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News Redaktion Krypto-Magazin · Stand

Bitcoin fällt nach starken US-Arbeitsmarktdaten unter 80.000 US-Dollar

Inhalt 7 Abschnitte

Starke US-Arbeitsmarktdaten setzen Bitcoin unter Druck und rücken die Zinsentscheidung der Federal Reserve erneut in den Mittelpunkt. Gleichzeitig sorgt ein umstrittener Hard-Fork für Streit in der Bitcoin-Community, während Anleger bereits auf die nächsten Inflationsdaten und die mögliche Marke von 100.000 US-Dollar blicken.

Bitcoin gerät nach starken US-Arbeitsmarktdaten unter Druck

Der US-Arbeitsmarktbericht für August hat die Erwartungen übertroffen. Laut ntv.de wurden 162.000 neue Stellen geschaffen, während die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,1 Prozent lag.

Die überraschend starken Beschäftigungsdaten belasteten risikoreichere Anlagen wie Bitcoin. Der Kurs fiel laut ntv.de wieder unter die Marke von 80.000 US-Dollar und notierte mit einem Minus von 2,4 Prozent bei 79.531 US-Dollar.

Neu geschaffene Stellen im August162.000
Arbeitslosenquote4,1 Prozent
Bitcoin-Kurs79.531 US-Dollar
Bitcoin-VeränderungMinus 2,4 Prozent

Zusammenfassung: Stärkere US-Jobdaten erhöhten den Druck auf Bitcoin und führten den Kurs laut ntv.de unter 80.000 US-Dollar.

Bitcoin fällt nach Arbeitsmarktdaten zeitweise unter 79.000 US-Dollar

Der Blocktrainer berichtet von einem schnellen Kursrückgang um mehr als 2.000 US-Dollar beziehungsweise über 3 Prozent. Auslöser seien überraschend starke US-Arbeitsmarktdaten für August gewesen, die eine Zinsanhebung der Federal Reserve wieder wahrscheinlicher gemacht hätten.

Bitcoin war am Vorabend laut Blocktrainer auf 82.283 US-Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit 3,5 Monaten. Vor der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten wurde Bitcoin bei circa 81.300 US-Dollar gehandelt; bis 17 Uhr fiel der Kurs weit unter 79.000 US-Dollar.

Im August wurden außerhalb der Landwirtschaft 162.000 neue Jobs geschaffen. Die Erwartungen lagen bei 55.000 Stellen. Zudem wurden die Daten für die beiden Vormonate um insgesamt 55.000 nach oben korrigiert. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,1 Prozent, während die Löhne gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent stiegen.

Auch Gold und Silber gaben nach den Daten nach, allerdings weniger stark als Bitcoin. Die Aktienmärkte zeigten sich laut Blocktrainer weitgehend unbeeindruckt.

Bitcoin-Hoch am Vorabend82.283 US-Dollar
Erwartete neue Stellen55.000
Nach oben korrigierte Vormonatsdaten55.000
Anstieg der Löhne gegenüber dem Vormonat0,3 Prozent
Zeitpunkt der Inflationsdaten11. September
Nächstes FOMC-Meeting16. September

Zusammenfassung: Nach einem Anstieg auf 82.283 US-Dollar fiel Bitcoin laut Blocktrainer innerhalb kurzer Zeit um mehr als 2.000 US-Dollar und unter 79.000 US-Dollar.

Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung steigt wieder

Nach Angaben des Blocktrainer fiel die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinsanhebung um 25 Basispunkte am 16. September nach Äußerungen von Christopher Waller zunächst von über 60 auf circa 50 Prozent. Nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten stieg sie wieder auf um die 60 Prozent.

Damit sei aktuell nur zu circa 40 Prozent eingepreist, dass der Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 belassen werde. Die Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent habe weder positiv noch negativ überrascht, sei für die Federal Reserve jedoch eine wichtige Kennzahl.

Der Blocktrainer verweist außerdem auf die Bedeutung der Inflationsdaten für August, die am 11. September gemeldet werden sollen. Diese könnten entscheidend dafür sein, ob es zu einer Anhebung des Leitzinses kommt.

„Soeben wurden hervorragende Beschäftigungszahlen bekannt gegeben, die alle Prognosen (außer meiner!) um das Doppelte oder Dreifache übertreffen – und das ist erst der Anfang!“

Dieses Zitat wird im Artikel Donald Trump zugeschrieben. Gleichzeitig habe Trump Zinssenkungen gefordert und die starken Beschäftigungszahlen als Argument dafür angeführt, dass die USA ein kredittüchtigeres Land seien.

Zusammenfassung: Die Marktteilnehmer preisten nach den Arbeitsmarktdaten wieder eine Wahrscheinlichkeit von um die 60 Prozent für eine Zinsanhebung ein; die Inflationsdaten am 11. September gelten laut Blocktrainer als nächster wichtiger Termin.

BTC-ECHO sieht zunächst ungünstige Aussichten für den Kryptomarkt

BTC-ECHO berichtet ebenfalls, dass der US-Arbeitsmarkt im August deutlich stärker zugelegt habe als erwartet. Dadurch seien neue Argumente für den zuletzt deutlich restriktiveren Kurs des Federal-Reserve-Chefs Kevin Warsh entstanden.

