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    EZB prüft Blockchain-Modelle, während Kryptoprojekte und Layer-2-Netzwerke unter Druck geraten

    KI-generiert
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    Die Blockchain-Finanzwelt steht vor einem Wendepunkt: Die EZB prüft drei Modelle, um Zentralbankgeld auf Distributed-Ledger-Infrastruktur einzusetzen. Im Fokus steht die Frage, wie tokenisierte Wertpapiere, Einlagen und Stablecoins abgewickelt werden können, ohne die Bedeutung öffentlichen Geldes zu verlieren.
    Die Modelle reichen von direkt ausgegebenen Zentralbankreserven auf einer programmierbaren Plattform über die Verbindung bestehender EZB-Systeme mit DLT-Netzwerken bis hin zu privaten, vollständig gedeckten Abwicklungstoken. Mit Pontes und Appia untersucht die EZB bereits konkrete Wege für die Integration in das Finanzsystem.
    Gleichzeitig zeigt der Kryptomarkt seine wirtschaftlichen Schwächen: Das Ethereum-Layer-2 Blast beendet den Betrieb, weil die Einnahmen nicht mehr für die Kosten ausreichen. Nutzer können ihre Guthaben zunächst nicht sofort abheben, reguläre Auszahlungen sind bis zum 26. Oktober möglich. Auch Zero Network, Silicon Network und CoinEx melden Schließungen oder Einschränkungen.
    Beim Velocity-Hack wurden rund 295 Millionen Dollar gestohlen, darunter befinden sich weiterhin 107.165 ETH auf drei Wallets. Entschädigungszahlungen starten bei etwa einem Cent je verlorenem Dollar, während Tether bis zu 127,5 Millionen Dollar zugesagt hat. Die Entwicklungen zeigen, dass Layer-2-Projekte tragfähige Geschäftsmodelle und ausreichende Sicherheitsstandards benötigen.
    Auf der institutionellen Seite planen Circle und die 21X Group regulierte Märkte für tokenisierte Wertpapiere auf der Blockchain Arc. Die EVM-kompatible Layer-1 nutzt USDC für Gebühren und Abwicklung; ein Test wurde in weniger als einer Sekunde atomar abgeschlossen. Der Trend geht damit weniger zum Ersatz bestehender Finanzsysteme als zu deren Erweiterung durch Blockchain-Technologie, bleibt aber von Regulierung, Liquidität und belastbaren Geschäftsmodellen abhängig.

    Die Blockchain-Finanzwelt steht vor einem Wendepunkt: Während die EZB Modelle für digitales Zentralbankgeld prüft und Circle mit 21X regulierte Märkte für tokenisierte Wertpapiere vorbereitet, geraten mehrere Krypto-Projekte unter wirtschaftlichen Druck. Der Pressespiegel zeigt, wo neue Infrastruktur entsteht, welche Netzwerke scheitern und welche Risiken Anleger im Blick behalten sollten.

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    EZB prüft Modelle für digitales Zentralbankgeld auf Blockchain-Infrastruktur

    Die Europäische Zentralbank untersucht, wie Zentralbankgeld auf einer Blockchain- beziehungsweise Distributed-Ledger-Infrastruktur eingesetzt werden könnte. Isabel Schnabel, Mitglied des EZB-Direktoriums, stellte auf der Konferenz „The Future of Money“ der Bank of England drei mögliche Modelle vor, berichtet BTC-ECHO.

    Hintergrund ist die zunehmende Tokenisierung von Wertpapieren, Einlagen und Stablecoins. Nach Darstellung von BTC-ECHO soll Zentralbankgeld auch dann den Kern der Abwicklung bilden, wenn Finanzwerte und Zahlungsinstrumente auf Blockchain-Infrastruktur betrieben werden. Die EZB möchte damit verhindern, dass ein paralleles Finanzsystem entsteht, in dem öffentliches Geld bei der finalen Abrechnung nur noch eine geringe Rolle spielt.

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    Beim ersten Modell würden Zentralbankreserven direkt auf einer programmierbaren Plattform ausgegeben. Banken könnten das Zentralbankgeld unmittelbar innerhalb einer DLT-Infrastruktur verwenden, ohne auf ein getrenntes Abwicklungssystem zurückgreifen zu müssen.

    Das zweite Modell würde stärker auf der bestehenden Infrastruktur aufbauen. Das heutige Echtzeit-Abwicklungssystem der EZB bliebe bestehen und würde technisch mit DLT-Plattformen verbunden. Die Reserven selbst wären in diesem Szenario nicht tokenisiert; stattdessen würden die beiden Systeme miteinander verknüpft.

