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Mining Redaktion Krypto-Magazin · Stand

Das Märchen vom Mining Pool

Inhalt 10 Abschnitte

Einleitung

„Ein Cloud Mining Anbieter ist nur dann ein echtes Mining Unternehmen, wenn es in der Pool Statistik von blockchain.info gelistet ist.“ - so oder so ähnlich wurde zur Entstehungszeit dieses Artikels über unterschiedliche Mining Anbieter gesprochen. In diesem Artikel möchten wir mit diesem Ammenmärchen ein wenig aufräumen.

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Natürlich gibt es in der Mining Branche schwarze Schafe und Scams. Was ist überhaupt ein Mining Pool, und was sagt ein eigener Pool über einen Anbieter aus? Darum geht es in diesem Artikel.

Was ist überhaupt ein Mining Pool?

Ich möchte in diesem Artikel das Thema Mining Pool nicht allzu technisch angehen. Wen die Mathematik hinter dem Mining Pools interessiert, der findet im englischen Wikipedia-Artikel Mining pool eine Erklärung hinsichtlich der Verteilungsverfahren von Gewinnen in den Pools. Grundsätzlich kann man die Funktionsweise eines Mining Pools mit der einer Lotto Tippgemeinschaft vergleichen. Wenn sich viele Spieler zusammentun, dann hat die ganze Gemeinschaft eine höhere Chance auf einen Gewinn.

Würde ein einzelner Miner heute beim Bitcoin versuchen im Proof of Work Verfahren einen Bitcoin zu schürfen, so hätte er bei der aktuellen Schwierigkeit wohl kaum mehr eine Chance. Bei einem Mining Pool schließen sich mehrere Miner über einen zentralen Pool zusammen und leisten anteilig ihren Beitrag an Rechenleistung. Je nach Ausschüttungsverfahren beim jeweiligen Pool erhält jeder Teilnehmer nun ein Stück vom Kuchen. Dieses Verfahren hat sich im internationalen Wettbewerb um das digitale Gold durchgesetzt.

Vor- und Nachteile von Mining Pools

Vorteile Nachteile
Stabilere Einnahmen Gebühren sind oft erforderlich
Möglichkeit zum Mining auch mit geringer Rechenleistung Mögliche Zentralisierung
Verringerter Variabilitätsfaktor beim Erhalt von Belohnungen Belohnung je Block wird geteilt, abzüglich Poolgebühr
Keine Notwendigkeit für fortgeschrittene technische Kenntnisse Vertrauen in den Poolbetreiber ist notwendig

Was macht ein kleiner Miner ohne eigenen Pool?

Was macht ein kleiner Miner ohne eigenen Pool?

Die Aussage, ein echter Mining Anbieter müsse einen eigenen Pool vorweisen, lässt sich mit einem einfachen Beispiel ad absurdum führen. Jeder private Miner, der zuhause seine Mining Anlagen selbst zusammenbaut und Mining betreibt nutzt Mining Pools um international im Wettbewerb eine Chance zu haben. Natürlich betreibt auch der Hobby Miner echtes Mining, auch wenn dieser nicht auf blockchain.info gelistet ist.

Wie unterscheidet man einen echten Miner von einem SCAM?

Die folgenden Punkte sind Hinweise, keine Beweise. Auch ein Betrugssystem kann jahrelang auszahlen und sich einen Ruf aufbauen, wie der Fall Bitclub Network weiter unten zeigt.

Nun, wie unterscheidet man in der Wirtschaft grundsätzlich seriöse Unternehmen von Betrugsfirmen? Grundsätzlich gelten folgende Dinge zu beachten:

  • Ein guter Trackrecord bzw. eine Historie über viele Jahre
  • Bilder und Videos der Mining Anlage
  • Impressum und aktiver Support von sichtbaren Menschen
  • Realistische Auszahlungen entsprechend der gekauften Hashrate (zu hohe Vergütungen sprechen meist für eine Umverteilung und kein echtes Mining)

Wieso hat beispielsweise Bitclub Network einen eigen Mining Pool?

Wieso hat beispielsweise Bitclub Network einen eigen Mining Pool?

