Veröffentlicht: 03.11.2017

Bitcoin Mining

Was ist eigentlich die Bitcoin?

Bei Bitcoin handelt es sich um die wohl bekannteste und meist gehandelte Kryptowährung, welche derzeit am Markt gehandelt wird. Dabei wurde die Grundidee der Bitcoin bereits 2008 veröffentlicht und 2009 anschließend das Protokoll zur Einführung der Bitcoin veröffentlicht. Seit diesem Zeitpunkt dient die Bitcoin als digitales Zahlungsmittel, welches als elektronisches Pendant zu konventionellen Währungen wie dem Euro, Dollar oder Pfund gilt. Allerdings ist die Bitcoin-Kryptowährung nicht speziell für den Einsatz in einem Währungsraum konzipiert worden, sondern dient für den weltweiten Einsatz.

Die Entwickler verfolgten die Idee, eine globale Währung zu erschaffen, welche dezentral organisiert ist. Durch die Dezentralisierung wird eine maximale Unabhängigkeit von finanzwirtschaftlichen Institutionen, etwa den Notenbanken oder Regierungen, erreicht. Des Weiteren basiert Bitcoin auf einem Peer-to-Peer-Netzwerk, welches aus weltweit vernetzten Clients besteht. Diese Clients ermöglichen das Durchführen von Transaktionen und speichern diese in der Blockchain ab. Durch das Verwenden der Blockchain sind diese Transaktionen nicht mehr veränderbar oder manipulierbar. Die aktuelle Marktkapitalisierung der Bitcoin liegt bei rund 102 Milliarden USD und der Preis je Token notiert zudem bei aktuell 6158,67 USD. Tägliche werden zudem Bitcoin im Wert von rund 2,58 Milliarden USD gehandelt. Der meiste Handel findet dabei zwischen Bitcoin und USD statt, sodass rund 40 % des täglichen Handelsvolumens durch diesen Umtausch realisiert werden.

Benötige ich ein Bitcoin Wallet, um Bitcoin zu besitzen?

Bitcoin Wallet

Bitcoin Wallet

Um Transaktionen durchzuführen, wird ein Bitcoin-Wallet benötigt, in der zudem das persönliche Guthaben gespeichert wird. Diese digitale Geldbörse wird von verschiedenen Anbietern bereitgestellt und basiert jeweils auf einer unterschiedlichen technischen Grundlage. Die sogenannten „Web Wallets“ sind mithilfe eines Browsers abrufbar und sowohl an Computern, als auch mobilen Endgeräten nutzbar.

Hierzu gehören die Anbieter Coinbase, Blockchain und BitPanda, die allesamt einen deutschen Service anbieten und mit einer hohen Sicherheit, Privatsphäre und Nutzbarkeit überzeugen können. Zudem sind diese drei Dienste komplett kostenlos. Die Hardware Wallets basieren auf einer externen Hardware-Lösung, sodass diese Vorteile bei den Aspekten der Sicherheit und Privatsphäre mit sich bringen. Allerdings ist die Bedienungsfreundlichkeit geringer und die externe Hardware muss zudem bezahlt werden. Die bekannten Anbieter in dieser Kategorie sind Ledger Nano S und Trezor, welche beide ausschließlich in englischer Sprache erhältlich sind.

Zudem kostet Ledger Nano S 70 Euro und Trezor 90 Euro. Zudem gibt es Wallets, welche in Form eines Desktop Clients funktionieren. Das bedeutet, dass sie auf einem Computer in Form einer Anwendung installiert und gestartet werden. Die bekannteste Geldbörse in diesem Fall ist Exodus. Diese Anwendung ist ausschließlich in Englisch verfügbar und bietet eine gute Sicherheit und Bedienbarkeit. Die Privatsphäre wird hingegen nur mäßig geschützt. Für die Nutzung von Exodus werden keine Gebühren erhoben.

Was ist Bitcoin Mining?