    Im dritten Modell könnten bei der Zentralbank gehaltene Reserven als Grundlage für private Abwicklungstoken dienen. Diese Token wären vollständig durch die Reserven gedeckt, würden rechtlich jedoch keinen direkten Anspruch gegenüber der EZB darstellen, sondern einen Anspruch gegenüber dem jeweiligen Anbieter.

    Die EZB hat laut BTC-ECHO bereits mit Pontes ein Projekt gestartet, das DLT-basierte Transaktionen mit den bestehenden TARGET-Diensten des Eurosystems verbindet. Das Projekt Appia untersucht darüber hinaus, wie ein künftiger Markt für tokenisierte Vermögenswerte technisch aufgebaut werden könnte, etwa über ein gemeinsames Hauptbuch oder mehrere miteinander verbundene Netzwerke.

    • Modell eins: Zentralbankreserven werden direkt auf einer programmierbaren Plattform ausgegeben.
    • Modell zwei: Das bestehende Echtzeit-Abwicklungssystem wird mit DLT-Plattformen verbunden.
    • Modell drei: Private Abwicklungstoken werden durch Zentralbankreserven gedeckt.
    • Pontes und Appia sollen die Einbindung der Blockchain-Technologie in das bestehende Finanzsystem untersuchen.

    Infobox: Die EZB prüft drei Modelle für den Einsatz von Zentralbankgeld auf DLT-Infrastruktur. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie tokenisierte Finanzwerte abgewickelt werden können, ohne die Rolle von Zentralbankgeld aufzugeben.

    IncomeShares Blockchain Leaders ETP bietet Zugang zum Blockchain- und Krypto-Ökosystem

    Der IncomeShares Blockchain Leaders ETP ist unter der ISIN XS3337192408, der WKN A4AU0R und dem Ticker BCKY gelistet. Die Produktinformationen stammen von extraetf.com.

    Das ETP bietet laut extraETF Zugang zu führenden Unternehmen aus dem Blockchain- und Krypto-Ökosystem und kombiniert diesen thematischen Ansatz mit einer ertragsorientierten Strategie. Ziel ist es, an der Entwicklung des Blockchain-Sektors teilzuhaben und zugleich laufende Erträge zu generieren.

    Das Produkt richtet sich an Anleger, die in Blockchain-Technologie investieren und dabei einen Einkommensaspekt nutzen möchten. Die dargestellte Wertentwicklung berücksichtigt laut Quelle Ausschüttungen.

    Der IncomeShares Blockchain Leaders ETP ist bei insgesamt 1 Online Broker(n) sparplanfähig. Bei 1 Anbieter(n) ist der ETP aktuell kostenfrei im Sparplan erhältlich. Die Mindestsparrate beträgt 1,00 €. Der ETP ist nicht VL-fähig.

    MerkmalAngabe
    ISINXS3337192408
    WKNA4AU0R
    TickerBCKY
    Sparplanfähige Online Broker1
    Aktuell kostenfreie Sparplan-Anbieter1
    Mindestsparrate1,00 €
    VL-FähigkeitNicht VL-fähig

    Die Produktseite verweist außerdem auf Angaben zu Stammdaten, Ausschüttungen, Risiko- und Analysekennzahlen sowie auf Informationen zum LS Blockchain Leaders Inc Strtg PR USD Index. Kursdaten sind laut extraETF mindestens 15 Minuten zeitverzögerte Börsenkurse oder NAV-Kurse; Realtime-Kurse stammen, sofern verfügbar, von den jeweiligen Anbietern sowie von Lang & Schwarz oder CoinGecko.

    Infobox: Der IncomeShares Blockchain Leaders ETP trägt die ISIN XS3337192408 und die WKN A4AU0R. Er ist bei 1 Online Broker(n) sparplanfähig, die Mindestsparrate beträgt 1,00 €, und der ETP ist nicht VL-fähig.

    Ethereum-Layer-2 Blast beendet den Netzwerkbetrieb

    Das Ethereum-Layer-2-Netzwerk Blast stellt seinen Betrieb ein. Nach Angaben von Börse Express begründet das Team die Entscheidung damit, dass der Betrieb inzwischen mehr koste, als er einbringe, und kein glaubwürdiger Weg zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit gesehen werde.

    Nutzer sollen ihre Guthaben in das Ethereum-Hauptnetz zurückholen. Die Abhebungen pausieren zunächst rund eine Woche, weil Blast seine Assets aus dem Liquid-Staking-Protokoll Lido herauslöst. Anschließend soll sich die Auszahlungsfrist auf 24 Stunden verkürzen.

