Veröffentlicht: 26.11.2018

PERFECT & PRICELESS – Wertesysteme auf der Blockchain

Rather than money issued by a nation and administrated by central banks, art is a networked, decentralized, widespread system of value. (Hito Steyerl)

Als der CEO der JP Morgan Bank Jamie Dimon im Januar 2014 den Bitcoin herablassend als „terrible store of value“ titulierte, überstieg die von Satoshi Nakamoto ins Leben gerufene Kryptowährung erstmals die 1000 Dollar Marke. Darauf folgte ein Kurssturz ins Bodenlose – ausgelöst durch den Konkurs der Handelsplattform Mount Gox – bis der Kurs schliesslich im Dezember 2017 erneut ein Rekordhoch von beinahe 20’000 Dollar erreichte. Mutige Investoren wurden innerhalb kürzester Zeit zu Millionären, die Winklevoss-Zwillinge gar zu Bitcoin Milliardären. Spätestens zu dieser Zeit wurde in allen Medien über Kryptowährungen und die neu aufkommende Blockchaintechnologie berichtet.

Der Krypto-Hype ging auch der Kunstwelt nicht spurlos vorüber. Wenn man für einen Bitcoin einen fünfstelligen Betrag zu bezahlen bereit ist, warum nicht auch für ein digitales Cartoon Kätzchen? Die freundlich lächelnden Cryptokitties eroberten die spekulationsfreudigen Blockchain-Enthusiasten im Sturm und für manch ein Motiv wurden bereits fünf-bis sechsstellige Summen geboten.

Die Zürcher Galerie Kate Vass zeigt erstmals in der Schweiz eine umfangreiche Überblicksausstellung mit den wichtigsten Protagonisten der Blockchainkunst. Die Ausstellung wurde von Georg Bak kuratiert.

Die Blockchaintechnologie bietet vielseitige neue Monetarisierungs- und Finanzierungsmöglichkeiten sowohl für Künstler als auch für Galeristen. Partizipationsmöglichkeiten an der künstlerischen Produktion, Tokenisierung von einzelnen Kunstwerken bis hin zu aktivistischen Tätigkeiten zeigen eine endlose Vielfalt von künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten auf.

Rob Myers aus Vancouver zählt zu den Pionieren der Blockchainkunst und setzt sich in seiner fortlaufenden Werkserie Blockchain Aesthetics mit der Visualisierung von Bitcoin Transaktionen auseinander. Er nimmt dabei Bezug auf die Konzeptkunst der 1970er Jahre. Zur Übertragung von Bitcoin von einem Wallet auf ein anderes Wallet (peer-to-peer) wird ein Hashwert erzeugt, dh. es werden Daten über ein mathematisches Verfahren verschlüsselt und komprimiert. Rob Myers visualisiert diese Transaktionen, indem er jedem Buchstaben und jeder Zahl einen Farbwert aus einer Farbpalette von 256 Farben zuordnet. So sieht man auf dem Bildschirm den Lauf der Transaktionen, die ein stetig wandelndes abstraktes Farbschema erzeugen.

Mit dem Aufkommen der ICO’s (Initial Coin Offerings) wurde ein neues Finanzierungsmodell ins Leben gerufen, wonach ein Unternehmen unter Vermeidung des komplizierten und kostenaufwendigen Börsengangs (IPO) auf effizientere Art ein breites Publikum an Investoren erreichen und sich finanzieren kann. Auch die künstlerische Produktionswerkstatt funktioniert oft nach unternehmerischen Grundsätzen. Ed Fornieles lässt seine Mäzene und Kunstsammler an seiner Kunstproduktion und seinem Erfolg an den Verkäufen partizipieren, indem er Anteilsscheine – The Certificate Program – herausgibt, die gleichzeitig auch Kunstwerke sind. Über Smart Contracts auf der Ethereum Blockchain werden wichtige strategische Entscheide sowie die Verteilung der Gewinne aus Verkäufen von Kunstwerken und Zertifikaten reguliert. Diese künstlerische Strategie weckt Reminiszenzen an den Dadaisten Marcel Duchamp. Schon Duchamp zeichnete in den 1920er Jahren Anteilsscheine – Zertifkate à 500 francs – die den Erwerber an den Casino-Gewinnen des Künstlers in Monaco partizipieren liessen.

Der gemeinhin verbreitete Spekulationstrieb unter Kunstsammlern und die neuen Gesetzmässigkeiten der Token Economics bewogen den aus Irland stammenden Künstler Kevin Abosch dazu, sich selbst als Commodity zu tokenisieren. „We come into the world like newly minted coins – perfect and priceless. Yet we are constantly being ascribed a value.“ („Wir kommen auf diese Welt wie neu geprägte Münzen. Dabei wird uns fortlaufend ein Wert zugeschrieben“) erklärt der Künstler.

In den Werken von Kevin Abosch dreht es sich oft um die Frage, wie und warum eine numerische Wertzuschreibung entsteht und welche Faktoren diese beeinflussen können. Dabei stehen die Adressen auf der Blockchain als Platzhalter für emotionale Werte. Zusammen mit dem chinesischen Agent Provocateur Ai Weiwei haben die beiden Künstler die unbezahlbaren gemeinsam verbrachten Momente wie beispielsweise „Gemeinsames Tee trinken“ tokenisiert. Jeder dieser Momente ist mit einer Blockchain Adresse versehen und mit einer kleinen Anzahl der virtuellen Krypto-Währung PRICELESS (Ticker: PRCLS) ausgestattet. Insgesamt existieren nur zwei ERC20 Tokens dieser Währung, teilbar in 18 Dezimalstellen, wobei der eine dem Markt vollständig entzogen ist.

Gekonnt hinterfragen Künstler mittels dem Medium der Blockchaintechnologie die Wertzuschreibung von geistigem Eigentum und reflektiern über die Irrationalität des Kunstmarkts.

Teilnehmende Künstler:

Nicolas Maigret & Maria Roszkowska (Disnovation.org)
John Watkinson (Cryptopunks)
Grayson Earle
Rob Myers
Kevin Abosch & Ai Weiwei
Terra 0
Cullen Miller & Gabriel Dunne
César Escudero Andaluz & Martin Nadal
Ed Fornieles
Harm van den Dorpel
Distributed Gallery
Sarah Friend

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