Für den Kryptomarkt seien die Nachrichten zunächst ungünstig. Bitcoin verlor laut BTC-ECHO unmittelbar nach der Veröffentlichung der Zahlen etwas über zwei Prozent.

Zusammenfassung: BTC-ECHO bewertet den starken US-Arbeitsmarkt als Belastungsfaktor für Bitcoin, weil dadurch eine Zinserhöhung wahrscheinlicher wird.

Streit um Bitcoin-Hard-Fork und angeblich „falsche Bitcoins“

Ein Bericht von Yahoo Finanzen Deutschland befasst sich mit Aussagen des Bitcoin-Knots-Entwicklers Luke Dashjr. Er erklärte, große Börsen würden inzwischen „gefälschte Bitcoins“ verkaufen, und machte Plattformen dafür verantwortlich, dass sie keine eigenen Full Nodes betrieben.

Die Aussagen erfolgten wenige Tage nach einem Bitcoin-Hard-Fork, der eine BLAKE2b-Blockchain vom Netzwerk getrennt hatte. Dashjr vertritt die Ansicht, dass erfahrene Betreiber die SHA-256-Blockchain niemals listen würden. In einer Debatte auf X warf er etablierten Börsen außerdem Inkompetenz vor.

Der Bericht beschreibt, dass Dashjrs Position darauf beruht, welches Ledger als maßgeblich betrachtet wird. Seit Monaten argumentiere er, dass Spam-Daten auf der Haupt-Blockchain einen Angriff auf das Netzwerk darstellten. Der ehemalige Ripple-CTO David Schwartz habe diese Behauptung als Unsinn bezeichnet und die SHA-256-Blockchain als „Spamcoin“ bezeichnet.

Mit dem Bitcoin-Hard-Fork wurde SHA-256 dauerhaft durch BLAKE2b ersetzt. Dadurch wurden laut Yahoo Finanzen Deutschland alle bestehenden ASIC-Miner ausgeschlossen. Dashjr trat vor der Abspaltung als Chairman und CTO des Mining Pools OCEAN zurück und führt nun CONVOY Mining.

Keine große Börse habe den abgetrennten Coin bislang gelistet. Eine kleinere Plattform habe Einzahlungen unter dem Ticker BTCB2 ermöglicht, wobei Gebote Anfang der Woche 82 USD erreichten. Der Bid-Ask-Spread von 131,7 Prozent habe jedoch auf eine sehr geringe tatsächliche Nachfrage hingedeutet.

Gebot für BTCB282 USD
Bid-Ask-Spread131,7 Prozent
Maximale Unterstützung für den BIP-110-Fork2,53 Prozent
Schwelle55 Prozent
Bitcoin-Kurs im Berichtnahe 80.670 USD
Bitcoin-Veränderung innerhalb von 24 Stunden3,83 Prozent

Auch von Minern habe es laut Yahoo Finanzen Deutschland keine Unterstützung für den Hard-Fork gegeben. Das Signalisieren für den BIP-110-Fork habe maximal 2,53 Prozent erreicht und damit deutlich unter der Schwelle von 55 Prozent gelegen. Ein Versuch im August sei nach zwei Blöcken gescheitert.

„Wer mit Forks lebt, stirbt auch an Forks“

Dieses Zitat wird im Bericht Adam Back, dem CEO von Blockstream, zugeschrieben. Seit der Abspaltung am 1. September sei die Hashrate auf der neuen Blockchain weiter gefallen.

Zusammenfassung: Der Hard-Fork findet laut Yahoo Finanzen Deutschland bislang weder bei großen Börsen noch bei Minern breite Unterstützung; die angegebene Unterstützung für den BIP-110-Fork erreichte maximal 2,53 Prozent.

„DER AKTIONÄR“ richtet Blick auf Bitcoin und 100.000 US-Dollar

In einer Ausgabe von „Märkte & Trends am Morgen“ befasst sich DER AKTIONÄR mit der Entwicklung von Bitcoin sowie mit Amazon, Tesla, Robinhood, Coinbase und Strategy. Im Mittelpunkt stehen außerdem die Erwartungen an die weitere Zinsentwicklung und deren Bedeutung für die US-Börsen.

Die Sendung ordnet laut Quelle auch die Lage am Nasdaq 100 ein. Zusätzlich werden laufende Positionen, neue Trendsignale und mögliche Handelsansätze thematisiert.

Der Titel der Ausgabe stellt die Frage, ob Bitcoin bald 100k USD erreichen könnte. Eine konkrete Kursprognose oder ein konkreter Zeitpunkt für dieses Kursziel wird im bereitgestellten Inhalt nicht genannt.

Zusammenfassung: DER AKTIONÄR verbindet die Bitcoin-Entwicklung mit der Zinsentwicklung sowie der Entwicklung ausgewählter Aktien und stellt die Frage nach einem Bitcoin-Kurs von 100k USD.