    Über die reguläre Benutzeroberfläche sind Auszahlungen bis zum 26. Oktober möglich. Danach sollen Abhebungen nur noch direkt über die Bridge-Verträge auf Ethereum erfolgen. Eine Anleitung dafür soll vorab veröffentlicht werden.

    Blast wurde im November 2023 vom Team hinter dem NFT-Marktplatz Blur gestartet. Paradigm führte die 20-Millionen-Dollar-Seed-Runde mit an, kritisierte jedoch öffentlich die Kommunikation zum Start. Zum Mainnet-Launch im Februar 2024 lagen laut Börse Express mehr als 2,3 Milliarden Dollar in der Bridge.

    Die weitere Entwicklung verlief problematisch. Nach dem Dencun-Upgrade im März 2024 produzierte das Netzwerk zeitweise keine Blöcke. Der Airdrop im Juni 2024 enttäuschte viele Nutzer, während der gebundene Wert zu diesem Zeitpunkt bereits um etwa 30 Prozent vom Höchststand gefallen war.

    Weitere Schließungen im Ethereum- und Kryptoumfeld

    Börse Express berichtet, dass Blast nicht das einzige Projekt im Ethereum-Umfeld ist, das seinen Betrieb beendet. Zerion kündigte im Mai das Ende seines gasfreien Layer-2 Zero Network nach rund 18 Monaten Laufzeit an.

    Das mit der südkoreanischen Börse Korbit verbundene Silicon Network nimmt seit dem 2. September keine Einzahlungen mehr an. Nutzer haben bis zum 31. Dezember Zeit, die verbliebenen knapp 10 Millionen Dollar abzuziehen.

    Auch die Börsenlandschaft wird laut Quelle kleiner. CoinEx will am 22. Dezember schließen und folgt damit auf BitMEX und BitMart.

    Projekt oder PlattformAngabe
    BlastNetzwerkbetrieb wird beendet
    Blast-AbhebungenZunächst rund eine Woche pausiert
    Blast-Auszahlungen über die reguläre OberflächeBis zum 26. Oktober
    Zero NetworkBetrieb nach rund 18 Monaten eingestellt
    Silicon NetworkKeine Einzahlungen seit dem 2. September
    Silicon NetworkAbhebungen bis zum 31. Dezember
    Verbliebene Mittel bei Silicon NetworkKnapp 10 Millionen Dollar
    CoinExSchließung am 22. Dezember geplant

    Infobox: Blast beendet seinen Betrieb und ermöglicht Auszahlungen über die reguläre Oberfläche bis zum 26. Oktober. Parallel meldet Börse Express weitere Schließungen und Einschränkungen bei Zero Network, Silicon Network und CoinEx.

    Gestohlene ETH aus Velocity-Hack weiterhin auf drei Wallets

    Ein weiterer von Börse Express beschriebener Strang betrifft den Hack der dezentralen Börse Velocity, die früher Drift hieß. Bei dem Angriff im April erbeuteten die Täter rund 295 Millionen Dollar; Mandiant ordnet den Angriff einer nordkoreanischen Gruppe zu.

    Die Beute wurde auf Ethereum transferiert. Drei Wallets halten weiterhin 107.165 ETH im Wert von knapp 286 Millionen Dollar. Eine vierte Adresse schleuste im Juli 23.094 ETH durch Tornado Cash.

    Velocity hat inzwischen Entschädigungsansprüche geöffnet. Die Auszahlungen starten bei etwa einem Cent je verlorenem Dollar. Tether sagte bis zu 127,5 Millionen Dollar zu; diese Summe war laut Börse Express im Dashboard noch nicht sichtbar.

    Für Ethereum ergibt sich daraus ein gemischtes Bild. Das Hauptnetz könnte davon profitieren, wenn Nutzer Kapital aus gescheiterten Layer-2-Netzen zurückholen. Gleichzeitig zeigt die Schließungswelle, dass zahlreiche Rollup-Geschäftsmodelle tragfähige Erlöse benötigen.

    AngabeWert
    Beute aus dem Velocity-HackRund 295 Millionen Dollar
    ETH auf drei Wallets107.165 ETH
    Wert der ETHKnapp 286 Millionen Dollar
    Durch Tornado Cash geschleuste ETH23.094 ETH
    Start der EntschädigungszahlungenEtwa ein Cent je verlorenem Dollar
    Von Tether zugesagtBis zu 127,5 Millionen Dollar

    Infobox: Drei Wallets halten weiterhin 107.165 ETH aus dem Velocity-Hack. Die Entschädigungszahlungen beginnen bei etwa einem Cent je verlorenem Dollar; Tether sagte bis zu 127,5 Millionen Dollar zu.

