Veröffentlicht: 28.02.2019

Bitcoin als Weltwährung oder Store of Value?

Einführung

Im Zuge internationaler Finanzkrisen und Sanktionen, ist Bitcoin immer häufiger eine Lösung für die betroffenen Menschen. In diesem Beitrag gehe ich auf eine Abwägung zwischen Bitcoin als Zahlungsmittel oder Bitcoin als Store of Value (Wertspeicher wie z.B.: Gold) ein. Hinter dieser Frage steht nicht nur ein beiläufiger Gedankengang, sondern eine grundlegende Debatte in der Krypto-Szene. 

Was ist eine Währung?

Bevor wir auf die Eignung des Bitcoin hinsichtlich eines Zahlungsmittels eingehen, betrachten wir doch vorher zunächst die grundlegenden Eigenschaften einer Währung. Zunächst sollte eine Währung ein universelles Substitut darstellen. Ich kann mit einer Währung ein beliebiges handelbares Gut kaufen oder verkaufen. Der Wert einer Sache steht immer im Kontext zu einer Bezugsgröße. Was ist eine Stunde Arbeit eines Arztes wert? Wie viel kostet ein Stück Brot? Was kostet ein Liter Milch oder ein Apfel? 

Im klassischen System wird eine Währung durch einen Staat oder mehreren Staaten bzw. deren Zentralbanken herausgegeben und geschützt. Nun stellt sich bereits die erste Frage: Ist Bitcoin überhaupt Geld, wenn es nicht von einer Zentralbank herausgegeben wird? Im klassischen Sinne muss man diese Frage mit einem „Nein“ beantworten. 

Inflation unvermeidlich?

Die Zentralbanken dürfen zum Schutz des Geldsystems neues Geld erschaffen bzw. drucken. Dieses Konzept steht jedoch im Widerspruch zur realen Marktwirtschaft. Unternehmen müssen ihren Wert durch Leistung oder durch Schaffung einer Nachfrage erzeugen. Kann die im Bezug stehende Geldeinheit beliebig vermehrt werden, ist eine Inflation am Ende eigentlich unvermeidlich. 

Die technische Eignung

Nun möchte ich noch auf die technische Tauglichkeit von Bitcoin als Zahlungsmittel eingehen. Täglich finden im klassischen Handel Milliarden von Transaktionen statt. Bitcoin kann in seiner klassischen Form leider aktuell maximal 7 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten. Das entsprich 420 Transaktionen pro Minute und 25200 pro Stunde. Für einen weltweiten Einsatz, leider vorläufig noch völlig ungeeignet. Neue Konzepte, wie das Lightning Network sollen diese sogenannten Skalierungsprobleme in der Zukunft lösen. Bei diesem Verfahren werden Beträge aus der Blockchain mathematisch ausgebucht und über „Off-Chain“ Zahlungskanäle getauscht. Will man wieder einen öffentlichen Konsens herstellen, bucht man den neuen Zwischenstand einfach wieder in die Blockchain. 

Also am Ende ein Store of Value?

Bislang sieht es leider so aus, als ob die Technologie des Bitcoin noch in den Kinderschuhen steckt. Neue Konzepte und Kryptowährungen bieten hierfür zwar bereits innovative Lösungen, der Bitcoin ist und bleibt jedoch die bekannteste Marke im Krypto-Bereich. 

Ich vergleiche den Bitcoin gerne mit einer teuren Uhr oder einem Stück Gold. Es besteht gar nicht die Notwendigkeit einer ständigen Transaktion von hohen Werten. Durch die Limitierung des Bitcoin auf 21 Millionen Einheiten, eignet er sich besonders gut als Wertspeicher. 

Besonders spannende Einsatzgebiete sehe ich im Bereich von Rentenfonds, Stiftungen oder Vermögensverwaltungen. Anders als Gold ist die Speicherung und der Transport von Kryptowährung extrem günstig. Durch seine massive Rechenleistung hat das Bitcoin Netzwerk ein hohes Maß an Sicherheit. Ausgehend von Weltfrieden und nicht Korrupten Regierungen und einem echten Sozialstaat ist der Bitcoin völlig unnötig. Leider leben wir in keiner perfekten Welt und werden das wohl auch in Zukunft nicht tun. 

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für diesen kleinen Gedanken Exkurs genommen haben. Wie ist Ihre Meinung zum Thema Bitcoin als Zahlungsmittel oder Wertanlage? Ich freue mich auf Ihre Meinung. 

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