Ich muss gestehen, am Anfang wusste auch ich auf diese Frage keine logische Antwort. Entgegen der weitläufigen Meinung, ein echter Cloud Mining Anbieter brauche einen eigenen Mining Pool, dachte ich immer, es wäre doch viel logischer mit den bestehenden Pools zu arbeiten. Ein großer Cloud Mining Anbieter hat eigentlich durch die Option des regelmäßigen Pool Wechsels viel mehr Möglichkeiten hinsichtlich seiner strategischen Ressourcenverteilung.

Der eigene Pool diente im Wesentlichen zu Marketingzwecken. Ein Anbieter wie Bitclub konnte Seriosität nur über einige wenige Faktoren vorgeben:

  1. laufende störungsfreie Auszahlung
  2. Aufbau einer langjährigen Reputation
  3. Transparenz hinsichtlich seiner gefundenen Blöcke im eigenen Mining Pool

Bitclub Network dient in diesem Fall aufgrund seiner Bekanntheit als Beispiel. Nachtrag der Redaktion: Bitclub Network war nach Darstellung der US-Staatsanwaltschaft für den Bezirk New Jersey ein Betrugssystem, das von April 2014 bis Dezember 2019 mindestens 722 Millionen US-Dollar von Anlegern einsammelte und ihnen falsche Zahlen als Mining-Erträge zeigte (Fallseite „BitClub“, justice.gov/usao-nj/bitclub, abgerufen am 07.10.2026). Ein eigener Pool und laufende Auszahlungen beweisen also keine Seriosität.

Warum zu große Pools ein Risiko sind

Würde ein einzelner Pool mehr als die Hälfte der Rechenleistung eines Netzwerks stellen, könnte er bestimmen, welche Transaktionen in die Blöcke kommen, und eigene Zahlungen rückgängig machen (51-Prozent-Angriff). Deshalb ist es für ein dezentrales Netzwerk wichtig, dass sich die Rechenleistung auf mehrere Pools verteilt.

Redaktioneller Hinweis: Einen früheren Abschnitt über Genesis Mining mit einem Zitat des Anbieters haben wir am 07.10.2026 entfernt: Für die Angaben zur Größe des Unternehmens und für das Zitat liegt uns keine prüfbare Quelle mehr vor.

Fazit

Fazit

Am Ende sollten Sie sich jedoch einer Sache immer bewusst sein. Selbst wenn Sie Aktien eines Unternehmens wie Mercedes-Benz oder der Deutschen Bank kaufen, ein Risiko besteht immer. So verhält es sich auch bei den Mining Anbietern.

Als Endkunde kaufen Sie Rechenleistung für die Erschaffung eines spezifischen Coins, Faktoren wie Schwierigkeitsgrad, Preisanpassungen, Kurseinbrüche oder gesetzliche Regulierungen von Kryptowährungen können immer bis zu einem Totalverlust führen. Wer hohe Gewinne in Aussicht stellt, verschweigt meist entsprechend hohe Risiken. Das sollte auch im Zuge eines Krypto-Hypes niemals vergessen werden.

Häufig gestellte Fragen zum Thema "Das Märchen vom Mining Pool"

Was ist ein Mining Pool?

Ein Mining Pool ist eine Gruppierung von Minern, die ihre Rechenleistung zusammenlegen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, einen Block zu finden und die Belohnung zu teilen.

Wie funktioniert ein Mining Pool?

Miner im Pool teilen ihre Rechenleistung und wenn ein Miner einen gültigen Block findet, wird die Belohnung auf alle Miner im Pool verteilt, basierend auf der von jedem beigetragenen Rechenleistung.

Welche Vorteile bietet ein Mining Pool?

Mining Pools erlauben Minern mit weniger leistungsfähiger Hardware, trotzdem an der Blockbelohnung teilzuhaben, indem sie ihre Rechenleistung bündeln.

Wo liegt der Unterschied zwischen Solo-Mining und Pool-Mining?

Beim Solo-Mining betreibt ein Miner allein seine Mining-Geräte und erhält die gesamte Blockbelohnung. Beim Pool-Mining teilen mehrere Miner ihre Rechenleistung und teilen die Blockbelohnung.

Gibt es Nachteile bei Mining Pools?

Ein Nachteil von Mining Pools kann die Anfälligkeit für zentralisierte Kontrolle sein. Einige Pools können eine große Menge an Rechenleistung kontrollieren, was das Netzwerk beeinflussen kann.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

Keine Anlageberatung. Kryptowerte schwanken stark, ein Totalverlust ist möglich. Informieren Sie sich vor jeder Anlage selbst.

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