Was ist Bitcoin Mining

Was ist Bitcoin Mining

Aktuell befinden sich zudem 16,5 Millionen Bitcoin-Token im Umlauf, allerdings ist das Maximum auf 21 Millionen festgesetzt. Die Tokens, die sich aktuell nicht im Umlauf befinden, können mithilfe des sogenannten Minings gewonnen werden. Bei diesem Prozess werden neue Tokens „geschürft“.

Das Mining findet dabei ausschließlich über das Netzwerk statt, welches nicht von einzelnen Nutzern kontrolliert werden kann. Zudem benötigt das Mining Rechenleistung um die anfallenden Transaktionen zu verarbeiten, synchronisieren und die Nutzer im Netzwerk abzusichern. Im Gegenzug für die Bereitstellung der Rechenleistung erhalten die Nutzer anschließend eine Aufwandsentschädigung in Form von Bitcoin. Insbesondere für Privatnutzer stellt sich daher die Frage, ob das private Mining von Bitcoin möglich ist.

Kann man Bitcoin selbst minen?

Bitcoin selbst minen

Bitcoin selbst minen

Der Begriff des Minings ist angelehnt an das Schürfen von Gold. Ähnlich wie beim damaligen Goldrausch ist heutzutage eine ähnliche Bewegung zu beobachten. Zusätzlich steigt der Wert des Bitcoins permanent an, so dass dieser mittlerweile bei über 6000 USD pro Token liegt. Grundlegend gilt beim Mining von Bitcoin, dass sich die Nutzer in einem dezentralen Netzwerk bewegen, welches weltweit Anwendung findet.

Die Belohnung für das Schürfen ist abhängig von der zur Verfügung gestellten Rechenkapazität. Das bedeutet, dass User mit einer hohen Rechenkapazität höher belohnt werden. Gleichzeitig werden Nutzer mit einer niedrigen Rechenkapazität nur marginal am Erfolg beteiligt. Des Weiteren muss die Endlichkeit beim Minen beachtet werden, denn der Bitcoin hat eine Limitierung von 21 Millionen Token und aktuell befinden sich bereits mehr als 16,5 Millionen Token im Umlauf.

Hieraus ergibt sich gleichzeitig die wohl größte und prägnanteste Differenz zum Fiat-Geld, welches über keinen inneren Wert verfügt und durch die Zentralbanken in Bezug auf die Geldmenge gesteuert wird. Bitcoin hingegen ist limitiert und aufgrund der Verknappung ergibt sich ein messbarer Wert, ähnlich wie bei Gold oder anderen Rohstoffen. Allerdings hat das Mining einen Haken, denn der Mining-Prozess wird im Zeitverlauf schwieriger und die Anforderungen an die Rechenleistung nehmen zu. Hierdurch ergibt sich ebenfalls ein höherer Strombedarf, welcher dem Verdienst gegenüber zu stellen ist.

Wie funktioniert das Mining?

Wie funktioniert das Mining

Wie funktioniert das Mining

Das Mining wird durch die Verifizierung abgeschlossener Transaktionen ermöglicht. Diese Transaktionen müssen durch das Generieren von Hashes in einem Block gespeichert werden, welcher anschließend ein Teil der Blockchain wird. Grundsätzlich werden durch das Proof-of-Work-Prinzip und das Proof-of-Stake-Prinzip zwei Verfahren für die Verifizierung von Transaktionen in der Blockchain unterschieden. Im Fall der Bitcoin wird das Proof-of-Work-Verfahren angewandt, welches auf einer kryptographischen Hashfunktion basiert. Die Hashfunktion legt die Grundlage für jeden neuen Block und definiert des Header.

Anschließend wird über die Mining-Software eine zufällige Zahl generiert, welche auch als „Nonce“ bezeichnet wird. Basierend auf der Nonce und weiteren Rahmenbedingungen entsteht eine Zahlen-Buchstaben-Kombination, die die Zielschwierigkeit bestimmt. Das Ziel ist es dabei einen Hash zu finden, dessen Zahl niedriger als die vorgegebene Zielschwierigkeit ist. Gelingt dies, dann kann der Block verifiziert werden und die beteiligten Miner werden belohnt. Allerdings handelt es sich bei den Hashes um komplexe mathematische Gleichungen, die weltweit durch Nutzer gelöst werden sollen. Hierdurch entsteht ein Konkurrenzkampf und die Rechenleistung rückt in den Mittelpunkt.

