Veröffentlicht: 25.07.2017

Ist Bitcoin legal?

Bitcoin legal

Ist Bitcoin legal?

Bitcoin ist als Währung vollkommen legal, doch der Status der Anwendung und des Minings wird juristisch in einzelnen Ländern unterschiedlich betrachtet. Ist Bitcoin legal ist nun die Frage. So ist nach gegenwärtigem Erkenntnisstand die Bitcoinwährung für kein Gericht der Welt illegal, doch manche Gerichtsstände, darunter beispielsweise Argentinien und Russland, verbieten oder beschränken alle Fremdwährungen. In anderen Ländern wie Thailand gelten Grenzen für die Lizenzierung bestimmter Unternehmen, worunter auch Bitcoin-Börsen fallen können.

Bitcoin legal? – Rechtsstatus des Bitcoins in einzelnen Staaten

Der Rechtsstatus des Bitcoins variiert in einzelnen Ländern und ist vielfach unbestimmt. Die Mehrheit aller Staaten betrachtet die Nutzung der Kryptowährung nicht als illegal. Ausgenommen davon sind:

  • Bangladesch
  • Ecuador
  • Bolivien
  • Kirgisien

Einige Länder haben die Verwendung und den Handel von Bitcoins ausdrücklich erlaubt. Verschiedene Regierungsstellen und Gerichte klassifizieren Bitcoins jeweils anders. Die entsprechenden Regularien treffen dann auch auf andere Kryptowährungen zu. Jedoch sind diese so jung, dass die Aufsichtsbehörden verschiedener Länder gegenwärtig erst Schritte unternehmen müssen, um für Privatpersonen und Firmen die entsprechenden Regeln zu formulieren.

Die neue Technologie muss früher oder später in das regulierte, formelle Finanzsystem integriert werden, einen mutigen Schritt in diese Richtung ging Japan im April 2017 – dort sind Bitcoins seither ein offizielles Zahlungsmittel. Die US-Behörde FinCEN (Financial Crimes Enforcement-Network), die als Unterabteilung zum US-Finanzministerium gehört, hat unverbindliche Leitlinien herausgegeben, mit denen bestimmte Aktivitäten mit virtuellen Währungen charakterisiert werden können. So ein Vorgehen bedeutet aber auch, dass der Bitcoin grundsätzlich als legal betrachtet wird.

Bitcoin legal? – Können Bitcoins für illegale Aktivitäten verwendet werden?

Diese Frage treibt Anwender und Miner der Kryptowährung um, denn es gab in den letzten Jahren viele Berichte darüber, dass gerade Kriminelle das virtuelle Geld gern nutzen, weil es sich der staatlichen Kontrolle entzieht. Doch Bitcoins sind prinzipiell Geld, und jedes Geld konnte und wurde schon immer auch für illegale Zwecke genutzt. Bei konventionellen Währungen wird gern Bargeld zur Finanzierung und Verschleierung von kriminellen Aktivitäten genutzt. Dessen Menge und erst recht die gesamte umlaufende konventionelle Geldmenge übertreffen die Menge an umlaufenden Bitcoins bei Weitem.

Wer also kriminell handeln möchte, benötigt dazu nicht unbedingt Bitcoins. Die innovative Bitcoin-Technologie könnte indes dabei helfen, Finanzkriminalität einzudämmen, denn die virtuellen Münzen sind fälschungssicher. Das Problem von Falschgeld, mit dem konventionelle Währungen durch die Bank kämpfen, gibt es also nicht. Sicheres Geld bietet auf jeden Fall einen besseren Schutz vor verschiedenen Arten der Finanzkriminalität.

Auch die vollständige Kontrolle der Nutzer über ihre Zahlungsvorgänge ist vorteilhaft, Vorgänge wie beim Kreditkartenbetrug sind undenkbar. Da Bitcoin-Transaktionen nicht umkehrbar sind, ist auch ein Rückbuchungsbetrug nicht möglich. Des Weiteren lassen sich Bitcoins hervorragend gegen Verlust und Diebstahl sichern. Dazu dienen Mechanismen wie Verschlüsselungen, Backups und mehrere Signaturen.

Bleibt der Bitcoin in Zukunft legal?

Das ist sehr wahrscheinlich. Wenn es nicht Bitcoins sind, die sich künftig durchsetzen, dann ist es eine andere Kryptowährung. Die Technologie der Blockchain, die sichere virtuelle Zahlungsvorgänge ermöglicht, ist unumkehrbar. Doch es ist eine sehr junge Technologie, an die sich die Welt inklusive ihrer Behörden erst noch gewöhnen muss.

Der Ruch der Kriminalität, der den Bitcoins anhaftete, hatte auch damit zu tun, dass viele Menschen (auch in den Finanzbehörden) diese Technik noch gar nicht richtig verstehen. Wenn dann noch Kriminelle das Kryptogeld benutzen, führt das stark zur Versuchung, dieses selbst zu kriminalisieren. Das ist aber ein Denkfehler, denn – siehe oben – für kriminelle Zwecke lässt sich konventionelles Bargeld genauso gut verwenden. Es fehlen aktuell (Sommer 2017) einfach ausreichende Regelungen für den Umgang mit Bitcoins.

Diese Regelungen dürften die Behörden aller Staaten aber alsbald erschaffen. Das ebnet den Weg zur unbedenklichen Nutzung der Bitcoins und räumt die Zweifel an ihrer Berechtigung aus. Diese Regelungen werden dann denen für andere Währungen gleichen, wie Japan das vorgemacht hat. Es lassen sich daraufhin zum Beispiel keine strafrechtlichen Ermittlungen bezüglich der Finanzierung krimineller Handlungen mit Bitcoins verhindern. Die Transaktionen sind zwar pseudo-anonym, aber gleichzeitig transparent, sodass der Spur des Geldes wahrscheinlich leichter zu folgen ist als bei Bargeld. All das bedeutet, dass wir uns um die dauerhafte Legalität von Bitcoins höchstwahrscheinlich keine Sorgen machen müssen.

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