    21X Group wird Day-1-Launchpartner von Circle-Blockchain Arc

    Die 21X Group steigt als Day-1-Launchpartner in das Arc-Ökosystem ein und arbeitet mit Circle an Anwendungsfällen für tokenisierte Wertpapiere. Darüber berichtet Aktien.news.

    Die Tochtergesellschaft 21X AG betreibt laut Quelle das erste vollständig regulierte Handels- und Abrechnungssystem für tokenisierte Wertpapiere in der EU. Die Kooperation erfolgt im Zuge der Umstellung des Netzwerks auf das öffentliche Mainnet in der EU und den USA.

    Arc ist eine offene, EVM-kompatible Layer-1-Blockchain, die für Finanzmärkte, Echtzeit-Geldbewegungen und agentengestützte wirtschaftliche Aktivitäten konzipiert wurde. Als Gas werden Stablecoins eingesetzt, beginnend mit Circles eigenem USDC.

    Die 21X AG betreibt in der EU einen Handelsplatz, an dem institutionelle Teilnehmer tokenisierte Wertpapiere emittieren, handeln und über atomare Lieferung gegen Zahlung abwickeln können. Dadurch sollen Abrechnungszeit und Principal-Risiko reduziert werden. Der europäische Handelsplatz unterstützt derzeit USDC als Abrechnungswährung.

    Expansion der 21X Group in die USA

    Die 21X LLC kündigte ihren geplanten Eintritt in die USA am 29. September 2026 an. Dieser Schritt markiert laut aktien.news die erste Expansion außerhalb Europas und zielt auf den größten Kapitalmarkt der Welt.

    Die 21X LLC beantragt die Genehmigung durch die US-Behörden, um ein US-amerikanisches Broker-Dealer-Unternehmen zu gründen. Dieses soll ein alternatives Handelssystem betreiben, über das Teilnehmer mit tokenisierten Wertpapieren handeln können.

    21X Group und Circle untersuchen Arc als Netzwerk für die Emission, den Handel und die Abwicklung tokenisierter Wertpapiere in der EU und den USA. Vor dem Start des Arc-Mainnets testeten beide Unternehmen erfolgreich den Handel mit tokenisierten Wertpapieren über die EU-Kapitalmarktinfrastruktur der 21X AG.

    Die Abwicklung erfolgte dabei atomar gegen USDC in weniger als einer Sekunde. Asset Manager im Arc-Ökosystem sollen mit der bestehenden EU-Plattform der 21X AG und der erwarteten US-Plattform zusammenarbeiten können, vorbehaltlich beider Genehmigungen durch die EU- und US-Behörden.

    • Arc ist eine offene, EVM-kompatible Layer-1-Blockchain.
    • USDC dient als Abrechnungswährung und als Gas.
    • Tokenisierte Wertpapiere sollen auf Arc gelistet und gegen USDC gehandelt werden können.
    • Ein Test mit tokenisierten Wertpapieren wurde in weniger als einer Sekunde atomar gegen USDC abgewickelt.
    • Die geplante US-Plattform steht unter dem Vorbehalt der Genehmigungen durch die EU- und US-Behörden.

    Regulierte Infrastruktur für tokenisierte Kapitalmärkte

    Die 21X Group umfasst die 21X AG und die 21X Service GmbH in Europa sowie die 21X LLC und die 21X USA LLC in den Vereinigten Staaten. Am 8. September 2025 eröffnete die 21X AG laut aktien.news das erste autorisierte Handels- und Abrechnungssystem auf Basis verteilter Ledger-Technologie in der EU.

    Die 21X AG betreibt ihren Handels- und Abrechnungsplatz in der EU unter der Aufsicht der BaFin und der ESMA. Die Infrastruktur ist darauf ausgelegt, über mehrere verteilte Ledger-Netzwerke hinweg zu operieren und regulatorische Anforderungen der jeweiligen Märkte zu berücksichtigen.

    Die Plattform ermöglicht atomaren Handel ohne Gegenparteirisiko durch smart-contract-basierte Emission, den Handel und die Abwicklung von tokenisierten Aktien, Anleihen und Fonds. Für deutsche Anleger ist die Entwicklung laut Quelle relevant, weil die 21X AG ihren Sitz in Frankfurt hat und unter BaFin-Aufsicht steht.

