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Starke US-Arbeitsmarktdaten setzen Bitcoin unter Druck und rücken die Zinsentscheidung der Federal Reserve erneut in den Mittelpunkt. Gleichzeitig sorgt ein umstrittener Hard-Fork für Streit in der Bitcoin-Community, während Anleger bereits auf die nächsten Inflationsdaten und die mögliche Marke von 100.000 US-Dollar blicken.
Bitcoin gerät nach starken US-Arbeitsmarktdaten unter Druck
Der US-Arbeitsmarktbericht für August hat die Erwartungen übertroffen. Laut ntv.de wurden 162.000 neue Stellen geschaffen, während die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,1 Prozent lag.
Die überraschend starken Beschäftigungsdaten belasteten risikoreichere Anlagen wie Bitcoin. Der Kurs fiel laut ntv.de wieder unter die Marke von 80.000 US-Dollar und notierte mit einem Minus von 2,4 Prozent bei 79.531 US-Dollar.
| Neu geschaffene Stellen im August | 162.000 |
| Arbeitslosenquote | 4,1 Prozent |
| Bitcoin-Kurs | 79.531 US-Dollar |
| Bitcoin-Veränderung | Minus 2,4 Prozent |
Zusammenfassung: Stärkere US-Jobdaten erhöhten den Druck auf Bitcoin und führten den Kurs laut ntv.de unter 80.000 US-Dollar.
Bitcoin fällt nach Arbeitsmarktdaten zeitweise unter 79.000 US-Dollar
Der Blocktrainer berichtet von einem schnellen Kursrückgang um mehr als 2.000 US-Dollar beziehungsweise über 3 Prozent. Auslöser seien überraschend starke US-Arbeitsmarktdaten für August gewesen, die eine Zinsanhebung der Federal Reserve wieder wahrscheinlicher gemacht hätten.
Bitcoin war am Vorabend laut Blocktrainer auf 82.283 US-Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit 3,5 Monaten. Vor der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten wurde Bitcoin bei circa 81.300 US-Dollar gehandelt; bis 17 Uhr fiel der Kurs weit unter 79.000 US-Dollar.
Im August wurden außerhalb der Landwirtschaft 162.000 neue Jobs geschaffen. Die Erwartungen lagen bei 55.000 Stellen. Zudem wurden die Daten für die beiden Vormonate um insgesamt 55.000 nach oben korrigiert. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,1 Prozent, während die Löhne gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent stiegen.
Auch Gold und Silber gaben nach den Daten nach, allerdings weniger stark als Bitcoin. Die Aktienmärkte zeigten sich laut Blocktrainer weitgehend unbeeindruckt.
| Bitcoin-Hoch am Vorabend | 82.283 US-Dollar |
| Erwartete neue Stellen | 55.000 |
| Nach oben korrigierte Vormonatsdaten | 55.000 |
| Anstieg der Löhne gegenüber dem Vormonat | 0,3 Prozent |
| Zeitpunkt der Inflationsdaten | 11. September |
| Nächstes FOMC-Meeting | 16. September |
Zusammenfassung: Nach einem Anstieg auf 82.283 US-Dollar fiel Bitcoin laut Blocktrainer innerhalb kurzer Zeit um mehr als 2.000 US-Dollar und unter 79.000 US-Dollar.
Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung steigt wieder
Nach Angaben des Blocktrainer fiel die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinsanhebung um 25 Basispunkte am 16. September nach Äußerungen von Christopher Waller zunächst von über 60 auf circa 50 Prozent. Nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten stieg sie wieder auf um die 60 Prozent.
Damit sei aktuell nur zu circa 40 Prozent eingepreist, dass der Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 belassen werde. Die Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent habe weder positiv noch negativ überrascht, sei für die Federal Reserve jedoch eine wichtige Kennzahl.
Der Blocktrainer verweist außerdem auf die Bedeutung der Inflationsdaten für August, die am 11. September gemeldet werden sollen. Diese könnten entscheidend dafür sein, ob es zu einer Anhebung des Leitzinses kommt.