Einschätzung der Redaktion

Die Reaktion zeigt, dass Bitcoin weiterhin stark von den Erwartungen an die US-Geldpolitik abhängig ist. Solange robuste Konjunkturdaten Zinssenkungen erschweren oder Zinserhöhungen wahrscheinlicher machen, bleibt der Aufwärtsdruck begrenzt und die Volatilität hoch. Entscheidend wird, ob die kommenden Inflationsdaten dieses Szenario bestätigen oder wieder entkräften.

Der Streit um den Hard-Fork ist davon klar zu trennen: Die geringe Unterstützung durch Börsen und Miner spricht derzeit gegen eine relevante Marktakzeptanz. Ohne breite technische und wirtschaftliche Zustimmung dürfte der abgespaltene Coin vor allem ein Nischenprojekt bleiben.

Infobox: Kurzfristig dominiert die Geldpolitik den Bitcoin-Markt; der Hard-Fork besitzt bislang keine erkennbare breite Unterstützung.

Quellen:

  • Der Börsen-Tag: Bitcoin gerät nach US-Jobdaten unter Druck
  • Mittelherkunftsnachweis Bitcoin.de: Warum alte Bitcoin-Käufe heute wieder wichtig werden können
  • Ihre Börse verkauft „falsche Bitcoins“, sagt der Entwickler von Bitcoin Knots
  • Bitcoin bald 100k USD? Amazon, Tesla, Robinhood, Coinbase, Strategy, BTC
  • Wieder unter 79.000 US-Dollar: Bitcoin-Kurs fällt nach überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten
  • Bitcoin-Anleger aufgepasst: Jetzt wird es gefährlich

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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Kommentare (11)

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  1. Anonymous

    Dass Bitcoin auf starke US-Arbeitsmarktdaten so empfindlich reagiert, überrascht mich inzwischen kaum noch. Am Ende hängt der Kurs eben doch stärker an der Liquidität und den Zinserwartungen, als viele Krypto-Enthusiasten gerne zugeben. Ein paar bessere Jobzahlen reichen, und schon werden aus Hoffnungen auf lockere Geldpolitik wieder Sorgen vor höheren Zinsen. Die Bewegung von über 82.000 auf zeitweise unter 79.000 Dollar wirkt zwar heftig, für Bitcoin ist das aber leider fast schon normale Volatilität. Spannend finde ich vor allem, wie extrem die Erwartungen danebenlagen. 162.000 neue Stellen statt 55.000 ist schon eine Hausnummer, dazu noch die Aufwärtskorrekturen bei den Vormonaten. Da kann man der Federal Reserve schlecht vorwerfen, wenn sie nicht sofort auf Zinssenkungen umschaltet. Andererseits sind einzelne Monatsdaten auch kein Naturgesetz. Der Markt wird jetzt vermutlich jedes Inflationsdetail am 11. September auseinandernehmen, als hinge die gesamte Weltwirtschaft an einer Nachkommastelle. Beim Hard-Fork bin ich deutlich skeptischer. Wenn Börsen und Miner praktisch nicht mitmachen und die Unterstützung bei gerade einmal 2,53 Prozent liegt, spricht das nicht gerade für einen erfolgreichen Neustart. Technisch kann man natürlich eine eigene Blockchain erstellen und behaupten, die andere sei die „echte“ Version. Am Markt entscheidet aber nicht nur die Überzeugung einzelner Entwickler, sondern auch, ob Nutzer, Miner, Börsen und Unternehmen das Ganze tatsächlich verwenden. Ein Coin mit riesigem Bid-Ask-Spread und kaum Liquidität ist für normale Anleger jedenfalls eher ein Experiment als eine echte Alternative. Die Aussagen über „gefälschte Bitcoins“ klingen für mich deshalb mehr nach Community-Streit als nach einer unmittelbar wichtigen Marktveränderung. Solche Grundsatzdebatten gab es bei Bitcoin schon öfter, und meistens zeigt sich am Ende, welche Kette tatsächlich genügend Akzeptanz besitzt. Wer Anleger überzeugen will, sollte vielleicht weniger mit provokanten Begriffen arbeiten und mehr erklären, welchen konkreten Vorteil die Abspaltung bringen soll. Bisher sehe ich den ehrlich gesagt nicht. Die 100.000-Dollar-Marke bleibt natürlich ein schönes Schlagzeilenziel, aber daraus lässt sich noch keine Prognose ableiten. Wenn die Inflationsdaten nachlassen und die Fed wieder taubenhafter klingt, kann Bitcoin schnell erneut nach oben laufen. Fallen die Daten dagegen wieder heiß aus, dürfte der Kurs vermutlich noch einige Male zwischen Hoffnung und Ernüchterung pendeln. Für langfristige Anleger ist das vielleicht weniger dramatisch als für Leute, die bei jedem Rücksetzer nervös auf den Chart schauen. Ich persönlich würde jedenfalls nicht wegen einer einzelnen Arbeitsmarktstatistik kaufen oder verkaufen, sondern eher auf die großen Trends und das Risiko im eigenen Depot achten.