    Aktien.news weist zugleich darauf hin, dass die 21X LLC kein registrierter Broker-Dealer gemäß dem US-Securities Exchange Act von 1934 und kein Mitglied der Financial Industry Regulatory Authority, Inc. ist. Die Pressemitteilung und ihr Inhalt stellen daher kein Angebot und keine Aufforderung zum Verkauf, Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren oder anderen Produkten oder Dienstleistungen für US-Personen dar.

    Infobox: 21X Group und Circle testen tokenisierte Wertpapiere auf Arc mit atomarer Abwicklung gegen USDC in weniger als einer Sekunde. Die geplante US-Expansion und die erwartete US-Plattform stehen unter dem Vorbehalt der erforderlichen Genehmigungen.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Entwicklung markiert einen strategischen Richtungswechsel: Blockchain-Technologie wird zunehmend nicht als Ersatz, sondern als mögliche technische Erweiterung regulierter Geld- und Kapitalmarktinfrastrukturen betrachtet. Entscheidend wird sein, ob Effizienzgewinne bei Abwicklung und Programmierbarkeit die zusätzlichen Anforderungen an Rechtssicherheit, Liquidität, Datenschutz und Systemstabilität rechtfertigen.

    Zusammenfassung: Die institutionelle Relevanz verteilter Ledger wächst, bleibt aber an belastbare Geschäftsmodelle, klare Regulierung und eine verlässliche Einbindung in bestehende Finanzsysteme gebunden.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Spannend ist für mich vor allem, dass hier zwei sehr unterschiedliche Seiten derselben Entwicklung sichtbar werden. Auf der einen Seite bauen EZB, Circle und 21X an regulierter Infrastruktur für tokenisierte Wertpapiere und digitales Zentralbankgeld. Auf der anderen Seite zeigt Blast, dass ein technisch interessantes Netzwerk allein noch lange kein tragfähiges Geschäftsmodell ergibt. Genau dieser Unterschied wird meiner Meinung nach oft unterschätzt: Eine schnelle Blockchain ist schön, aber am Ende muss jemand dauerhaft Gebühren zahlen und einen echten Nutzen darin sehen.

    Beim EZB-Teil finde ich das zweite Modell besonders nachvollziehbar. Eine komplette Umstellung auf tokenisierte Zentralbankreserven klingt zwar elegant, wäre aber vermutlich ein riesiger rechtlicher und technischer Kraftakt. Eine Verbindung zwischen bestehendem TARGET-System und DLT könnte der pragmatischere Weg sein. So könnte man neue Anwendungen testen, ohne gleich die gesamte Abwicklung auf den Kopf zu stellen. Trotzdem bleibt die Frage, wie viel Komplexität dadurch entsteht. Wenn am Ende mehrere Systeme miteinander kommunizieren müssen, ist nicht automatisch alles einfacher oder schneller.

    Auch beim dritten Modell sollte man genauer hinschauen. Ein privat ausgegebener Abwicklungstoken, der durch Zentralbankreserven gedeckt ist, klingt zunächst ziemlich sicher. Aber rechtlich besteht eben kein direkter Anspruch gegenüber der EZB. Damit hängt viel vom jeweiligen Anbieter und seinen Sicherheiten ab. Für professionelle Marktteilnehmer mag das beherrschbar sein, für kleinere Anleger dürfte der Unterschied allerdings kaum verständlich sein. Da braucht es sehr klare Informationen und nicht nur schicke Begriffe wie „vollständig gedeckt“.

    Das Ende von Blast ist für mich eigentlich keine Überraschung, sondern eher ein Warnsignal für den gesamten Layer-2-Markt. Milliarden an gebundenem Kapital während der Startphase wirken beeindruckend, sagen aber wenig darüber aus, ob ein Netzwerk langfristig gebraucht wird. Viele Nutzer sind vermutlich wegen Anreizen, Airdrops und Renditeversprechen gekommen und nicht, weil sie unbedingt genau diese Infrastruktur nutzen wollten. Wenn diese Belohnungen wegfallen, zeigt sich dann ziemlich schnell, wie viel echte Nachfrage übrig bleibt.

    Für Nutzer gescheiterter Netzwerke ist das natürlich trotzdem bitter. Gerade die Übergangsphase bei den Auszahlungen und der Hinweis auf direkte Bridge-Verträge macht deutlich, dass man seine technischen Möglichkeiten kennen muss. Wer seine Guthaben irgendwo liegen lässt, kann später nicht einfach davon ausgehen, dass eine benutzerfreundliche Oberfläche für immer verfügbar bleibt. Das ist ein ziemlicher Gegensatz zu klassischen Banken, wo man bei einer Schließung normalerweise nicht erst Smart-Contract-Adressen und Bridges verstehen muss.

