solchen Szenarien gilt es, Ruhe zu bewahren. Ernsthafte Gedanken sollte man sich erst dann machen, wenn der komplette Markt steigt und nur das eigene Projekt fällt.

Grund 6: Marktbetrachtung aus der Metaebene

Dieser Punkt hört sich sehr esoterisch an, ist es aber nicht. Metaebene bedeutet nur, dass ich mich über den Prozess stelle und mich nicht durch meine eigenen Emotionen leiten lasse. Hoffnung ist keine Strategie und Angst ist selten ein guter Berater. Solche Emotionen hinterfrage ich und versuche daraus zu lernen. 

Ein wichtiger Punkt zum Mitnehmen: Du bist selbst dafür verantwortlich, wenn du Geld verlierst. Für solche Fälle trifft man vor der Investition eine Risiko-Abwägung. Man sollte bei Verlusten zuerst die Schuld bei sich und nicht bei anderen suchen. Wenn du mehr Geld verloren hast, als du bereit warst zu verlieren, dann hast du zu viel investiert. Aus Verlusten lernt man und es gilt, diese immer zu hinterfragen.

Sich um sein Investment zu kümmern, bedeutet immer, auch aktiv dabei zu bleiben. Manche Leute haben 50.000 € in einem Asset und beschäftigen sich nicht damit, was gerade am Markt passiert. Wenn man so vorgeht, kann man sich hinterher auch nicht beschweren, wenn das Geld weg ist.

Grund 7: In einer Krise ist Cashflow King

Genau für so eine Krisensituation, wie wir sie aktuell erleben, habe ich besondere Setups mit Staking, Lending, Masternodes, Mining und co. Diese Coins sind zwar aktuell zum Teil im Minus, erzeugen aber Cashflow. Ich kann sie dazu verwenden, um zum Beispiel mit einem Coin, der 60% verloren hat, einen Coin mit 90% Verlust und einem höheren Absatzpotenzial zu kaufen.

Genauso gut kann ich Coins verkaufen und daraus meine Kosten wie beispielsweise die Büromiete bezahlen.

Grund 8: Antizyklisches Handeln

Ich mach mir in einer Krise Gedanken darüber, wie meine Strategie im nächsten Bullenmarkt aussieht und umgekehrt. Wer erst wieder im Bullenmarkt darüber nachdenkt, wie er im Bullenmarkt handeln möchte, ist zu spät dran. Das Stichwort lautet "Antizyklisches Handeln".

Du musst dir genau jetzt in der schwierigen Marktphase überlegen, ob es sich lohnt, Coins zu akkumulieren, Lending Stacks aufzubauen oder in Master Mode bzw. Mining zu investieren. Ich habe meine gesamte Mining-Infrastruktur im letzten Bärenmarkt gekauft. Damals waren Miner noch deutlich günstiger als heute.

Dazu musst du verstehen, dass der Gewinn beim Handel im Einkauf und nicht im Verkauf liegt. Durch hohe Verkäufe kann man zwar Gewinn erzielen, entscheidend ist aber, dass man niedrig eingekauft hat. Dieser Aspekt ist ein wesentlicher für ein erfolgreiches Investment und der wichtigste Punkt in diesem Video!

Fazit: Keep Cool

Mein Portfolio ist aktuell bei 64% Verlust und ich mache mir dennoch keine Sorgen, sondern schaue in die Zukunft. Die 8 Grundregeln aus diesem Artikel helfen dir, auch wenn deine Projekte im Minus sind, die Ruhe zu bewahren und bieten dir einen langfristigen Mehrwert für dein Investment!

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