  2. Anonymous

    Interessant finde ich, dass die Aktienmärkte die starken Jobdaten offenbar viel gelassener aufgenommen haben als Bitcoin. Das zeigt ganz gut, wie stark bei BTC inzwischen kurzfristige Hebel und spekulative Positionen mitmischen – nicht nur die großen Zinsgeschichten. Mal sehen, ob sich dieser Unterschied nach den Inflationsdaten am 11. September wieder auflöst.

  3. Anonymous

    Diese ständigen Spekulationen ob nun 100k kommen oder nicht sind schon fast wie Wettervorhersage, am Ende liegt man eh daneben. Interessanter finde ich, dass der Fork trotz grosser Sprüche kaum jemand unterstützt, ohne Miner und Börsen ist das doch eher ein Bastelprojekt als echte Konkurrenz.

  4. Anonymous

    Was ich an solchen Tagen immer wieder spannend finde: Nicht nur die Richtung der Bewegung zählt, sondern wie schnell aus einem scheinbar guten Börsentag plötzlich wieder Unsicherheit wird. Am Vorabend noch über 82.000 Dollar, kurz darauf unter 79.000 – da merkt man, wie wenig es braucht, damit sich die Stimmung dreht. Für Anleger, die mit Hebel unterwegs sind, dürfte das vermutlich deutlich unangenehmer gewesen sein als für Leute, die Bitcoin einfach liegen lassen. Bei den Arbeitsmarktdaten sollte man meiner Meinung nach auch etwas genauer hinschauen. 162.000 neue Stellen klingen natürlich stark, besonders im Vergleich zu den erwarteten 55.000. Gleichzeitig sind solche Prognosen eben nur Schätzungen und werden später nicht selten wieder verändert. Dass die Vormonate noch oben korrigiert wurden, macht die erste Reaktion des Marktes zwar nachvollziehbar, aber es zeigt auch, wie schwierig es ist, aus einzelnen Zahlen eine große Zinswende abzuleiten. Ein starker Monat bedeutet ja nicht automatisch, dass die Wirtschaft dauerhaft überhitzt. Was mich eher wundert, ist die unterschiedliche Reaktion der Anlageklassen. Gold und Silber geben etwas nach, Aktien bleiben weitgehend ruhig, aber Bitcoin bekommt gleich wieder einen kräftigen Schlag ab. Damit bestätigt sich leider der Eindruck, dass Bitcoin zwar gerne als digitales Gold bezeichnet wird, sich in angespannten Phasen aber oft eher wie ein besonders riskanter Technologie-Wert verhält. Vielleicht ändert sich das irgendwann noch, im Moment ist die Verbindung zu Liquidität und Zinsfantasie aber kaum zu übersehen. Die Diskussion um die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung finde ich ebenfalls etwas verwirrend dargestellt. Wenn sich die Einschätzung innerhalb kurzer Zeit von über 60 auf ungefähr 50 Prozent und danach wieder zurück auf rund 60 Prozent bewegt, zeigt das vor allem, wie nervös der Markt ist. Für normale Anleger ist eine solche Genauigkeit ohnehin kaum sinnvoll. Ob eine Wahrscheinlichkeit nun bei 55 oder 60 Prozent liegt, sagt nicht, dass die Entscheidung feststeht. Es bedeutet eher, dass die Marktteilnehmer selbst noch keine klare Vorstellung haben. Deshalb werden die Inflationsdaten am 11. September wahrscheinlich wieder zum nächsten großen Prüfstein gemacht. Man kann sich schon vorstellen, wie jede einzelne Nachkommastelle kommentiert wird. Dabei ist die eigentliche Frage doch, ob sich der Preisdruck über mehrere Monate hinweg abkühlt und wie sich die Löhne entwickeln. Die 0,3 Prozent Lohnanstieg im August sind nicht automatisch dramatisch, aber zusammen mit einem starken Arbeitsmarkt können sie eben die Sorge nähren, dass die Inflation hartnäckiger bleibt. Für Bitcoin heißt das wahrscheinlich: gute Konjunkturdaten können kurzfristig schlechte Nachrichten sein, weil sie eine lockere Geldpolitik weniger wahrscheinlich machen. Auch das Trump-Zitat wirkt auf mich ziemlich widersprüchlich. Einerseits werden starke Beschäftigungszahlen gefeiert, andererseits werden Zinssenkungen gefordert. Politisch lässt sich das natürlich verkaufen, weil niedrige Zinsen und eine robuste Wirtschaft gleichzeitig sehr angenehm wären. Die Federal Reserve kann sich aber nicht einfach die jeweils passende Hälfte der Nachricht aussuchen. Wenn der Arbeitsmarkt stark ist und die Inflation nicht ausreichend nachgibt, wird sie wohl