Binance Hack - Was wir vom vom Diebstahl der 7000 Bitcoin lernen können!

08.05.2019 17:26 528 mal gelesen Lesezeit: 3 Minuten 0 Kommentare
  • Die Sicherheit von Wallets ist entscheidend, um Coin-Diebstahl vorzubeugen.
  • Regelmäßige Sicherheitsaudits und Updates sind für Handelsplattformen unerlässlich, um Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben.
  • Die Transparenz von Börsen nach Sicherheitsverletzungen ist für das Vertrauen der Nutzer von großer Bedeutung.

Binance Hack - Was ist passiert?

Gestern wurde bei der Krypto Börse Binance durch einen Hack knapp 7000 Bitcoins geklaut. So schlimm sich diese Nachricht auch anhört, die Endkunden werden wohl keinen Schaden erleiden. In diesem Artikel geht es um die Frage, was Sie und wir als Verbraucher bzw. Nutzer aus solchen Ereignissen lernen können und sollten. Wenn Sie weitere Hinweise oder Anmerkungen haben, schreiben Sie uns doch gerne unter dem Stichwort Binance Hack ein Kommentar unter diesen Beitrag.

Nur wer seinen Private Key besitzt ist wirklich sicher!

Wenn uns das Hacking von Börsen wieder an eine grundlegende Tatsache in der Kryptobranche erinnert, dann dass man nur mit eigenem Key wirklich sicher ist. Auch wenn mittlerweile diverse Apps und Börsen den Kunden einen Export des Private Key anbieten, schlussendlich haben auch diese Börsen Zugriff auf Ihre Coins. 

Die Betreiber der Börsen müssen die Schlüssel in irgend einer Datenbank ablegen. Auch wenn ein Betreiber den Schlüssel selbst ebenfalls verschlüsselt, so entsteht im Augenblick der Entschlüsselung dennoch eine Sicherheitslücke. 

Wenn Sie also die Möglichkeit haben, legen Sie Ihre Coins auf einem Hardware Wallet oder einem Paper-Wallet an. Für das Trading oder den kurzfristigen Tausch müssen Sie natürlich ein paar Coins auf die Börse schieben. Nach einem erfolgreichen Trade, lohnt es sich in viele Fällen, die Coins wieder ein Sicherheit zu bringen.

Lehren aus dem Binance Hack

Pro Contra
Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen Verlust von 7000 Bitcoin
Bewusstsein für die Anfälligkeit von Krypto-Börsen Verlust des Vertrauens in Binance
Druck auf andere Börsen, ihre Sicherheit zu erhöhen Angst vor weiteren Hacks in der Krypto- Industrie

Je bekannter und größer die Börse desto sicherer?!

Je bekannter und größer die Börse desto sicherer?!

Grundsätzlich gilt, je bekannter und größer eine Börse, desto besser sollt das Thema Sicherheit abgedeckt sein. Dagegen steht das Argument, je größer eine Börse, desto beliebter als Ziel für Hacker. Aus unserer Sicht überwiegt jedoch das erste Argument. Große Börsen haben in der Regel die Manpower und das Know hoch zur Sicherung der Nutzerkonten. Im Fall des Binance Hacks greift sogar ein Sicherheitskonzept, die Kapitalrücklage. Binance legt seit Jahren knapp 10% ihrer Einkünfte als eine Art Sicherheitsrücklage zurück. Aus dieser Reserve werden die 7000 geklauten Bitcoins für die Kunden ausgeglichen. 

Achten Sie also bei der Auswahl Ihrer Börse auf folgende Punkte:

  • Ist die Börse schon lange am Markt
  • Ist die Börse groß genug bzw. mit entsprechendem Handelsvolumen
  • Gibt es Sicherheit durch z.B.: eine Rücklage wie im Fall Binance
  • Wird ein Cold Wallet Konzept genutzt (wie im Fall Binance)

Bei einem Cold und Hot Wallet Konzept hält eine Börse nur einen gewissen Anteil seiner Kryptowährungen in einem sogenannten Hot Wallet bereit. Die Mehrheit der Coins werden in einem Cold Wallet, abgeschottet von Hackern und dem Internet gesichert.

Die Blockchain ist sicher, die Börsen nicht unbedingt!

Grundsätzlich sollten Sie verstehen, beim Binance Hack wurde nicht die Bitcoin Blockchain gehackt, die Börse Binance wurde gehackt. Die Idee der Kryptowährung Bitcoin steht im krassen Gegensatz zu zentralen Börsen, Wallets oder diverser Krypto-Anbieter. Das Bitcoin Netzwerk wurde als dezentrales Peer to Peer Zahlungssystem entwickelt und sollte in seiner Grundidee weiter so genutzt werden. 