Lohnt sich Bitcoin Mining?

Lohnt sich Bitcoin Mining

Lohnt sich Bitcoin Mining

Ein wichtiger Faktor beim Mining ist die Rentabilität, welche durch die Ausschüttung erzielt wird. Neben den zuvor genannten Stromkosten fallen auch Kosten für die Hard- und Software an. Des Weiteren ist es möglich das Mining über einen Großrechner zu betreiben, allerdings ist dieser Ansatz für die meisten Privatnutzer eher nicht realisierbar. Ein interessanterer Ansatz ist das sogenannte Cloud-Mining, bei dem Rechenkapazitäten in der Cloud für den Mining-Prozess genutzt werden. Aufgrund der steigenden Performance dieser Lösungen werden diese immer attraktiver. Allerdings sind auch bei diesem Ansatz die Kosten zu beachten, da diese für die gemietete Rechenleistung nicht unerheblich sind.

Die Miner müssen zudem darauf achten, dass das Mining immer schwieriger wird, desto mehr Token bereits geschürft wurden. Zudem wird die Suche nach neuen Blöcken ebenfalls anspruchsvoller und die gesamte Community wird über den erfolgreichen Abschluss eines Blocks informiert. Hierdurch steigert sich die Motivation innerhalb der Community und der Wettbewerb wird angekurbelt.

Wie kann ich Bitcoin Mining betreiben?

Das Betreiben von Bitcoin-Mining ist auf mehrere Arten möglich. Allerdings haben sich drei Ansätze in der Praxis durchgesetzt. Hierzu gehört das Minen als einzelner Nutzer, das Minen in einem Mining Pool sowie das Minen per Cloudanwendungen. Nachfolgend werden die verschiedenen Ansätze vorgestellt und die Vor- sowie die Nachteile analysiert.

Was ist sogenanntes Bitcoin Cloudmining?

Bitcoin Cloudmining

Bitcoin Cloudmining

Eine der genannten Möglichkeiten, um erfolgreiches Mining zu betreiben ist das sogenannte Cloud-Mining, bei dem der Nutzer auf einen externen Dienstleister zurückgreift und dessen Rechenkapazitäten mietet. Hierfür entfällt eine Gebühr. Alle Bitcoins, die während des Minings geschürft werden, werden dabei auf die Geldbörse des Miners gutgeschrieben. Um mit dem Cloud-Mining zu starten muss einzig eine Bitcoin-kompatible Geldbörse vorhanden sein, Rechenleistung in der Cloud gemietet und anschließend mit dem Mining begonnen werden.

Beim Cloud-Mining existieren zum aktuellen Zeitpunkt mehrere Anbieter, die eine passende Infrastruktur anbieten. Hierbei sind insbesondere Invia World, Hashflare, Hashing 24, Omnia Mining, Bitclub Network, Genesis Mining und Minergate zu erwähnen. Grundlegend bieten alle Anbieter eine passende Lösung für das Mining an, allerdings empfiehlt es sich vor dem Vertragsabschluss mit einem der Anbieter die möglichen Renditen zu überprüfen.

Des Weiteren befindet sich insbesondere Bitcoin im Augenmerk der Nutzer, sodass täglich veränderte Bedingungen das Geschäft beeinflussen. Grundsätzlich sind die Kosten für die Nutzung einer externen Dienstleistung mit einem Kapitaleinsatz verbunden, sodass hier ein höheres Risiko entsteht. Allerdings sind die Chancen einen höheren Gewinn zu erzielen ebenfalls vorhanden, sodass eine konkrete Analyse der einzelnen Anbieter verpflichtend ist.