vorsichtiger bleiben müssen, egal wer öffentlich Druck macht. Beim Hard-Fork ist für mich weniger die technische Frage interessant als die Frage, wie schnell sich eine neue Idee tatsächlich durchsetzen kann. Eine Blockchain lässt sich offenbar relativ einfach abspalten, aber daraus entsteht noch lange kein funktionierendes Ökosystem. Ohne Wallets, Börsen, Miner, Entwickler und Nutzer bleibt am Ende eine technische Möglichkeit, die kaum jemand verwendet. Gerade der Bid-Ask-Spread von 131,7 Prozent ist da ziemlich eindeutig. Bei solchen Zahlen kann man nicht ernsthaft von einem normalen Markt sprechen, selbst wenn irgendwo ein Preis angezeigt wird. Die Bezeichnung „falsche Bitcoins“ halte ich ebenfalls für unglücklich. Damit wird eine technische oder ideologische Auseinandersetzung so zugespitzt, dass viele Außenstehende vermutlich gar nicht mehr verstehen, worum es eigentlich geht. Für die meisten Nutzer ist der Bitcoin der, den sie bei ihrer Börse kaufen, in ihrer Wallet verwalten und im Alltag nachvollziehen können. Ob eine Gruppe behauptet, eine andere Kette sei die einzig legitime, ändert an der praktischen Nutzung zunächst einmal wenig. Am Ende entscheidet sich die Legitimität nicht durch besonders laute Aussagen, sondern durch Akzeptanz und Sicherheit. Dass durch den Fork bestehende ASIC-Miner ausgeschlossen wurden, ist zudem ein ziemlich großer Einschnitt. Mining ist nicht nur eine politische oder philosophische Frage, sondern auch ein Geschäft mit Hardware, Stromkosten und Infrastruktur. Wer die vorhandene technische Basis komplett aussperrt, braucht einen sehr überzeugenden Grund und eine realistische Alternative. Sonst bleibt die neue Kette möglicherweise nicht nur klein, sondern verliert auch bei der Absicherung und bei der Hashrate an Bedeutung. Die sinkende Hashrate seit der Abspaltung klingt jedenfalls nicht nach einem guten Start. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch, dass selbst ein Unternehmen wie Blockstream beziehungsweise bekannte Personen aus dem Bitcoin-Umfeld sehr zugespitzt reagieren. Das zeigt, dass der Streit nicht bloß zwischen völlig Außenstehenden stattfindet, sondern innerhalb der technischen und wirtschaftlichen Community ausgetragen wird. Solche Konflikte gab es bei Bitcoin zwar schon öfter, aber sie können trotzdem Vertrauen beschädigen. Neue Anleger dürften sich fragen, warum ein System, das oft mit klaren Regeln beworben wird, bei grundlegenden Fragen plötzlich mehrere konkurrierende Wahrheiten haben soll. Die 100.000-Dollar-Marke sehe ich deshalb momentan eher als psychologisches Ziel und weniger als belastbare Prognose. Wenn die Inflationsdaten freundlich ausfallen und die Fed einen weniger strengen Ton anschlägt, kann Bitcoin durchaus wieder schnell steigen. Genauso kann aber ein weiterer heißer Inflationswert die Stimmung erneut kippen lassen. Zwischen 80.000 und 100.000 Dollar liegen immerhin noch 20.000 Dollar, und dieser Weg wird vermutlich nicht geradlinig verlaufen. Für mich bleibt deshalb die wichtigste Erkenntnis aus dem Artikel, dass Bitcoin derzeit nicht isoliert betrachtet werden kann. Arbeitsmarkt, Inflation, Fed-Kommunikation, Anleiherenditen und die allgemeine Risikobereitschaft spielen alle zusammen. Der Hard-Fork ist davon zwar ein eigenes Thema, aber er erinnert zusätzlich daran, dass im Kryptobereich neben dem Kursrisiko auch technische und politische Risiken existieren. Wer nur auf die nächste runde Kursmarke schaut, übersieht schnell, wie viele andere Faktoren gerade gleichzeitig wirken. Ich würde jedenfalls weder den Rückgang nach den Jobdaten dramatisieren noch die 100.000 Dollar als praktisch sicher ansehen. Solche Tage sind eher ein Hinweis darauf, dass man seine Positionsgröße und seinen Anlagehorizont im Griff haben sollte. Und bei einem neuen Coin würde ich erst recht nicht einsteigen, nur weil irgendwo ein spektakulärer Name oder eine große Behauptung auftaucht. Erst wenn Nutzung, Liquidität und technische Unterstützung wirklich vorhanden sind, wird aus einer Abspaltung mehr als ein Streit mit eigenem Ticker.