    Bei dem IncomeShares-ETP wäre ich ebenfalls vorsichtig. Die Möglichkeit eines Sparplans ab einem Euro klingt erstmal niedrigschwellig, aber ein günstiger Einstieg macht ein Produkt nicht automatisch günstig oder risikoarm. Gerade bei einem thematischen ETP sollte man sich Gebühren, Zusammensetzung, Ausschüttungsmechanik und die enthaltenen Unternehmen genau ansehen. „Blockchain Leaders“ kann am Ende eine ziemlich konzentrierte Wette auf wenige Firmen sein. Wer einen laufenden Ertrag erwartet, sollte außerdem prüfen, ob dieser tatsächlich aus stabilen Einnahmen kommt oder teilweise nur durch die Struktur des Produkts ermöglicht wird.

    Der Velocity-Hack zeigt dann noch die unangenehmste Seite der Branche. 107.165 ETH auf drei Wallets sind keine Kleinigkeit, und eine Entschädigung von etwa einem Cent je verlorenem Dollar ist für Betroffene natürlich kaum mehr als ein symbolischer Anfang. Dass Tether eine größere Summe zugesagt hat, ist zwar positiv, aber solange das Geld nicht wirklich im Dashboard oder bei den Geschädigten angekommen ist, bleibt eben eine gewisse Unsicherheit. Genau hier zeigt sich, dass dezentrale Systeme bei Fehlern und Angriffen nicht automatisch bessere Schutzmechanismen haben.

    Die Zusammenarbeit von 21X und Circle finde ich dagegen grundsätzlich interessant, gerade weil sie nicht nur mit Krypto-Spekulation zu tun hat. Tokenisierte Anleihen, Fonds oder Aktien könnten bei Ausgabe und Abwicklung tatsächlich Vorteile bringen. Eine atomare Lieferung gegen Zahlung in weniger als einer Sekunde klingt technisch überzeugend. Entscheidend ist aber, ob genügend Liquidität vorhanden ist. Ein Markt kann noch so schnell abwickeln, wenn kaum Käufer und Verkäufer vorhanden sind, bringt die Geschwindigkeit wenig.

    Außerdem darf man die regulatorischen Vorbehalte nicht kleinreden. Die geplante US-Plattform ist noch genehmigungsabhängig, und 21X LLC ist laut Artikel kein registrierter Broker-Dealer. Das sollte man bei allen positiven Meldungen im Hinterkopf behalten. Pressemitteilungen klingen naturgemäß gern so, als sei der nächste große Finanzmarkt bereits fertig aufgebaut. In Wirklichkeit stehen viele dieser Projekte noch vor der Frage, ob sie dauerhaft Nutzer, Emittenten und ausreichend Handelsvolumen gewinnen.

    Insgesamt sehe ich deshalb keinen Widerspruch zwischen dem Fortschritt bei institutionellen Blockchain-Projekten und dem Scheitern einzelner Layer-2-Netzwerke. Im Gegenteil: Wahrscheinlich wird genau diese Bereinigung dazugehören. Nicht jede Chain und nicht jedes Token-Modell wird überleben. Am Ende dürften sich eher die Lösungen durchsetzen, die rechtlich sauber eingebunden sind, echte Kosten senken und nicht nur durch hohe Renditeversprechen Aufmerksamkeit erzeugen. Für Anleger heißt das wohl, weniger auf die großen Schlagworte zu schauen und stärker auf Einnahmen, Nutzung und die konkrete Haftungskette zu achten.
    Ich finde, ein Punkt geht in der Diskussion noch etwas unter: Die vielen Schliessungen sagen nicht nur etwas über einzelne schlechte Projekte aus, sondern auch darüber, wie schwer es ist, überhaupt dauerhaft Orientierung in diesem ganzen Layer-2 und Tokenisierungs dings zu behalten. Für normale Nutzer wirkt das doch irgendwann wie ein Bahnhof mit hundert Gleisen, wo jeden Monat ein neues dazukommt und am Ende fährt trotzdem kein Zug pünktlich. Erst heist es skalieren, dann werden Gebühren billiger, dann kommen Punkte und Airdrops, und später merkt man das die eigentliche Nutzung garnicht so gross war.