Das Motto „Be your own Bank“ beschreibt nicht nur dir Vorteile eines dezentralen und „anonymen“ Zahlungssystems, es fordert auch die Eigenverantwortung im Umgang mit seinem „Geld“ bzw. seinen Coins ein. Aus diesem Grund klären wir vom Krypto Magazin auch unsere Leser im Bereich der Grundlagen auf. 

Binance Hack - Fazit

Binance Hack - Fazit

Der Binance hat zwei Dinge gezeigt:

  1. Die Krypto Börsen sind leider noch immer nicht vor Hackerangriffen sicher. Hier müssen viele Anbieter nochmal ihre Hausaufgaben machen.
  2. Erfreulicherweise haben insbesondere die großen Anbieter scheinbar aus der Vergangenheit gelernt. Sicherheitsrücklagen, Cold und Hot Wallets und Alarmsysteme. Laut Binance wurde nach dem Transfer der 7000 Coins sofort automatisch vom System die Funktion zum „Abheben“ der Coins deaktiviert.

Uns interessiert immer die Geschichte unserer Nutzer. Sind Sie vom Binance Hack betroffen? Haben Sie Ihre Coins auch wieder erstattet bekommen? Berichten Sie uns Ihre Erfahrungen in den Kommentaren. Viele Dank für Ihre Zeit und weiterhin viel Freude auf dem Krypto Magazin.


Häufig gestellte Fragen zum Binance Hack

Was genau ist beim Binance Hack passiert?

Binance, eine der größten Kryptowährungsbörsen, wurde aufgrund von Sicherheitslücken gehackt und 7000 Bitcoin (im Wert von etwa 40 Mio. USD) wurden entwendet.

Wie konnte der Binance Hack passieren?

Die Hacker verwendeten verschiedene Techniken, einschließlich Phishing und Viren, um Zugriff auf eine große Anzahl von 2FA-Codes und API-Schlüsseln zu erhalten.

Was habe ich zu befürchten, wenn ich Binance nutze?

Binance hat versichert, dass alle Verluste durch den Hack aus ihrem eigenen Notfallfonds gedeckt wurden. Es ist dennoch ratsam, grundlegende Sicherheitspraktiken zu befolgen, um die eigene Wallet zu schützen.

Was kann ich tun, um die Sicherheit meiner Krypto-Wallet zu erhöhen?

Die Nutzung von 2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung), starken und einzigartigen Passwörtern und die regelmäßige Aktualisierung der Wallet-Software sind einige der besten Praktiken zur Sicherung der Krypto-Wallet.

Kann ich meine gestohlenen Kryptowährungen nach einem Hack zurückbekommen?

Das Zurückholen von gestohlenen Kryptowährungen ist sehr schwierig und manchmal unmöglich. Daher ist Prävention durch gute Sicherheitspraktiken der beste Weg, um den Verlust von Kryptowährungen durch Hacks zu vermeiden.

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Zusammenfassung des Artikels

Ein Hacker hat gestern knapp 7000 Bitcoins von der Kryptobörse Binance gestohlen. Die Kunden werden allerdings nicht darunter leiden, da Binance einen Teil seiner Gewinne als Sicherheitsreserve einbehält, aus der die Bitcoins wieder ausgeglichen werden. Es wird daran erinnert, dass man trotz Börsen und Apps, nur mit eigenem privaten Schlüssel wirklich sicheres Handeln betreiben kann.

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Nützliche Tipps zum Thema:

  1. Sei vorsichtig, wo du deine Coins aufbewahrst. Eine eigene Wallet ist sicherer als ein Austausch, da du die Kontrolle über deine privaten Schlüssel hast.
  2. Setze starke Passwörter und aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung, um dein Konto sicherer zu machen.
  3. Sei immer auf dem neuesten Stand, was die Sicherheitsmaßnahmen deiner bevorzugten Kryptobörsen angeht. So kannst du rechtzeitig reagieren, falls es Anzeichen für mögliche Sicherheitslücken gibt.
  4. Bewahre nicht alle deine Coins an einem Ort auf. Verteile deine Investments auf verschiedene Wallets, um das Risiko zu minimieren.
  5. Informiere dich regelmäßig über die neuesten Nachrichten in der Krypto-Welt. So bist du immer auf dem Laufenden über mögliche Hacks oder andere Sicherheitsprobleme.