  5. Anonymous

    Die kaum vorhandene Unterstützung durch Börsen und Miner zeigt eigentlich ziemlich deutlich, dass dieser Hard-Fork vorerst eher ein Nischenprojekt als eine echte Konkurrenz ist.

  6. Anonymous

    Was ich an dem ganzen Thema besonders spannend finde: Der Markt reagiert nicht einfach nur auf gute oder schlechte Nachrichten, sondern auf die Abweichung von dem, was vorher schon erwartet wurde. 162.000 Stellen hören sich für sich genommen natürlich positiv an, aber entscheidend ist eben, dass nur 55.000 erwartet wurden. Wenn alle vorher auf ein schwächeres Signal setzen und dann das Gegenteil kommt, müssen viele Positionen sehr schnell angepasst werden. Daher wirkt der Kursrutsch vermutlich auch heftiger, als es die einzelne Zahl zunächst vermuten lässt. Ein Punkt, der mir dabei etwas zu kurz kommt, ist die Frage, wie zuverlässig solche Arbeitsmarktdaten überhaupt kurzfristig sind. Die Aufwärtskorrekturen der Vormonate zeigen ja, dass die erste Veröffentlichung nicht in Stein gemeißelt ist. Vielleicht wird der Markt in ein paar Wochen schon wieder auf revidierte Zahlen schauen und feststellen, dass das Bild weniger eindeutig war. Trotzdem werden solche Daten sofort gehandelt, weil niemand abwarten möchte, bis die endgültige Wahrheit feststeht. Das ist schon irgendwie paradox: Alle wissen, dass die Zahlen später angepasst werden können, aber trotzdem sorgen sie im ersten Moment für Milliardenbewegungen. Auch die Reaktion von Gold und Silber finde ich interessant. Wenn selbst klassische Edelmetalle nachgeben, spricht das eher dafür, dass gerade allgemein Positionen in zinssensiblen Anlagen abgebaut werden und nicht nur ein spezielles Bitcoin-Problem vorliegt. Dass die Aktienmärkte vergleichsweise ruhig geblieben sind, könnte wiederum daran liegen, dass Anleger starke Jobdaten dort zunächst als Zeichen einer stabilen Wirtschaft sehen. Bei Bitcoin überwiegt offenbar weiterhin das Bild eines Risikoassets, das bei höheren Zinsen weniger attraktiv ist. Die Vorstellung vom digitalen Gold ist also zumindest in solchen Situationen noch nicht vollständig am Markt angekommen. Bei der Federal Reserve frage ich mich außerdem, ob eine Zinsanhebung wirklich schon die naheliegendste Konsequenz sein sollte. Eine unveränderte Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent und ein moderater Lohnanstieg von 0,3 Prozent sind nicht automatisch ein Beweis für eine überhitzte Wirtschaft. 162.000 neue Stellen sind stark, klar, aber die Notenbank muss mehrere Datenreihen gleichzeitig betrachten. Wenn die Inflation parallel nachlässt, könnte sie trotz eines guten Arbeitsmarktberichts vorsichtig bleiben. Genau deshalb dürfte der 11. September für die Märkte so wichtig werden. Hoffentlich wird dann nicht wieder jede kleine Abweichung dramatisiert. Das Trump-Zitat wirkt in diesem Zusammenhang auch ziemlich widersprüchlich. Einerseits werden Zinssenkungen gefordert, andererseits werden starke Beschäftigungszahlen gefeiert, die eher gegen schnelle Lockerungen sprechen. Politische Aussagen und wirtschaftliche Logik laufen da offenbar nicht immer in dieselbe Richtung. Für Anleger ist das eher zusätzlicher Lärm, vor allem wenn solche Aussagen dann noch während eines ohnehin nervösen Marktes verbreitet werden. Was den Hard-Fork betrifft, finde ich die technischen Einzelheiten durchaus interessant, aber die Wortwahl mit den „gefälschten Bitcoins“ halte ich für kontraproduktiv. Damit erreicht man vermutlich vor allem die eigene Anhängerschaft und provoziert den Rest der Community. Ein Fork kann technisch sauber sein und trotzdem wirtschaftlich bedeutungslos bleiben. Entscheidend ist am Ende nicht, welche Kette jemand persönlich für die einzig wahre hält, sondern welche Version tatsächlich genutzt, gehandelt und abgesichert wird. Gerade der Ausschluss der ASIC-Miner ist aus meiner Sicht ein ziemlich schwerwiegender Punkt. Man kann die vorhandene Mining-Infrastruktur natürlich kritisieren, aber wenn praktisch alle etablierten Miner außen vor bleiben, muss ein neues Netzwerk erst einmal zeigen, dass es dauerhaft sicher und leistungsfähig betrieben werden kann. Eine geringe Hashrate macht ein Projekt nicht automatisch wertlos, erhöht aber zumindest die Fragen zur Robustheit. Dass ein früherer Versuch schon nach zwei Blöcken gescheitert sein soll, wirkt dabei nicht gerade vertrauensbildend. Auch die 131,7 Prozent beim Bid-Ask-Spread sagen eigentlich mehr als der nominelle Preis von 82 Dollar. Ein angezeigtes Gebot ist eben noch lange kein funktionierender Markt. Wenn jemand dringend kaufen oder verkaufen möchte, kann der tatsächliche Preis ganz anders aussehen. Bei kleinen Börsen und kaum vorhandener Liquidität kann ein einzelner Auftrag den Kurs massiv bewegen. Deshalb sollte man solche Zahlen nicht mit einer normalen Marktbewertung verwechseln. Vielleicht ist genau das die wichtigste Lehre aus dem Artikel: Ein Ticker und ein Kurs bedeuten noch keine Akzeptanz. Für ein ernstzunehmendes Netzwerk braucht es Nutzer, Entwickler, Börsen, Miner oder andere Betreiber und vor allem eine nachvollziehbare Begründung, warum die neue Variante besser sein soll. Nur gegen die bestehende Community zu argumentieren reicht dafür nicht. Ein Projekt, das hauptsächlich durch Streit und große Worte auffällt, hat es schwer, Vertrauen aufzubauen. Bei den 100.000 Dollar würde ich ebenfalls nicht zu viel in die Überschrift hineinlesen. Solche runden Marken ziehen Aufmerksamkeit an, sind aber keine fundamentale Prognose. Wenn Bitcoin wieder steigt, wird die Marke wahrscheinlich als Beweis für die Stärke des Marktes verkauft; fällt der Kurs weiter, war sie plötzlich nur ein psychologisches Ziel. Für Anleger mit längerem Zeithorizont dürfte wichtiger sein, ob sich Liquidität, Regulierung, Nachfrage und die allgemeine Risikobereitschaft nachhaltig verbessern. Ich finde deshalb, dass man die beiden Themen im Artikel wirklich getrennt betrachten sollte. Die Arbeitsmarktdaten und die Fed können den gesamten Kryptomarkt kurzfristig bewegen, während der Hard-Fork eher eine interne Auseinandersetzung mit bislang begrenzter Reichweite ist. Nicht jede lautstarke Debatte ist automatisch ein Wendepunkt. Im Moment sieht es eher danach aus, dass die Geldpolitik den Kurs bestimmt und der Fork vor allem in der Bitcoin-Community für Gesprächsstoff sorgt.