    Besonders auffällig finde ich die zeitlichen Fristen bei den Abhebungen. Bis zum 26. Oktober klingt erstmal noch weit weg, aber solche Daten sind schneller da als man denkt. Danach direkt mit Bridge-Verträgen zu hantieren ist für viele sicher keine realistische Option. Man braucht dann nicht nur die richtige Wallet sondern auch das richtige Netzwerk, Gas und muss hoffen das man nicht auf eine falsche Seite reinfällt. Ein kleiner Schreibfehler bei der Vertragsadresse und das Geld ist vermutlich nicht einfach nur verspätet sondern wirklich weg. Da könnte man meiner Meinung nach viel stärker über eine Art standardisierten Notausgang reden, den jedes Projekt für den Fall einer Einstellung bereitstellen muss.

    Auch die weiteren Namen im Artikel, also Zero Network, Silicon Network und CoinEx, wirken in der Summe fast wie ein schleichender Rückzug. Bei einem einzelnen Projekt kann man noch sagen, das Geschäftsmodell war halt falsch. Wenn aber mehrere Plattformen in kurzer Zeit Abhebungen begrenzen oder komplett aufhören, stellt sich doch die Frage, ob es überhaupt genug Platz für so viele Anbieter gab. Vielleicht war der Markt während der guten Phase einfach künstlich zu voll, weil Kapital und Aufmerksamkeit leicht zu bekommen waren. Jetzt wird ausgesiebt und man sieht erst, welche Unternehmen wirklich Personal, Technik und Kundendienst über längere Zeit bezahlen können.

    Dabei wird oft nur auf den gesperrten oder gebundenen Gesamtwert geschaut. Der klingt dann riesig und beeindruckend, aber dieser Wert ist nicht das gleiche wie Umsatz. Geld kann auf einer Plattform liegen, weil es Zinsen, Punkte oder einen möglichen Airdrop gibt. Das heist nicht, das jemand für die eigentliche Infrastruktur bezahlen möchte. Ein Projekt kann also Milliarden bewegen und trotzdem jeden Monat Verlust machen. Für mich wäre deshalb eine Kennzahl wie echte Gebühreneinnahmen pro aktivem Nutzer viel interessanter als nur TVL und irgendwelche Startbewertungen.

    Bei CoinEx frage ich mich außerdem, was eine Schließung für die Nutzer praktisch bedeutet, besonders wenn sie nicht täglich Nachrichten lesen. Viele Leute kaufen Krypto nicht mit dem Gedanken, das sie irgendwann eine Plattform aktiv verlassen müssen. Sie glauben vermutlich, eine Börse sei ungefähr wie ein Depot oder Bankkonto. Der technische Unterschied ist aber gewaltig, und die Verantwortung wird bei Problemen sehr schnell zum Kunden geschoben. Das mag rechtlich vielleicht so vorgesehen sein, aber verständlich oder kundenfreundlich ist es deswegen noch lange nicht.

    Noch ein anderer Aspekt ist die Frage nach der Konzentration. Wenn nur wenige grosse Börsen und Infrastrukturanbieter übrig bleiben, ist das zwar vielleicht effizienter, aber auch gefährlicher wenn einer davon ausfällt. Man bekommt dann weniger kleine Projekte, dafür aber grössere zentrale Knotenpunkte. Das ist irgendwie genau die Ironie an der dezentralen Branche. Erst will man Vermittler abschaffen und am Ende hängen viele Nutzer doch wieder an einigen Firmen, die Benutzeroberflächen, Verwahrung, Bridges oder Stablecoins kontrollieren.

    Bei Arc und der Zusammenarbeit mit 21X finde ich deshalb besonders interessant, wie die Nutzer überhaupt gefunden werden sollen. Ein schneller Handel in unter einer Sekunde ist technisch natürlich toll, aber Geschwindigkeit alleine ist kein Markt. Ein Wertpapierhandel braucht Käufer und Verkäufer, Preisfindung, Market Maker und Vertrauen in die Regeln. Wenn alles über USDC läuft, kommt ausserdem eine weitere Abhängigkeit dazu. Selbst wenn der Token praktisch durch Dollar gedeckt ist, bleibt die Frage wer einfrieren darf, wie Transaktionen geprüft werden und was bei einem Streit passiert. Dezentral fühlt sich das dann wohl eher nicht an, auch wenn die Blockchain offen und EVM kompatibel ist.

    Das mit dem EVM ist auch so ein Begriff, den viele wahrscheinlich einfach überlesen. Für Entwickler ist Kompatibilität wichtig, für Anleger sagt es aber erstmal wenig über Sicherheit oder Erfolg aus. Ein Netzwerk kann dieselben Werkzeuge wie Ethereum benutzen und trotzdem kaum Nutzer haben. Ich glaube da wird technische Anschlussfähigkeit schnell mit wirtschaftlicher Qualität verwechselt. Eine Autobahn kann mit dem gleichen Asphalt gebaut sein wie eine andere, aber wenn keiner zu den Orten fahren will bringt die Strasse trotzdem nicht viel.

