Was ist Bitcoin?

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Was ist Bitcoin? – die Mutter aller Kryptowährungen

Was ist Bitcoin? Die Frage stellen sich zuletzt mehr und mehr Deutsche, nicht zuletzt, weil die ARD im Kieler Tatort vom 19.03.2017 das Thema in die breite Öffentlichkeit getragen hat. Während der Tatort selber es versäumte, eine einfache Antwort hierauf zu geben, wird im Folgenden versucht, abseits der technischen Strukturen, einen Überblick über das Thema zu liefern.

Was ist Bitcoin – Ursprung und Idee

Die Grundidee der Bitcoins wurde erstmals in 2008 veröffentlicht. Das Protokoll zur globalen Einführung wurde schließlich in 2009 released. Seither fungiert der Bitcoin als digitales Zahlungsmittel, sozusagen als elektronisches Pendant zu den Euros im Geldbeutel. Im Gegensatz zum Euro ist der Bitcoin als Währung jedoch nicht auf Länder oder Währungszonen begrenzt, sondern weltweit genutzt und anerkannt.

Die Idee hinter der Einführung war es, ein globales Geldmittel zu erschaffen, das dezentral verwaltet wird. Dezentral bedeutet hier eine maximale Unabhängigkeit, da keine emittierenden Institutionen – wie Regierungen oder Zentralbanken – auf den Währungskurs Einfluss nehmen können.

Im Ergebnis ist Bitcoin Zahlungsmittel und Transaktionsweg zugleich. In einem weltweiten Netzwerk aus teilnehmenden Rechnern (Clients) werden die Transaktionen von Bitcoins durchgeführt und dauerhaft gespeichert (in der sog. Blockchain). Einzelne Teilnehmer verfügen innerhalb des Netzwerkes um ihr eigenes Bitcoin-Wallet, eine Art virtuelle Geldbörse, in der ihr Guthaben verwahrt wird. Wurde die Fragen Was ist Bitcoin ? für Sie nun bereits schon beantwortet?

Wie viele Bitcoins gibt es?

In grauer Vorzeit (vor 1971) herrschte bei der Weltwährung, dem amerikanischen Dollar, noch die sogenannte Goldbindung: Jeder gedruckte Dollar musste von der amerikanischen Notenbank mit einer entsprechenden Menge an Gold gedeckt werden und hatte somit einen realen Gegenwert. 1971 wurde hiervon abgerückt. Seit jeher ist der Dollar eine Papierwährung, die weder von einem Gegenwert, noch von Wirtschaftsleistung gedeckt scheint.

An diesem Erfolgsrezept orientiert sich der Bitcoin. Er existiert zwar nur elektronisch und ist daher nicht real-greifbar. Aber er ist, wie der Dollar auch, von keinem Gegenwert gedeckt.

Bitcoins sind auf eine Anzahl von 21 Millionen Einheiten beschränkt. Diese Menge ist jedoch nicht mit der Einführung in den Markt gespült worden. Es werden vielmehr nach und nach weitere Einheiten geschürft. Dieses sogenannte Mining geschieht, indem Rechenleistung für das globale, anspruchsvolle Netzwerk der Bitcoin Clients zur Verfügung gestellt wird. Je mehr Rechenleistung erbracht wird, desto mehr Bitcoins werden zugunsten des Leistenden geschürt. Die vollständige Kapazität der Währung von 21 Mio. Einheiten wird nach Schätzungen des Focus erst in 2130 erreicht sein. Derzeit sind lt. Blockchain.info etwa 16,5 Mio. Einheiten im Umlauf.

Die kleinstmögliche Menge ist nicht der Bitcoin selbst. Bei einem derzeitigen Kurs von über 2.200,- € pro Bitcoin war es nötig, eine Untereinheit zu schaffen. Hierfür wird der Anteil an einem Bitcoin als Dezimale ausgedrückt (bspw. 0,0001 Bitcoin).

Dass sich sogar die Währungshüter der Europäischen Zentralbank mit dem Bitcoin als Währung beschäftigen, zeigt die steigende Bedeutung des Netzwerkes.