  7. Anonymous

    Was ich an der ganzen Geschichte interessant finde: Die 100.000-Dollar-Marke wird ständig wie ein konkretes Ziel behandelt, obwohl sie eigentlich nur eine runde Zahl mit viel psychologischem Effekt ist. Bei 99.500 Dollar wäre Bitcoin ja nicht plötzlich weniger wert als bei 100.000. Trotzdem reagieren viele Anleger genau auf solche Marken, weil sie in Schlagzeilen und auf Social Media einfach besser funktionieren. Etwas irritierend finde ich die unterschiedlichen Zinssignale im Artikel. Einerseits ist von einer möglichen Zinsanhebung die Rede, andererseits wird auf Aussagen verwiesen, nach denen die Wahrscheinlichkeit dafür zunächst gesunken ist. Für normale Anleger ist das kaum noch nachvollziehbar, zumal sich diese Quoten innerhalb weniger Stunden ändern können. Am Ende wird dann so getan, als wäre eine Zahl von 60 Prozent eine unumstößliche Tatsache. Dabei handelt es sich doch nur um die aktuelle Einschätzung eines Marktes, der sich bei jeder neuen Meldung wieder drehen kann. Auch die Aussage, dass die Aktienmärkte weitgehend unbeeindruckt geblieben sind, sollte man nicht einfach übergehen. Wenn Bitcoin angeblich längst ein etablierter Bestandteil der globalen Finanzmärkte ist, müsste man sich schon fragen, warum die Reaktion dort deutlich heftiger ausfällt. Vielleicht ist Bitcoin eben doch noch stärker ein spekulatives Einzelasset als viele Fans behaupten. Gold und Silber haben ebenfalls nachgegeben, aber offenbar wesentlich ruhiger. Das zeigt für mich, dass Bitcoin zwar gerne als digitales Gold bezeichnet wird, sich in Stressphasen aber oft eher wie ein besonders nervöses Tech-Investment verhält. Der politische Teil mit den Aussagen von Donald Trump passt ebenfalls gut in dieses Bild. Starke Arbeitsmarktdaten als Beweis für ein kredittüchtigeres Land zu feiern und gleichzeitig niedrigere Zinsen zu fordern, wirkt zumindest auf den ersten Blick etwas widersprüchlich. Ein robuster Arbeitsmarkt ist natürlich positiv, aber für die Notenbank kann er eben bedeuten, dass sie weniger Spielraum für schnelle Lockerungen sieht. Man kann nicht gleichzeitig alle Vorteile einer starken Wirtschaft haben wollen und erwarten, dass die Zinsen sofort künstlich niedrig gehalten werden. Irgendwo muss die Rechnung ja aufgehen. Bei der genannten Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent frage ich mich außerdem, wie viel Aussagekraft eine einzelne Zahl wirklich hat. Entscheidend sind doch auch Erwerbsquote, Teilzeit, mehrere Jobs und die Qualität der neu geschaffenen Stellen. 162.000 neue Jobs klingen erstmal beeindruckend, aber der Arbeitsmarkt ist ein riesiges System und nicht jede Stelle wirkt sich gleich auf Konsum und Inflation aus. Die Märkte handeln trotzdem sofort danach, weil sie keine Geduld haben und jede neue Information in Sekunden einpreisen wollen. Der Hard-Fork wirkt dagegen fast wie eine eigene kleine Welt innerhalb der ohnehin schon komplizierten Bitcoin-Debatte. Besonders die Begriffe „falsche Bitcoins“ und „Spamcoin“ tragen meiner Meinung nach eher zur Verwirrung bei, als dass sie interessierten Außenstehenden etwas erklären. Technische Unterschiede kann man sachlich beschreiben. Sobald aber jede Seite behauptet, nur die eigene Blockchain sei legitim, geht es offenbar nicht mehr nur um Technik, sondern auch um Einfluss, Ehre und die Deutungshoheit über den Namen Bitcoin. Dass durch den Wechsel auf BLAKE2b alle bestehenden ASIC-Miner ausgeschlossen wurden, ist allerdings keine Kleinigkeit. Ein solcher Schritt verändert die wirtschaftlichen Voraussetzungen des Minings grundlegend. Selbst wenn Entwickler gute technische Gründe dafür sehen, braucht man danach eben trotzdem Betreiber, Börsen, Nutzer und Infrastruktur. Eine Blockchain kann technisch elegant sein und wirtschaftlich trotzdem