    Bei tokenisierten Wertpapieren sehe ich zusätzlich die Frage, was genau tokenisiert wird und was nicht. Wenn eine Aktie als Token auf einer Blockchain liegt, ist damit ja nicht automatisch das gesamte Aktionärsrecht digital und weltweit gleich geregelt. Es braucht weiterhin ein Register, eine Verwahrstelle oder irgendeine rechtliche Zuordnung. Und wenn die Blockchain schneller ist als die Gerichte, hilft die schnelle Abwicklung im Konfliktfall auch nur begrenzt. Vielleicht ist die Technik bei der Lieferung gegen Zahlung tatsächlich nützlich, aber sie ersetzt nicht die ganzen langsameren Institutionen drumherum.

    Der Hinweis auf die noch ausstehenden Genehmigungen in den USA sollte daher wirklich nicht nur als Kleingedrucktes gesehen werden. Ein geplanter Broker-Dealer ist noch kein zugelassener Broker-Dealer. Das klingt banal, wird in Werbemeldungen aber schnell zu einer fertigen Erfolgsgeschichte. Gerade wenn von Day-1-Partner und Mainnet die Rede ist, entsteht bei mir der Eindruck, das sei alles schon komplett offen für normale Anleger. Tatsächlich sind solche Angebote vermutlich zunächst eher für grosse professionelle Marktteilnehmer gedacht.

    Und vielleicht ist genau das auch der Grund, warum die EZB so vorsichtig an die Sache rangeht. Wenn institutionelle Märkte künftig auf verschiedenen Netzwerken laufen, muss nicht nur die Technik funktionieren, sondern auch die Verbindung zwischen den Systemen bei Ausfällen. Was passiert wenn ein Netzwerk stehen bleibt, ein Stablecoin eingefroren wird oder eine Schnittstelle falsche Daten liefert? Bei einer normalen Überweisung gibt es schon komplizierte Rückabwicklungen, auf Smart Contracts lässt sich aber nicht einfach ein Mitarbeiter setzen der alles zurückdreht. Programmierbar heist leider nicht automatisch fehlerfrei.

    Ich finde auch die Möglichkeit von mehreren miteinander verbundenen Hauptbüchern etwas unterschätzt. Das klingt zunächst flexibel, kann aber für Prüfungen und Verantwortlichkeiten ziemlich unübersichtlich werden. Wenn ein Wertpapier auf Ledger A ausgegeben, auf Ledger B gehandelt und auf Ledger C bezahlt wird, muss jederzeit klar sein welches System im Zweifel rechtlich zählt. Sonst haben wir zwar schnelle Transaktionen aber langsame Diskussionen darüber, welche Transaktion überhaupt gültig war. Die Technik kann also neue Schnittstellen schaffen, aber jede Schnittstelle ist auch eine neue mögliche Fehlerstelle.

    Insgesamt wirkt der Markt für mich deshalb zweigeteilt. Auf der einen Seite verschwinden Projekte, die offenbar vor allem durch Anreize und grosse Versprechen gewachsen sind. Auf der anderen Seite bauen EZB, Circle und 21X an Dingen, die viel nüchterner und weniger spektakulär daherkommen. Vielleicht ist das sogar ein gutes Zeichen. Die Zukunft der Blockchain findet dann nicht unbedingt in den lautesten Token statt, sondern in langweiligen Abwicklungssystemen die keiner täglich auf Social Media feiert. Aber auch diese Infrastruktur muss erst beweisen, dass sie billiger, robuster und wirklich nützlicher ist als die bestehenden Systeme.

    Und für Anleger bleibt vermutlich die wichtigste Frage nicht ob irgendwo Blockchain draufsteht, sondern wer bei einem Fehler zuständig ist. Gibt es eine klare Firma, eine Aufsicht, einen Anspruch und eine erreichbare Stelle? Wenn die Antwort nur aus Wallet, Bridge und Community-Discord besteht, wäre ich jedenfalls sehr vorsichtig. Da kann das Projekt noch so modern wirken, am Ende ist ein funktionierender Kundensupport manchmal die wichtigere Innovation.

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    Zusammenfassung des Artikels

    EZB prüft drei Blockchain-Modelle für Zentralbankgeld, während tokenisierte Märkte entstehen und mehrere Krypto-Projekte wegen wirtschaftlicher Probleme schließen.

    Die besten Bücher zum Thema Bitcoin
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