Abgrenzung zu Paypal und Konsorten

Im Vergleich zu den gängigen Online-Bezahlsystemen wie Paypal ist die Grundidee der Bitcoins eine ganz andere. Paypal selber regelt letztlich nur die Banküberweisung zwischen zwei Parteien, unter Bereitstellung einer Art Verrechnungskonto. Zurückgegriffen wird aber zwangsläufig auf Bankkonten, auf denen die existierenden, staatlichen Währungen verwahrt werden. Somit ist Paypal nur eine neue Oberfläche für vorhandene Infrastruktur. Dagegen setzt Bitcoin bereits bei der Währung selbst an und hat hierfür das passende Bezahlsystem im Gepäck. Somit ist eine vollständige Unabhängigkeit von Banken gegeben, die im Ursprungsgedanken des Bitcoin-Systems keine Rolle besetzen.

Wertanlage Bitcoin

Diese Autonomie von Devisen macht die Bitcoins auch attraktiv als Anlagemöglichkeit. Wurde bei Ersteinführung noch gar kein Wert in einer Fremdwährung ermittelt, zeichnet man seit 2010 den Bitcoin-Kurs wie den Wert einer Aktie auf. Weltwirtschaftliche Krisen, Bekanntheit und Präsens der Bitcoins haben seit jeher für starke Kursschwankungen gesorgt. Bei allen Höhen und Tiefen ist anzumerken, dass der Kurs von einst unter 10 Dollar / Bitcoin in derzeit über 2.000 Dollar / Bitcoin gestiegen ist. Solche Wertsteigerungen bleiben im Investmentsektor nicht unerkannt. Heutzutage werden Bitcoins daher wie Wertpapiere, Anleihen und sonstige Finanzprodukte rege und öffentlich gehandelt.

Vorteile der Bitcoins als Währung und Bezahlsystem

Zahlen durch Bitcoins – also die ursprüngliche Intension der Macher – hat diverse Vorteile, wird jedoch auch kontrovers diskutiert. Nutzer sehen die Vorteile insbesondere in der unproblematischen Öffnung einer eigenen Bitcoin-Wallet und der Schnelligkeit der Transaktionen. Bei Banken – selbst bei den Direktbanken – ist ein aufwändiger Prozess zu durchlaufen, wenn eine Kontoeröffnung angestrebt wird. Eine Bitcoin-Wallet, also ein Account in der Bitcoin-Galaxie, kann dagegen ohne Aufwand und ohne die Preisgabe persönlicher Informationen erfolgen. Zudem dauert es meist mehrere Bankarbeitstage, bis bspw. Überweisungen ihr Ziel erreichen. Durch die Direktverbindung über das WWW schafft das Bitcoin-Netzwerk Entsprechendes in Sekunden.

Ebenfalls erhebliche Vorteile sind in der Anonymität und in der Transparenz zu finden, zwei Begriffe die sich beim ersten hinschauen wohl eher ausschließen. Jede Transaktion seit dem Launch des Systems in 2009 wird in der Blockchain gespeichert und ist – Stand heute – bis in alle Ewigkeit nachzuvollziehen. Hierdurch soll verhindert werden, dass das gleiche Bitcoin-Guthaben mehrfach ausgegeben wird. Eine Transparenz, die auch Banken zumindest ihren Privatkunden nicht bieten. Die Krux: Die Blockchain ist öffentlich zugänglich, so kann also jeder Client alle Transaktionen der Bitcoin-Vergangenheit einsehen. Wo bleibt da die Anonymität? Ganz einfach: Wie erwähnt sind bei der Anmeldung keinerlei persönliche Daten, geschweige denn eine Kontonummer zu hinterlegen. Bitcoin ist eine ausschließlich virtuell existierende Währung. Erst beim Handel mit Parteien, die außerhalb des Systems agieren, wird das elektronische Geld real. Nur in diesem Fall ist eine teilweise Demaskierung des Nutzers vorgesehen. Systeminterne Vorgänge sind daher vollständig transparent und der Theorie nach auch vollständig anonym.

Diese Anonymität ist auch Gegenstand der öffentlichen Diskussionen, scheint doch zunächst Geldwäsche und Steuerhinterziehung dadurch Haus und Hof offenzustehen. Die Fakten dieser Diskussion unbeachtet bleibt aber anzumerken, dass in diesen Fällen Anwender gute Mittel zu schlechten Machenschaften heranziehen, was die Genialität der Erfindung nicht zu schmälern vermag. Nun sollten Sie die Frage “was ist Bitcoin” problemlos beantworten können.

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