„Soeben wurden hervorragende Beschäftigungszahlen bekannt gegeben, die alle Prognosen (außer meiner!) um das Doppelte oder Dreifache übertreffen – und das ist erst der Anfang!“
Dieses Zitat wird im Artikel Donald Trump zugeschrieben. Gleichzeitig habe Trump Zinssenkungen gefordert und die starken Beschäftigungszahlen als Argument dafür angeführt, dass die USA ein kredittüchtigeres Land seien.
Zusammenfassung: Die Marktteilnehmer preisten nach den Arbeitsmarktdaten wieder eine Wahrscheinlichkeit von um die 60 Prozent für eine Zinsanhebung ein; die Inflationsdaten am 11. September gelten laut Blocktrainer als nächster wichtiger Termin.
BTC-ECHO sieht zunächst ungünstige Aussichten für den Kryptomarkt
BTC-ECHO berichtet ebenfalls, dass der US-Arbeitsmarkt im August deutlich stärker zugelegt habe als erwartet. Dadurch seien neue Argumente für den zuletzt deutlich restriktiveren Kurs des Federal-Reserve-Chefs Kevin Warsh entstanden.
Für den Kryptomarkt seien die Nachrichten zunächst ungünstig. Bitcoin verlor laut BTC-ECHO unmittelbar nach der Veröffentlichung der Zahlen etwas über zwei Prozent.
Zusammenfassung: BTC-ECHO bewertet den starken US-Arbeitsmarkt als Belastungsfaktor für Bitcoin, weil dadurch eine Zinserhöhung wahrscheinlicher wird.
Streit um Bitcoin-Hard-Fork und angeblich „falsche Bitcoins“
Ein Bericht von Yahoo Finanzen Deutschland befasst sich mit Aussagen des Bitcoin-Knots-Entwicklers Luke Dashjr. Er erklärte, große Börsen würden inzwischen „gefälschte Bitcoins“ verkaufen, und machte Plattformen dafür verantwortlich, dass sie keine eigenen Full Nodes betrieben.
Die Aussagen erfolgten wenige Tage nach einem Bitcoin-Hard-Fork, der eine BLAKE2b-Blockchain vom Netzwerk getrennt hatte. Dashjr vertritt die Ansicht, dass erfahrene Betreiber die SHA-256-Blockchain niemals listen würden. In einer Debatte auf X warf er etablierten Börsen außerdem Inkompetenz vor.
Der Bericht beschreibt, dass Dashjrs Position darauf beruht, welches Ledger als maßgeblich betrachtet wird. Seit Monaten argumentiere er, dass Spam-Daten auf der Haupt-Blockchain einen Angriff auf das Netzwerk darstellten. Der ehemalige Ripple-CTO David Schwartz habe diese Behauptung als Unsinn bezeichnet und die SHA-256-Blockchain als „Spamcoin“ bezeichnet.
Mit dem Bitcoin-Hard-Fork wurde SHA-256 dauerhaft durch BLAKE2b ersetzt. Dadurch wurden laut Yahoo Finanzen Deutschland alle bestehenden ASIC-Miner ausgeschlossen. Dashjr trat vor der Abspaltung als Chairman und CTO des Mining Pools OCEAN zurück und führt nun CONVOY Mining.
Keine große Börse habe den abgetrennten Coin bislang gelistet. Eine kleinere Plattform habe Einzahlungen unter dem Ticker BTCB2 ermöglicht, wobei Gebote Anfang der Woche 82 USD erreichten. Der Bid-Ask-Spread von 131,7 Prozent habe jedoch auf eine sehr geringe tatsächliche Nachfrage hingedeutet.
| Gebot für BTCB2 | 82 USD |
| Bid-Ask-Spread | 131,7 Prozent |
| Maximale Unterstützung für den BIP-110-Fork | 2,53 Prozent |
| Schwelle | 55 Prozent |
| Bitcoin-Kurs im Bericht | nahe 80.670 USD |
| Bitcoin-Veränderung innerhalb von 24 Stunden | 3,83 Prozent |
Auch von Minern habe es laut Yahoo Finanzen Deutschland keine Unterstützung für den Hard-Fork gegeben. Das Signalisieren für den BIP-110-Fork habe maximal 2,53 Prozent erreicht und damit deutlich unter der Schwelle von 55 Prozent gelegen. Ein Versuch im August sei nach zwei Blöcken gescheitert.