komplett bedeutungslos bleiben. Das ist ein bisschen wie ein tolles neues Betriebssystem, für das es aber keine Programme, keine Geräte und kaum Nutzer gibt. Die geringe Unterstützung von 2,53 Prozent spricht jedenfalls eine ziemlich deutliche Sprache. Ein Fork kann nicht allein durch eine lautstarke Diskussion auf X erfolgreich werden. Wenn Miner nicht mitmachen, große Börsen den Coin nicht listen und der Handel auf einer kleinen Plattform einen Spread von über 130 Prozent aufweist, ist das eher ein Warnsignal als ein Durchbruch. Bei solchen Kursen kann man ja kaum vernünftig kaufen oder verkaufen, ohne dass der Markt einen sofort mit hohen Kosten bestraft. Interessant wäre in diesem Zusammenhang auch, wie die rechtliche und praktische Behandlung solcher Coins aussieht. Für Anleger ist nicht nur wichtig, ob ein Entwickler die neue Kette für die einzig wahre hält, sondern ob Einzahlungen, Auszahlungen, Verwahrung und steuerliche Dokumentation funktionieren. Genau an diesen unspektakulären Dingen scheitern viele Projekte. Eine technische Abspaltung macht noch keinen handelbaren Vermögenswert, und ein Ticker auf einer kleinen Börse ist noch lange keine breite Akzeptanz. Was mir insgesamt fehlt, ist eine klare Trennung zwischen kurzfristigem Marktgeräusch und langfristiger Bedeutung. Die Arbeitsmarktdaten können Bitcoin innerhalb von Minuten mehrere tausend Dollar bewegen, ohne dass sich am Netzwerk selbst irgendetwas verändert hat. Beim Hard-Fork ist es genau umgekehrt: Dort geht es um eine mögliche langfristige Veränderung, die aktuell aber kaum Marktteilnehmer betrifft. Beides wird im selben Artikel nebeneinandergestellt, obwohl die Risiken und Zeithorizonte ziemlich unterschiedlich sind. Ich würde deshalb weder den Rückgang unter 80.000 Dollar dramatisieren noch die Aussicht auf 100.000 Dollar überbewerten. Solange jeder Inflationswert und jede Äußerung aus der Fed einen größeren Ausschlag auslöst, bleibt das Ganze vor allem eine Geduldsprobe. Wer investiert ist, sollte sich vermutlich vorher überlegen, wie viel Schwankung er tatsächlich aushält. Im Nachhinein klingt es immer leicht, bei 82.000 Dollar ruhig zu bleiben und bei 79.000 Dollar nicht nervös zu werden. In der Realität sieht der Chart dann aber plötzlich doch ziemlich bedrohlich aus. Und beim Fork würde ich erstmal abwarten, ob in einigen Monaten überhaupt noch jemand darüber spricht. Wenn keine Börsen, Miner und Nutzer nachziehen, erledigt sich die Sache wahrscheinlich von selbst. Vielleicht ist das am Ende die nüchternste Erkenntnis aus dem ganzen Streit: In einem offenen Netzwerk kann jeder seine eigene Version starten, aber niemand kann die anderen dazu zwingen, sie wichtig zu finden.

  8. Anonymous

    Der Hard-Fork wirkt auf mich eher wie ein Streit unter Entwicklern als wie eine echte Gefahr für Bitcoin. Wenn nicht mal Miner und größere Börsen den neuen Coin unterstützen, wird das wohl höchstens ein kurzlebiges Nebenprojekt mit viel gerede und wenig handel.

  9. Anonymous

    Mich würde vor allem interessieren, wie belastbar die genannten Zinswahrscheinlichkeiten überhaupt sind, denn bei solchen schnellen Marktreaktionen liegt der Konsens ja oft schon am nächsten Tag wieder völlig anders.

  10. Anonymous

    Der BTCB2-Fork wirkt ja eher wie ein Streit mit eigener Blockchain als wie ne echte Konkurrenz. Wenn nichtmal Miner und Börsen mitmachen, bleibt das wohl ein ziemlich teures Nebenprojekt mit viel heiße Luft.

  11. Anonymous

    Der Hard-Fork wirkt auf mich eher wie ein interner Glaubenskrieg als wie ein echtes Problem für Bitcoin. Wenn nicht mal Börsen und Miner mitziehen, wird das neue Ding wohl kaum plötzlich zur Konkurrenz, auch wenn die Entwickler das sicher anders sehen.

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