Einsatz von Bitcoin Mining Software

Bitcoin Mining Software

Bitcoin Mining Software

Während die Hardware den eigentlichen Schürfvorgang betreibt dient die Software dazu, die Hardware mit dem Rest des Netzwerkes zu verbinden. Insbesondere für einzelne Miner stellt diese Software eine wichtige Rahmenbedingung dar, da somit der Bitcoin-Miner mit der gesamten Blockchain verbunden wird. Auch für Mitglieder eines Mining Pools ist diese relevant, da somit die Verbindung zum Mining Pool sichergestellt wird. Einzig Cloud-Miner benötigen keine Software, da diese vom Anbieter bereitgestellt wird. Die Kernaufgabe der Software ist die Herstellung einer Verbindung zwischen der Hardware und der Blockchain. Des Weiteren stellt die Software sicher, das fertiggestellte Arbeiten anderer Miner publiziert werden. Zudem verfolgt die Mining-Software den Input, also Arbeitszeit und Energieaufnahme, sowie den generierten Output in Form von Bitcoin-Token. Weiterhin können Statistiken über die Lüfter-Geschwindigkeit, Hashrate, Geschwindigkeit der Hardware sowie über die Temperaturentwicklung abgerufen werden.

Im Bereich der Hardware gibt es mehrere Anbieter. Dabei wird unterschieden zwischen Software für Windows, Linux und Mac OS. Insbesondere der Bitcoin Miner, BTCMiner, CGMiner, BFGMiner und EasyMiner wurden für Windows optimiert und bieten den Nutzern dieses Betriebssystems die beste Performance. Für Linux sind der EasyMiner, BFGMiner und CGMiner beliebte Produkte, wobei insbesondere der CGMiner eine hohe Beliebtheit unter den Minern genießt. Ebenfalls wird das Apple-Betriebssystem Mac OS unterstützt. Jedoch befindet sich derzeitig einzig der RPC Miner im Softwareangebot.

Bedarf entsprechender Bitcoin Mining Hardware

Bitcoin Mining Hardware

Bitcoin Mining Hardware

Die Besonderheit beim Bitcoin-Mining ist, dass eine besondere Hardware benötigt wird und der Einsatz eines konventionelle PCs nicht möglich ist. Die Hardware verfügt über einen ASCI-Chip, welcher insbesondere für das Mining konzipiert wurde. Bei der Wahl des passenden Chipsatzes ist vor allem auf die Energieeffizienz zu achten, da diese die Rentabilität maßgeblich beeinflusst. Als besonders effizient gilt der AntMiner S9, welcher über den Browser konfiguriert wird und per LAN-Kabel mit dem Router verbunden wird. Doch auch der Raspberry Pi in der aktuellsten Ausführung eignet sich für das Mining. Neben den Stromkosten muss jedoch auch der hohe Zeitbedarf berücksichtigt werden, sodass auch diese Opportunitätskosten in die Rentabilitätsrechnung einfließen sollten.

Die Alternative für das individuelle Mining ist das Mining in einem Mining Pool. In diesen Mining Pools schließen sich Miner zusammen, um die verfügbaren Rechenkapazitäten zu bündeln und somit optimiertes minen zu betreiben. Allerdings zeichnen sich diese Pools durch mehrere Vor- sowie Nachteile aus. Insbesondere Nutzer, die bisher kein rentables Mining betreiben konnten bietet der Mining Pool eine interessante Alternative.

Zudem sind die Gruppen ebenfalls für jene Nutzer empfehlenswert, die vor den hohen Kosten der Cloud-Lösungen bisher zurückgeschreckt sind. Besonders der Vorteil, dass kein besonderes Know-How erforderlich ist, um in einem Mining Pool zu agieren stellt sich als Vorteil heraus. Doch auch der verhältnismäßig niedrige Kapitaleinsatz ist hervorzuheben. Des Weiteren bedarf ein Mining Pool keiner Selbstverwaltung, sodass der Zeitaufwand erheblich gesenkt werden kann. Neben den Vorteilen existieren jedoch auch Nachteile, etwa die hohe Anzahl an verfügbaren Mining Pools. Hierdurch sinken die Chancen neue Blöcke abzuschließen. Zudem fällt die Wahl des richtigen Mining Pools schwer. Insbesondere für kleine, private Miner ist es schwer einem professionellen Pool beizutreten, da diese offiziell in der Blockchain gelistet werden.

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