„Wer mit Forks lebt, stirbt auch an Forks“
Dieses Zitat wird im Bericht Adam Back, dem CEO von Blockstream, zugeschrieben. Seit der Abspaltung am 1. September sei die Hashrate auf der neuen Blockchain weiter gefallen.
Zusammenfassung: Der Hard-Fork findet laut Yahoo Finanzen Deutschland bislang weder bei großen Börsen noch bei Minern breite Unterstützung; die angegebene Unterstützung für den BIP-110-Fork erreichte maximal 2,53 Prozent.
„DER AKTIONÄR“ richtet Blick auf Bitcoin und 100.000 US-Dollar
In einer Ausgabe von „Märkte & Trends am Morgen“ befasst sich DER AKTIONÄR mit der Entwicklung von Bitcoin sowie mit Amazon, Tesla, Robinhood, Coinbase und Strategy. Im Mittelpunkt stehen außerdem die Erwartungen an die weitere Zinsentwicklung und deren Bedeutung für die US-Börsen.
Die Sendung ordnet laut Quelle auch die Lage am Nasdaq 100 ein. Zusätzlich werden laufende Positionen, neue Trendsignale und mögliche Handelsansätze thematisiert.
Der Titel der Ausgabe stellt die Frage, ob Bitcoin bald 100k USD erreichen könnte. Eine konkrete Kursprognose oder ein konkreter Zeitpunkt für dieses Kursziel wird im bereitgestellten Inhalt nicht genannt.
Zusammenfassung: DER AKTIONÄR verbindet die Bitcoin-Entwicklung mit der Zinsentwicklung sowie der Entwicklung ausgewählter Aktien und stellt die Frage nach einem Bitcoin-Kurs von 100k USD.
Einschätzung der Redaktion
Die Reaktion zeigt, dass Bitcoin weiterhin stark von den Erwartungen an die US-Geldpolitik abhängig ist. Solange robuste Konjunkturdaten Zinssenkungen erschweren oder Zinserhöhungen wahrscheinlicher machen, bleibt der Aufwärtsdruck begrenzt und die Volatilität hoch. Entscheidend wird, ob die kommenden Inflationsdaten dieses Szenario bestätigen oder wieder entkräften.
Der Streit um den Hard-Fork ist davon klar zu trennen: Die geringe Unterstützung durch Börsen und Miner spricht derzeit gegen eine relevante Marktakzeptanz. Ohne breite technische und wirtschaftliche Zustimmung dürfte der abgespaltene Coin vor allem ein Nischenprojekt bleiben.
Infobox: Kurzfristig dominiert die Geldpolitik den Bitcoin-Markt; der Hard-Fork besitzt bislang keine erkennbare breite Unterstützung.
Quellen:
- Der Börsen-Tag: Bitcoin gerät nach US-Jobdaten unter Druck
- Mittelherkunftsnachweis Bitcoin.de: Warum alte Bitcoin-Käufe heute wieder wichtig werden können
- Ihre Börse verkauft „falsche Bitcoins“, sagt der Entwickler von Bitcoin Knots
- Bitcoin bald 100k USD? Amazon, Tesla, Robinhood, Coinbase, Strategy, BTC
- Wieder unter 79.000 US-Dollar: Bitcoin-Kurs fällt nach überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten
- Bitcoin-Anleger aufgepasst: Jetzt wird es gefährlich















