Veröffentlicht: 20.03.2018

Facebook und die Blockchain-Konkurrenz

Angesichts des jüngsten Skandals rund um die Social Media Plattform Facebook und Cambridge Analytica, ist es angemessen einen Blick auf Social Media Plattformen zu werfen, welche auf der Blockchain-Technologie basieren. Sie bieten das Potenzial Nutzerdaten und damit auch die Privatsphäre von Nutzern zu schützen. Die DApps Indorse, Nexus, Obsidian, Synereo, Steemit, ValiD und Kik sind nur einige Beispiele für Social Media Plattformen auf Blockchain-Basis. 

Cambridge Analytica ist eine Datenanalysefirma mit Hauptsitz in New York. Das Hauptgeschäft von Cambridge Analytica besteht in der Erhebung von Datensätzen von der Bevölkerung eines Landes im großen Stil. Aus den gewonnen Informationen versucht die Firma unter anderem Rückschlüsse auf die politische Einstellung, den IQ, die sexuelle Orientierung, mögliche Kindheitstraumata und die soziale Stellung im Allgemeinen von Bürgern zu ziehen und dadurch Psychogramme zu erstellen. Diese Psychogramme verkaufen sie dann. Cambridge Analytica soll maßgeblich am Sieg Donald Trumps im Rennen um die US-amerikanische Präsidentschaft im Jahre 2016 beteiligt gewesen sein. Zudem sollen Analysen von Cambridge Analytica den Ausgang des Brexit-Votums beeinflusst haben.

Der ehemalige Mitarbeiter von Cambridge Analytica, Christopher Wylie, erklärte, dass die Datenanalysefirma die Nutzerdaten von bis zu 50 Millionen Facebook-Nutzern illegal ausgelesen und analysiert haben soll, ohne vorher die Zustimmung der Nutzer eingeholt zu haben. Laut Wylie soll Facebook seit zwei Jahren davon gewusst haben. Facebook hingegen relativiert den Vorwurf und wirft Cambridge Analytica im Gegenzug vor, sich die Daten unrechtmäßig beschafft zu haben. Ganz gleich wie die Debatte bewertet wird, zerstört es doch das Vertrauen in das soziale Netzwerk Facebook. Gestern sackte der Börsenkurs von Facebook um ganze sieben Prozent.

Dieses Problem kann durch soziale Netzwerke auf Blockchain-Basis gelöst werden

Wer sich nicht daran stört, dass sensible Nutzerdaten innerhalb von sozialen Netzwerken ungefragt gesammelt und monetarisiert werden, braucht hier nicht mehr weiterzulesen. Zentralisierte soziale Netzwerke verdienen durch Werbung und den Verkauf von Datensätzen Geld. Die Information darüber, was ein Nutzer auf Facebook postet, was er liked und was er in Chats schreibt, kann analysiert und an Unternehmen verkauft werden, die einen Profit daraus schlagen können. Das ist in erster Linie nicht problematisch, weil die Verwendung von Algorithmen zur optimierten Werbeschaltung bereits alltäglich ist und auch einen ökonomischen Vorteil für Unternehmen bietet. Es wird aber dann problematisch, wenn Nutzerdaten derart analysiert und genutzt werden, dass ihre Privatsphäre unwissentlich, ohne Zustimmung, hintergangen wird und ihr Recht auf freie Selbstbestimmung missachtet wird, weil persönliche Informationen ungefragt von Dritten durchleuchtet und verarbeitet werden. Das ist möglich, weil zentralisierte soziale Netzwerke Kontrolle über diese Informationen haben.

Zentralisierte soziale Netzwerke haben die Kontrolle über private Nutzerdaten.

Der Vorteil von Blockchain-basierten Netzwerken

Der Vorteil von Blockchain-basierten sozialen Netzwerken besteht darin, dass Metadaten aufgrund der kryptografischen Verschlüsselung nicht erhoben werden können, weil Dritte keinen Zugang zu ihnen erhalten können. Sensible Informationen werden kryptografisch verschlüsselt auf einer Blockchain gespeichert. Das heißt, dass nur derjenige einen Zugriff zu sensiblen und persönlichen Daten erhält, der über den jeweiligen kryptografischen Schlüssel verfügt. Das bietet Nutzern ein hohes Maß an Informationssicherheit und Privatsphäre. Im Grunde verhilft die Blockchain-Technologie Nutzern dazu, mehr Kontrolle über die eigenen Informationen im Internet zu gewinnen.

Über den Obsidian Messenger ist es beispielsweise möglich mithilfe eines 256 Bit-Verschlüsselungsalgorithmus Nachrichten, Bilder, Videos, Transaktionen und sonstige Datenformate auf einer Blockchain zu speichern. Nutzer des Obsidian Messengers können selbst darüber entscheiden, welche Informationen sie teilen und welche nicht. Ein weiteres Beispiel ist das kryptografisch verschlüsselte Äquivalent zu LinkedIn: Indorse. Indorse baut auf der Ethereum-Blockchain auf und ermöglicht es den Nutzern eigene Inhalte zu erstellen, die Rechte an diesem Inhalt zu behalten und diesen gegen eine Entlohnung zu teilen. Zudem können Nutzer eigene Profile erstellen, was einen eigenen Lebenslauf beinhalten kann, und Verbindungen zu anderen Nutzern herstellen. Ein drittes Beispiel ist Steemit. Steemit baut auf dem dezentralisierten Netzwerk Steem auf und entlohnt Nutzer für eigene Posts. Dabei gilt: Je mehr Upvotes Nutzer auf der Plattform erhalten, desto mehr Geld bekommen sie auch dafür. Soziale Netzwerke auf Blockchain-Basis geben Nutzern die Kontrolle über eigene, private Informationen zurück und bieten zusätzlich die Möglichkeit, selbst damit Geld zu verdienen.

Quellen:

 

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